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Rimactane Kaps 300 mg 40 pcs
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Rimactan Kaps 300 mg 40 Stk

  • 93.86 CHF

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Amount in a pack. 40 Stk
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Ingredients:

Rifampicin 300 mg .

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Variants

Description

Rimactan enthält als Wirkstoff das Antibiotikum Rifampicin.

Rimactan wird angewendet zur Behandlung von Tuberkulose, immer in Kombination mit weiteren gegen die Tuberkuloseerreger wirkenden Arzneimitteln sowie zur Kombinationsbehandlung der Lepra.

Durch Kombination mit anderen Tuberkulosemitteln bzw. Lepramitteln wird verhütet, dass die Tuberkelbazillen bzw. Lepraerreger gegen diese Mittel widerstandsfähig werden.

Rimactan darf zur Behandlung der Tuberkulose und der Lepra nie allein angewendet werden. Zur Behandlung der Lepra ist eine Dreierkombinationstherapie (Multiple Drug Therapy: MDT) zur Vorbeugung von Therapieresistenzen erforderlich. Nota: MDT Kalender-Blister-Packungen sind von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gratis erhältlich.

Rimactan wird auch zur Behandlung gewisser schwerer Infektionen eingesetzt. Es kann auch zur vorbeugenden Behandlung einer Hirnhautentzündung eingesetzt werden, z.B. bei Personen, die mit erkrankten Personen in engem Kontakt waren.

Rimactan wird nur auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin angewendet.

Voraussetzung für einen Behandlungserfolg ist, dass Sie die Dosierungsanleitungen des Arztes bzw. der Ärztin genau befolgen und die Einnahme von Rimactan nicht unterbrechen.

Dieses Mittel wurde Ihnen von Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin zur Behandlung Ihrer gegenwärtigen Erkrankung verschrieben. Das Antibiotikum in Rimactan ist nicht gegen alle Mikroorganismen, welche Infektionskrankheiten verursachen, wirksam. Die Anwendung eines falsch gewählten oder nicht richtig dosierten Antibiotikums kann Komplikationen verursachen. Wenden Sie es deshalb nie von sich aus für die Behandlung anderer Erkrankungen oder anderer Personen an. Auch bei späteren neuen Infektionen dürfen Sie Rimactan nicht ohne erneute ärztliche Verschreibung verwenden.

Besonderer Hinweis: Rimactan hat eine intensiv rötlichbraune Farbe. Die Haut, Tränen, der Speichel, Schweiss, Stuhl können sich rötlich verfärben. Zudem können weiche Kontaktlinsen eine bleibende rötliche Farbe annehmen.

Bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff Rifampicin, gegenüber Antibiotika der gleichen Familie und/oder einem der Hilfsstoffe gemäss Zusammensetzung. Eine Überempfindlichkeit äussert sich z.B. durch Asthma, Atembeschwerden, Kreislaufstörungen, Anschwellungen der Haut (z.B. Nesselsucht) und der Schleimhäute oder Hautausschläge.

Im Fall von schweren Lebererkrankungen, zum Beispiel akuter Gelbsucht.

Wenn Sie bereits einmal eine medikamentös bedingte Leberentzündung durchgemacht haben.

Wenn Sie an einer schweren Nierenfunktionsstörung leiden

Wenn Sie an einer Nervenentzündung der Gliedmassen leiden.

Wenn die Stoffwechselkrankheit «Porphyrie» (Störung der Blutbildung) vorliegt.

Wenn Sie gleichzeitig mit Voriconazol (Mittel gegen Pilzinfektionen), bestimmten Arzneimitteln zur Behandlung einer HIV Infektion (Proteaseinhibitoren wie z.B: Lopinavir, Atazanavir, Darunavir, Fosamprenavir, Amprenavir, Tipranavir, Indinavir; Nicht-Nukleosidale Reverse-Transkriptase-Inhibitoren (NNRTI) wie z.B. Rilpivirin) oder zur Behandlung einer HCV Infektion/ Hepatits C (z.B. Daclatasvir) oder Halothan behandelt werden.

Rimactan darf nie zusammen mit der Wirkstoffkombination Saquinavir/Ritonavir eingenommen werden, da es zu schweren Leberzellschädigungen kommen kann.

Früh- und Neugeborene dürfen Rimactan nur im äussersten Notfall erhalten, da bei ihnen die Leberenzymsysteme noch nicht vollständig entwickelt sind.

Überempfindlichkeitsreaktionen

Bei einem Auftreten von Anzeichen von akuten, schweren Überempfindlichkeitsreaktionen wie grippeartige Erscheinungen, schweren Bauchbeschwerden oder Durchfall, Atembeschwerden, Hautblutungen, Kreislaufbeschwerden, Anschwellungen der Haut (z.B. Nesselfieber) und der Schleimhäute, Hautausschlägen, Fieber oder anderen neuen Krankheitszeichen informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin (siehe «Welche Nebenwirkungen kann Rimactan haben?»). Patientinnen und Patienten, bei welchen solche Erscheinungen auftreten, dürfen nie wieder mit Rimactan behandelt werden.

Durchfall

Beim Auftreten von schweren, anhaltenden Durchfällen während oder nach der Behandlung mit Rimactan sollten Sie unverzüglich Ihre Ärztin oder Ihren Arzt aufsuchen. Arzneimittel, welche die Darmbewegungen hemmen, dürfen nicht eingenommen werden.

Behandlungsunterbruch / Wiederaufnahme einer Behandlung

Eine allfällige Wiederaufnahme der Behandlung darf auf keinen Fall ohne ärztliche Beratung erfolgen, da sonst unter Umständen schwerwiegende Nebenwirkungen auftreten können. Befolgen Sie in einem solchen Fall genau die Anordnungen Ihres Arztes bzw. Ihrer Ärztin.

Die Therapie darf nicht ohne Absprache mit der Ärztin oder dem Arzt unterbrochen werden, um das Auftreten von Abwehrreaktionen und Nebenwirkungen zu vermeiden (z.B. Hautreaktionen, Grippesymptome).

Leberfunktionsstörungen

Rimactan kann Leberfunktionsstörungen, Leberentzündungen und schwere Leberschäden, in Einzelfällen mit tödlichem Verlauf verursachen.

Ihre Ärztin oder Ihr Arzt wird deshalb Ihre Leberfunktion sorgfältig überwachen, insbesondere bei Vorliegen folgender Risikofaktoren für Leberzellschäden:

  • Zunehmendes Alter
  • Vorbestehende Lebererkrankung
  • Gleichzeitige Einnahme leberschädigender Arzneimittel
  • Beeinträchtigte Nierenfunktion
  • Täglicher Alkoholkonsum/Alkoholüberkonsum
  • Schlechter Ernährungszustand
  • Schwarze oder lateinamerikanische Frauen

Frühe Warnzeichen einer Leberentzündung sind Müdigkeit, Schwächegefühl, Unwohlsein, Appetitlosigkeit, Übelkeit oder Erbrechen. Weitere Zeichen sind Gelbfärbung der Augen (Bindehaut) oder der Haut oder entfärbter Stuhl. Suchen Sie bei Auftreten solcher Symptome umgehend Ihre Ärztin oder Ihren Arzt auf. Vor und während der Behandlung sollten die Nierenfunktion, die Leberwerte und das Blutbild überwacht werden.

Nierenfunktionsstörungen

Patientinnen oder Patienten mit Nierenfunktionsstörungen dürfen Rimactan nur einnehmen, wenn sie unter strikter medizinischer Überwachung stehen. Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird zu Beginn und danach in regelmässigen Abständen die Nierenfunktion, die Leberwerte und das Blutbild überprüfen.

Diabetes / Zuckerkrankheit

Patientinnen und Patienten mit Zuckerkrankheit müssen vorsichtig sein, da die Kontrolle des Diabetes während der Behandlung mit Rimactan erschwert ist.

Epilepsie

Patienten und Patientinnen mit Epilepsie müssen während der Behandlung mit Rimactan engmaschig ärztlich überwacht werden, da bei Epileptikern möglicherweise vermehrt Anfälle auftreten können.

Einnahme von Rimactan mit anderen Arzneimitteln

Sehr viele Arzneimittel (Ihre Ärztin oder Ihr Arzt bzw. Ihre Apothekerin oder Ihr Apotheker weiss welche) können weniger wirksam sein oder es können vermehrt Nebenwirkungen auftreten, wenn sie gleichzeitig mit Rimactan verabreicht werden. Bitte informieren Sie deshalb Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin über alle Arzneimittel (auch selbstgekaufte!), die Sie einnehmen, vor kurzem eingenommen haben oder wenn Sie beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen.

Wenden Sie dieses Arzneimittel nicht an und informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, falls Sie eines oder mehrere der unter «Wann darf Rimactan nicht eingenommen werden?» aufgeführten Arzneimittel einnehmen.

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie ein Arzneimittel oder einen Wirkstoff aus den folgenden Arzneimittelgruppen einnehmen:

  • Mittel zur Behandlung von Pilzinfektionen (z.B. Voriconazol, Fluconazol, Itraconazol,)
  • Mittel zur Behandlung von HIV-Infektionen (z.B. Atazanavir, Darunavir, Fosamprenavir, Lopinavir, Tipranavir, Saquinavir, Rilpivirin) oder HCV-Infektionen (Hepatitis C) (z.B. Daclatasvir)
  • Bestimmte Antibiotika (z.B. Linezolid, Chloramphenicol, Clarithromycin, Doxycyclin)
  • bestimmte Mittel gegen Epilepsie (z.B. Phenytoin, Carbamazepin, Valproinsäure, Lamotrigin,)
  • bestimmte Mittel zur Behandlung von Zuckerkrankheit (Diabetes) (z.B. Glibenclamid, Repaglinid)
  • gewisse Mittel zur Behandlung von Herzerkrankungen, Herzrhythmusstörungen oder Bluthochdruck (z.B. Digoxin, Propranolol, Metoprolol, Carvedilol, Diltiazem, Nifedipin, Verapamil, Nimodipin, Isradipin, Propafenon, Lidocain, Amiodaron, Dronedaron, Losartan, Valsartan)
  • Mittel zur Blutverdünnung (z.B. Clopidogrel, Prasugrel, Phenprocoumon, Acenocoumarol Edoxaban, Apixaban, Rivaroxaban)
  • Kortikosteroide (z.B. Betamethason, Dexamethason, Prednisolon)
  • Mittel gegen Depressionen oder gegen psychotische Störungen (z.B. Haloperidol, Risperidon, Lurasidon, Clozapin, Sertindol, Aripiprazol, Amitriptylin, Nortriptylin)
  • zentral wirksame Schmerzmittel (z.B. Methadon, Morphin, Buprenorphin, Oxycodon)
  • Schilddrüsenhormone (z.B. Levothyroxin, Liothyronin),
  • Mittel zur Behandlung zu hoher Blutfettwerte (z.B. Atorvastatin, Fluvastatin, Simvastain)
  • Asthmamittel (Theophyllin)
  • bestimmte die Immunabwehr herabsetzende Mittel (z.B. Ciclosporin, Azathioprin, Tacrolimus)
  • bestimmte Beruhigungsmittel (Diazepam, Midazolam, Triazolam, Zopiclon, Zolpidem),
  • Arzneimittel gegen Magenübersäuerung können die Wirkung von Rimactan abschwächen. Deshalb sollte Rimactan mindestens 1 Stunde vor einem Präparat gegen Magenübersäuerung eingenommen werden.

Empfängnisverhütung

Vorsicht ist geboten, wenn Sie orale Kontrazeptiva (die «Pille») anwenden, da bei der gleichzeitigen Einnahme mit Rimactan die empfängnisverhütende Wirksamkeit der Pille beeinträchtigt wird; es sollten deshalb zusätzlich andere nicht-hormonelle Verhütungsmethoden angewandt werden.

Alkohol:

Während der Behandlung mit Rimactan sollten Sie keinen Alkohol zu sich nehmen, da dies die Wahrscheinlichkeit von Nebenwirkungen insbesondere von Leberstörungen erhöht.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Rimactan kann aufgrund der möglichen Nebenwirkungen wie z.B. Schwindel oder Sehstörungen die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Strassenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigen. Dies gilt in verstärktem Masse im Zusammenwirken mit Alkohol.

Labortests

Rimactan kann das Ergebnis von gewissen Labortests verfälschen. Informieren Sie deshalb den Arzt bzw. die Ärztin darüber, dass Sie Rimactan einnehmen, bevor ein Labortest durchgeführt wird.

Rimactan Kapsen enthalten Lactose. Bitte nehmen Sie Rimactan Kapseln erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin ein, wenn Ihnen bekannt ist,dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden!

Informieren Sie Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin vor der Behandlung mit Rimactan, ob Sie schwanger sind, eine Schwangerschaft planen oder stillen. Er bzw. sie wird entscheiden, ob der therapeutische Nutzen von Rimactan ein mögliches Risiko für das Kind rechtfertigt. Wenn Sie während der Behandlung schwanger werden, sollten Sie dies dem Arzt bzw. der Ärztin so früh wie möglich mitteilen.

Rimactan tritt in die Muttermilch über, deshalb sollte Rimactan in der Stillzeit nur angewendet werden, wenn dies Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin als unumgänglich sieht.

Rimactan sollte auf nüchternen Magen, d.h. mindestens ½ Stunde vor der Mahlzeit (üblicherweise vor dem Frühstück und/oder dem Abendessen) mit etwas Flüssigkeit eingenommen werden.

Behandlung der Tuberkulose

Erwachsene und Jugendliche über 12 Jahre

Je nach Körpergewicht beträgt die Dosis 1-mal täglich 450–600 mgRifampicin.

In bestimmten Situationen kann Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin die Dosis auch auf 450 – 600 mg Rifampicin dreimal pro Woche festlegen.

Kinder

Dosierung: Der Arzt oder die Ärztin wird eine dem Körpergewicht des Kindes entsprechende Dosis verschreiben.

Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird die notwendige Dauer der Behandlung festlegen. Um eine vollständige Ausheilung der Tuberkulose zu erreichen, müssen Sie Rimactan während des gesamten Behandlungszeitraums einnehmen, auch wenn Sie bereits früher eine Besserung feststellen. Wenn Sie zu früh mit der Einnahme von Rimactan aufhören, können die Symptome erneut auftreten.

Behandlung von Lepra

Bei Lepra wird Rimactan in der Regel nach Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation wie folgt verordnet:

Erwachsene

Rifampicin 600 mg 1 Mal pro Monat

Kinder (10–14 Jahre)

Rifampicin 450 mg 1 Mal pro Monat.

Kinder unter 10 Jahren

Der Arzt oder die Ärztin wird entscheiden, welches die optimale Dosierung ist.

Um eine vollständige Ausheilung der Lepra zu erreichen, müssen Sie Rimactan während des gesamten Behandlungszeitraums einnehmen, auch wenn Sie bereits nach einigen Monaten eine Besserung feststellen. Möglicherweise müssen Sie 12 Monate lang mit Rimactan behandelt werden. Wenn Sie zu früh mit der Einnahme von Rimactan aufhören, können die Symptome erneut auftreten.

Behandlung anderer Infektionen

Erwachsene und Jugendliche über 12 Jahre: 600 bis 1200 mg pro Tag. Die Dosis wird gewöhnlich auf 2 Gaben verteilt, d.h. morgens und abends eingenommen.

Vorbeugende Behandlung einer Hirnhautentzündung

Erwachsene und Jugendliche über 12 Jahre: Morgens und abends je 600 mg während 2 Tagen.

Kinder und Jugendliche unter 12 Jahren: Der Arzt oder die Ärztin wird eine dem Körpergewicht des Kindes entsprechende Dosis verschreiben. Die Dauer der Behandlung richtet sich nach der Art der Erkrankung.

Ohne direkte Anweisung Ihres Arztes oder Ihrer Ärztin sollten Sie die Behandlung auf keinen Fall unterbrechen. Die Krankheitssymptome verschwinden oft, bevor die Infektion vollständig ausgeheilt ist. Führen Sie die Behandlung auch dann nach der Anweisung Ihres Arztes oder Ihrer Ärztin weiter, wenn Sie keine Krankheitszeichen mehr spüren. Eine ungenügende Anwendungsdauer oder ein zu frühes Beenden der Behandlung kann ein erneutes Aufflammen der Erkrankung zur Folge haben.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Rimactan auftreten:

Definition: Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Anwendern betreffen), häufig (kann 1 bis 10 von 100 Anwendern betreffen), gelegentlich (kann 1 bis 10 von 1'000 Anwendern betreffen), selten (kann 1 bis 10 von 10'000 Anwendern betreffen), sehr selten (kann weniger als 1 von 10'000 Anwendern betreffen).

Allergische und sonstige Überempfindlichkeitsreaktionen

Sehr häufig: grippeartige Symptome wie Fieber, Schüttelfrost, Kopfschmerzen, Benommenheit und Knochenschmerzen.

Selten: anaphylaktische Reaktionen (Überempfindlichkeitsreaktionen mit Atemnot und Kreislaufversagen), schwere Hautreaktionen. Konsultieren Sie sofort Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin beim Auftreten von Schwellungen der Haut (z.B. Nesselfieber) und Schleimhäuten, grossflächigem Hautausschlag, Hautrötungen, Atemproblemen oder Kreislaufbeschwerden (siehe auch «Wann ist bei der Anwendung von Rimactan Vorsicht geboten?»).

Hautreaktionen

Häufig: Hitzegefühl, Juckreiz mit oder ohne Hautausschlag, Nesselsucht.

Selten: ernsthafte Überempfindlichkeitsreaktionen mit schweren, möglicherweise lebensbedrohlichen Hautreaktionen, welche sich mit Hautausschlag, Rötung, ausgedehnter Blasenbildung und Ablösung der Haut und Schleimhaut zeigen. Begleitend können grippeähnliche Symptome wie Fieber und geschwollene Lymphknoten auftreten. Informieren Sie sofort Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin wenn bei Ihnen eines oder mehrere dieser Symptome auftreten.

Exfoliative Dermatitis (Abschuppung der Haut), punktförmige Hautblutungen.

Magen-Darm-Trakt Beschwerden

Häufig: Mundtrockenheit, Appetitlosigkeit, Übelkeit Völlegefühl, Erbrechen, Durchfall, Gasansammlung im Darm.

Selten: Bauchspeicheldrüsenentzündung, Magenschmerzen, Oberbauchbeschwerden. Bei Auftreten von schweren, anhaltenden Durchfällen während oder nach der Behandlung sollten Sie unverzüglich Ihre Ärztin oder Ihren Arzt konsultieren.

Arzneimittel, welche die Darmperistaltik (Darmbewegung) hemmen, dürfen nicht eingenommen werden.

Lebererkrankungen

Selten: Leberfunktionsstörungen, Leberentzündungen, Gelbsucht und Leberschäden, in Einzelfällen mit tödlichem Verlauf (siehe «Wann ist bei der Einnahme von Rimactan Vorsicht geboten?»). Zeichen einer Leberentzündung können Müdigkeit, Schwäche, Appetitlosigkeit, Unwohlsein, Übelkeit und Erbrechen sein. Kontaktieren Sie bei Auftreten dieser Symptome sofort Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.

Veränderungen des Blutes

Selten: Mangel an Blutplättchen (mit oder ohne punktförmige Hautblutungen), Verminderung der weissen Blutkörperchen, Blutarmut. Erhöhung oder Verminderung (sehr selten) bestimmter Untergruppen von weissen Blutkörperchen. Vereinzelt wurde von einer Blutgerinnungsstörung in den Blutgefässen berichtet.

Konsultieren Sie sofort Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, wenn punktförmige Hautblutungen auftreten. Bei Hautblutungen sollte die Behandlung nach Absprache mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin unterbrochen werden, andernfalls können möglicherweise tödliche Hirnblutungen auftreten.

Psychiatrische Erkrankungen und Erkrankungen des Nervensystems

Häufig: Müdigkeit, Schläfrigkeit, Kopfschmerzen, Benommenheit, Schwindel.

Selten: Koordinationsstörungen der Bewegungen, Verwirrtheit, Muskelschwäche, Krämpfe, epileptische Anfälle, Gedächtnisstörungen und Bewusstseinsveränderungen, Halluzinationen, Orientierungsstörungen, Taubheitsgefühl, Kribbeln, Brennen oder Schwächegefühl an Händen und Füssen.

Augen

Häufig: Rötung der Augen.

Selten: Sehstörungen, Bindehautreizungen.

Atembeschwerden

Selten: Kurzatmigkeit, Keuchen.

Herz-Kreislauf-Beschwerden

Selten: Niederer Blutdruck, Ödeme, Anaphylaxie (Überempfindlichkeitsreaktionen mit Atemnot und Kreislaufversagen).

Nieren und Harnwege

Gelegentlich: akutes Nierenversagen.

Selten: Beschwerden beim Wasserlösen, Blut im Urin.

Störungen des Bewegungsapparates

Selten: Muskelschwäche, Gelenkschmerzen.

Hormonelle Störungen/Stoffwechsel

Selten: Menstruationsstörungen (im Extremfall Ausbleiben der normalen Monatsblutung), Auslösen einer Krise bei Addison-Patienten

sehr selten: Auslösung oder Verschlimmerung einer Porphyrie.

Verfärbung von Körperflüssigkeiten

Rötliche Verfärbung von Körperflüssigkeiten (Urin, Speichel, Tränen, Stuhl, Schweiss).

Wenn Sie eine der oben genannten Nebenwirkungen oder weitere Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie unverzüglich Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Urin, Speichel, Schweiss und Tränen und somit auch weiche Kontaktlinsen (letztere dauerhaft) können sich aufgrund der roten Farbe des Wirkstoffes rötlich verfärben. Sie sollten daher während der Behandlung keine weichen Kontaktlinsen tragen.

Lagerungshinweis

Kapseln in der Originalverpackung, nicht über 30 °C, vor Feuchtigkeit geschützt und ausser Reichweite von Kinder lagern. Nicht einfrieren.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

Nach Beendigung der Behandlung das Arzneimittel mit dem restlichen Inhalt Ihrer Abgabestelle (Arzt oder Apotheker bzw. Ärztin oder Apothekerin) zum fachgerechten Entsorgen bringen.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt, Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Rimactan Kapseln enthalten 150 mg und 300 mg des Wirkstoffs Rifampicinsowie Hilfsstoffe zur Kapselherstellung.

34279 (Swissmedic).

In Apotheken gegen ärztliche Verschreibung, die nur zum einmaligen Bezug berechtigt.

Rimactan Kapseln zu 150 mg: Packungen zu16 und 80 Kapseln.

Rimactan Kapseln zu 300 mg: Packungen zu 8 und 40 Kapseln.

Sandoz Pharmaceuticals AG, Risch; Domizil: Rotkreuz.

Diese Packungsbeilage wurde im Juni 2020 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.

Rimactan contient comme principe actif l'antibiotique rifampicine. Rimactan est utilisé pour le traitement de la tuberculose, toujours en association avec d'autres médicaments agissant contre les agents pathogènes de la tuberculose, ainsi que pour le traitement de la lèpre, en association avec d'autres médicaments.

L'association à d'autres antituberculeux ou antilépreux permet d'éviter que les bacilles tuberculeux ou lépreux deviennent résistants à ces médicaments.

Il ne faut jamais employer Rimactan seul pour le traitement de la tuberculose et de la lèpre. Pour le traitement de la lèpre, il faut utiliser une association de trois médicaments (Multiple Drug Therapy: MDT) pour éviter les résistances au traitement. Note: L'Organisation Mondiale de la Santé (OMS) fournit gratuitement des blisters-calendriers de MDT.

Rimactan est aussi utilisé pour le traitement de certaines infections graves. Il peut également être utilisé pour le traitement préventif de la méningite, p.ex. chez les personnes qui ont été en contact étroit avec des malades.

Rimactan n'est utilisé que sur prescription médicale.

Pour que le traitement soit efficace, il faut impérativement que vous respectiez scrupuleusement les directives posologiques du médecin et que vous n'arrêtiez pas la prise de Rimactan.

Ce médicament vous a été prescrit par votre médecin pour le traitement de votre maladie actuelle. L'antibiotique contenu dans Rimactan n'est pas efficace contre tous les micro-organismes qui provoquent des maladies infectieuses. L'emploi d'un antibiotique mal choisi ou d'une posologie inappropriée peut provoquer des complications. Vous ne devez donc jamais utiliser ce médicament sur votre propre initiative pour le traitement d'autres maladies ou d'autres personnes. En cas de nouvelles infections ultérieures, vous ne devez pas non plus utiliser Rimactan sans avoir de nouveau prescire le médecin.

Remarque particulière: Rimactan a une couleur brun rougeâtre intense. La peau, les larmes, la salive, la sueur et les selles peuvent devenir rougeâtres. Les lentilles de contact souples peuvent garder définitivement une couleur rougeâtre.

En cas d'hypersensibilité connue au principe actif, la rifampicine, à des antibiotiques de la même famille et/ou à l'un des excipients mentionnés dans la composition. Une hypersensibilité se manifeste par exemple par un asthme, des difficultés respiratoires, des troubles circulatoires, un gonflement de la peau (p.ex. urticaire) et des muqueuses ou des éruptions cutanées.

En cas de maladie grave du foie, par exemple jaunisse aiguë.

Si vous avez déjà présenté une hépatite d'origine médicamenteuse.Si vous souffrez de troubles graves de la fonction rénale.

Si vous souffrez d'une inflammation des nerfs dans les membres.

S'il existe un trouble de la formation du sang appelé («porphyrie»).

Si vous êtes traité simultanément par le voriconazole (agent contre les infections fongiques), par certains médicaments pour le traitement d'une infection au VIH (inhibiteurs des protéases tels que: lopinavir, atazanavir, darunavir, fosamprénavir, amprénavir, tipranavir, indinavir; inhibiteurs non nucléosidiques de la transcriptase inverse (INNTI), p.ex. la rilpivirine) ou pour le traitement d'une infection au VHC / hépatite C (p.ex. daclatasvir) ou par l'halothane.

Rimactan ne doit jamais être administré avec l'association de médicaments saquinavir/ritonavir car des lésions hépatiques sévères pourraient en résulter.

Chez le prématuré et le nouveau-né, il ne faut utiliser Rimactan qu'en cas d'urgence extrême, étant donné que chez ces enfants le système des enzymes hépatiques n'est pas encore parfaitement développé.

Réactions d'hypersensibilité

S'il apparaît des réactions d'hypersensibilité aiguës et graves, telles que des symptômes de type grippal, des troubles abdominaux graves ou une diarrhée, des troubles respiratoires, des hémorragies de la peau, des troubles circulatoires, des gonflements de la peau (p.ex. urticaire) et des muqueuses, des rash cutanés, de la fièvre ou autres nouveaux symptômes, veuillez informer immédiatement votre médecin (voir «Quels effets secondaires Rimactan peut-il provoquer?»). Les patients/patientes chez lesquels de tels phénomènes se produisent ne doivent plus jamais être traités par Rimactan ultérieurement.

Diarrhée

S'il apparaît une diarrhée sévère et persistante pendant ou après le traitement par Rimactan, il faut immédiatement consulter votre médecin. Les médicaments inhibant le péristaltisme intestinal (mouvements intestinaux) ne doivent pas être pris.

Interruption du traitement / Reprise d'un traitement

Une reprise éventuelle du traitement ne doit en aucun cas avoir lieu sans consultation médicale, faute de quoi, des effets secondaires sévères peuvent survenir le cas échéant. Dans ce cas, veuillez suivre scrupuleusement les instructions de votre médecin.

Il ne faut pas arrêter le traitement sans l'accord du médecin, faute de quoi il pourrait apparaître des réactions de défense (réactions cutanées, symptômes de type grippal).

Troubles de la fonction hépatique

Rimactan peut provoquer des perturbations de la fonction du foie, des inflammations du foie (hépatites) et des lésions hépatiques graves, exceptionnellement mortelles.

C'est pourquoi votre médecin surveillera soigneusement votre fonction hépatique, en particulier s'il existe les facteurs suivants, qui favorisent les lésions des cellules hépatiques:

  • Age avancé.
  • Maladie hépatique préexistante.
  • Prise concomitante de médicaments toxiques pour le foie.
  • Perturbation de la fonction rénale.
  • Consommation quotidienne d'alcool/abus d'alcool.
  • Mauvais état nutritionnel.
  • Femmes noires ou latino-américaines.

Les signes précoces annonçant une hépatite sont la fatigue, la sensation de faiblesse, le malaise, le manque d'appétit, les nausées ou les vomissements. Les autres signes sont une coloration jaune des yeux (conjonctive) ou de la peau ou une décoloration des selles. S'il apparaît de tels symptômes, il faut immédiatement consulter votre médecin. Avant et pendant le traitement, il faut contrôler la fonction rénale, la fonction hépatique et la numération-formule sanguine.

Troubles de la fonction rénale

Les patientes et les patients qui présentent des perturbations de la fonction rénale ne peuvent prendre Rimactan que sous surveillance médicale stricte. Votre médecin procédera à un contrôle au début du traitement, puis à des intervalles réguliers, de votre fonction rénale, de votre fonction hépatique et de votre formule sanguine.

Diabète

Les patientes et les patients diabétiques doivent être prudents étant donné qu'un traitement par Rimactan rend le contrôle du diabète plus difficile.

Épilepsie

Les patientes et les patients souffrant d'épilepsie doivent faire l'objet d'une surveillance médicale étroite durant le traitement par Rimactan car, chez les épileptiques, la fréquence des crises risque d'augmenter.

Prise de Rimactan avec d'autres médicaments

De très nombreux médicaments (que votre médecin ou votre pharmacien connaît) peuvent perdre de leur efficacité ou provoquer plus d'effets secondaires en cas d'administration simultanée de Rimactan. Veuillez informer votre médecin ou votre pharmacien si vous prenez d'autres médicaments, avez pris récemment d'autres médicaments ou avez l'intention d'en prendre (même en automédication!).

N'utilisez pas ce médicament et informez votre médecin si vous prenez un ou plusieurs des médicaments mentionnés à la rubrique «Quand Rimactan ne doit-il pas être pris?».

Si vous prenez un médicament ou un principe actif des groupes de médicaments suivants, veuillez en informer votre médecin:

  • médicaments destinés au traitement des infections fongiques (p.ex. voriconazole, fluconazole, itraconazole),
  • médicaments destinés au traitement des infections au VIH (p.ex. atazanavir, darunavir, fosamprénavir, lopinavir, tipranavir, saquinavir, rilpivirine) ou des infections au VHC (hépatite C) (p.ex. daclatasvir),
  • certains antibiotiques (p.ex. linézolide, chloramphénicol, clarithromycine, doxycycline),
  • certains médicaments contre l'épilepsie (p.ex. phénytoïne, carbamazépine, acide valproïque, lamotrigine),
  • certains médicaments destinés au traitement du diabète (p.ex. glibenclamide, répaglinide),
  • certains médicaments destinés au traitement des affections cardiaques, des troubles du rythme cardiaque ou de l'hypertension (p.ex. digoxine, propranolol, métoprolol, carvédilol, diltiazem, nifédipine, vérapamil, nimodipine, isradipine, propafénone, lidocaïne, amiodarone, dronédarone, losartan, valsartan),
  • médicaments destinés à fluidifier le sang (p.ex. clopidogrel, prasugrel, phénprocoumone, acénocoumarol, édoxaban, apixaban, rivaroxaban),
  • corticostéroïdes (p.ex. bétaméthasone, dexaméthasone, prednisolone),
  • médicaments contre les dépressions ou contre les troubles psychotiques (p.ex. halopéridol, rispéridone, lurasidone, clozapine, sertindole, aripiprazole, amitriptyline, nortriptyline),
  • analgésiques à action centrale (p.ex. méthadone, morphine, buprénorphine, oxycodone),
  • hormones thyroïdiennes (p.ex. lévothyroxine, liothyronine),
  • médicaments destinés à traiter les taux de graisses sanguines trop élevés (p.ex. atorvastatine, fluvastatine, simvastatine),
  • médicaments contre l'asthme (théophylline),
  • certains médicaments réduisant les défenses immunitaires (p.ex. ciclosporine, azathioprine, tacrolimus),
  • certains tranquillisants (diazépam, midazolam, triazolam, zopiclone, zolpidem),
  • les médicaments contre l'hyperacidité de l'estomac peuvent atténuer l'effet de Rimactan. Il faut donc prendre Rimactan au moins une heure avant un produit destiné à combattre l'hyperacidité gastrique.

Contraception

La prudence est de mise lorsque vous utilisez des contraceptifs oraux (la «pilule»), l'efficacité contraceptive de la pilule étant compromise lors de la prise simultanée avec Rimactan; des méthodes de contraception non hormonales doivent donc être utilisées en pus.

Alcool

Il ne faut pas boire d'alcool pendant le traitement par Rimactan, car cela augmente la probabilité d'effets secondaires, notamment de troubles hépatiques.

Effet sur l'aptitude à la conduite et l'utilisation de machines

En raison des effets secondaires possibles tels que le vertige ou les troubles visuels, Rimactan peut perturber l'aptitude à la conduite automobile ou à l'utilisation de machines. Ce risque est accru en cas de consommation concomitante d'alcool.

Tests de laboratoire

Rimactan peut fausser le résultat de certains tests de laboratoire. Avant qu'un test de laboratoire ne soit effectué, veuillez informer votre médecin que vous prenez Rimactan.

Les capsules de Rimactan contiennent du lactose. Veuillez ne prendre Rimactan capsules qu'après avoir discuté avec votre médecin, lorsque vous savez que vous souffrez d'une intolérance au sucre.Informez votre médecin ou votre pharmacien si vous souffrez d'autres maladies, si vous êtes allergique ou si vous utilisez d'autres médicaments en usage interne ou externe (même en automédication).

Avant le traitement par Rimactan, dites à votre médecin si vous êtes enceinte, envisagez une grossesse ou allaitez Votre médecin déterminera si le bénéfice thérapeutique de Rimactan justifie un risque possible pour l'enfant. En cas de grossesse débutant pendant le traitement, il faut signaler la grossesse au médecin le plus rapidement possible.

Comme Rimactan passe dans le lait maternel, il ne doit être utilisé pendant l'allaitement que lorsque votre médecin considère cela comme nécessaire.

Rimactan doit être pris à jeun, c.à-d. au moins ½ heure avant le repas (habituellement avant le petit-déjeuner et/ou le dîner) avec un peu de liquide.

Traitement de la tuberculose

Adultes et adolescents plus de 12 ans

En fonction du poids corporel, la dose de rifampicine est de 450 à 600 mg 1 fois jour.

Dans certaines situations, votre médecin peut fixer la dose à 450 à 600 mg de rifampicine trois fois par semaine.

Enfants

Posologie: Le médecin prescrira une dose adaptée au poids de l'enfant. Votre médecin définira la durée de traitement nécessaire. Pour obtenir une guérison complète de la tuberculose, vous devez prendre Rimactan pendant toute la durée du traitement, même si vous constatez déjà une amélioration auparavant. Si vous arrêtez trop tôt de prendre Rimactan, les symptômes peuvent réapparaître.

Traitement de la lèpre

En cas de lèpre, Rimactan est habituellement prescrit de la façon suivante, conformément aux recommandations de l'Organisation Mondiale de la Santé:

Adultes

Rifampicine 600 mg 1 fois par mois.

Enfants (10-14 ans)

Rifampicine 450 mg une fois par mois.

Enfants de moins de 10 ans

Le médecin déterminera la posologie optimale.

Pour obtenir une guérison complète de la lèpre, vous devez prendre Rimactan pendant toute la période de traitement, même si vous constatez une amélioration au bout de quelques mois. La durée du traitement par Rimactan peut atteindre 12 mois. Si vous arrêtez prématurément de prendre Rimactan, les symptômes risquent de réapparaître.

Traitements d'autres infections

Adultes et adolescents de plus de 12 ans: 600 à 1200 mg par jour. La dose est habituellement prise en deux fois, matin et soir.

Traitement préventif d'une méningite

Adultes et adolescents de plus de 12 ans: matin et soir respectivement 600 mg pendant 2 jours.

Enfants et adolescents de moins de 12 ans

Le médecin prescrira une dose adaptée au poids de l'enfant. La durée du traitement est fonction de la nature de la maladie.

Vous ne devez jamais suspendre le traitement sans instruction formelle du médecin. Les symptômes de la maladie disparaissent souvent avant la guérison complète de l'infection. Poursuivez le traitement conformément aux instructions de votre médecin même quand vous n'éprouvez plus de symptômes de la maladie. Si la durée de traitement est insuffisante ou si l'arrêt du traitement est prématuré, il peut en résulter une nouvelle flambée de la maladie.

Ne modifiez pas de votre propre initiative la posologie prescrite. Si vous pensez que l'effet du médicament est trop faible ou au contraire trop fort, consultez votre médecin ou pharmacien.

Pendant la prise de Rimactan, on peut noter les effets secondaires suivants:

Définition: très fréquent (concerne plus d'un utilisateur sur 10), fréquent (concerne 1 à 10 utilisateurs sur 100), occasionnel (concerne 1 à 10 utilisateurs sur 1000), rare (concerne 1 à 10 utilisateurs sur 10 000), très rare (concerne moins d'un utilisateur sur 10 000).

Réactions d'hypersensibilité, allergiques et autres

Très fréquent: symptômes de type grippal tels que de la fièvre, des frissons, des maux de tête, des sensations de vertiges et des douleurs osseuses.

Rare: Réactions anaphylactiques (réactions d'hypersensibilité avec dyspnée et défaillance circulatoire), réactions cutanées graves. Consultez immédiatement votre médecin s'il apparaît un gonflement de la peau (par exemple urticaire) et des muqueuses, une éruption cutanée étendue, des rougeurs cutanées, des problèmes respiratoires ou des troubles circulatoires voir aussi «Quelles sont les précautions à observer lors de la prise de Rimactan?»).

Réactions cutanées

Fréquent: Malaise, démangeaisons, avec ou sans éruption cutanée, urticaire.

Rare: Réactions graves d'hypersensibilité avec des réactions cutanées graves potentiellement mortelles qui se manifestent par une éruption cutanée, une rougeur, la formation étendue de vésicules, une desquamation de la peau et une lésion des muqueuses. Elles peuvent être accompagnées de symptômes de type grippal tels que fièvre et ganglions lymphatiques gonflés. Veuillez immédiatement informer votre médecin si un ou plusieurs de ces symptômes se manifestent chez vous.

dermite exfoliative (desquamation de la peau), hémorragies de la peau ponctiformes.

Troubles gastro-intestinaux

Fréquent: Sécheresse de la bouche, un manque d'appétit, des nausées, sensation de réplétion, des vomissements, diarrhée, une accumulation de gaz dans l'intestin.

Rare: Inflammation du pancréas, des maux d'estomac, des douleurs dans le haut du ventre. S'il apparaît une diarrhée sévère et persistante pendant ou après le traitement, il faut immédiatement consulter votre médecin.

Les médicaments inhibant le péristaltisme intestinal (mouvements intestinaux) ne doivent pas être pris.

Troubles hépatiques

Rare: Perturbations de la fonction hépatique, inflammations du foie, jaunisse et lésions hépatiques, exceptionnellement d'évolution mortelle (voir «Quelles sont les mesures de précaution à observer lors de la prise de Rimactan?»). Une inflammation du foie (hépatite) peut se manifester par une fatigue, une faiblesse, un manque d'appétit, une sensation de malaise, des nausées et des vomissements. S'il apparaît de tels symptômes, consultez immédiatement votre médecin.

Anomalies du sang

Rare: Diminution du nombre de plaquettes sanguines (avec ou sans hémorragies cutanées ponctiformes), diminution de globules blancs, anémie. Augmentation ou diminution (très rare) de certains sous-groupes de globules blancs. Des cas isolés de troubles de la coagulation dans les vaisseaux sanguins ont été rapportés.

S'il apparaît des hémorragies cutanées ponctiformes, consultez immédiatement votre médecin. En cas d'hémorragies de la peau, le traitement doit être interrompu après consultation de votre médecin, faute de quoi des hémorragies cérébrales mortelles peuvent survenir.

Troubles psychiatrique et affections du système nerveux

Fréquent: fatigue, somnolence, maux de tête, obnubilation, sensations vertigineuses,

Rare: troubles de la coordination des mouvements, confusion mentale, faiblesse musculaire, convulsions, crises épileptiques, troubles de la mémoire et modifications de la conscience, hallucinations, troubles de l'orientation, sensation d'engourdissement, de picotement, de brûlure ou de faiblesse dans les mains et les pieds.

Yeux

Fréquent: Rougeur des yeux.

Rare: Troubles visuel, conjonctivite.

Troubles respiratoires

Rare: Essoufflement, respiration haletante.

Troubles cardio-vasculaires

Rare: Diminution de la pression artérielle, oedèmes, anaphylaxie (réactions d'hypersensibilité avec dyspnée et s'accompagnant d'une défaillance circulatoire).

Reins et voies urinaire

Fréquent: Défaillance rénale aiguë.

Rare: Difficultés pour uriner, sang dans l'urine.

Troubles de l'appareil locomoteur

Rare: Faiblesse musculaire, douleurs articulaires.

Anomalies hormonales/métaboliques

Rare: Troubles de la menstruation (dans des cas extrêmes, absence des saignements mensuels normaux), induction d'une crise chez les patients atteints de la maladie d'Addison.

Très rare: induction ou aggravation d'une porphyrie.

Coloration des liquides biologiques

Coloration rouge des liquides biologiques (urines, salive, larmes, selles, sueur).

Si vous remarquez des effets secondaires, veuillez en informer votre médecin, votre pharmacien. Ceci vaut en particulier pour les effets secondaires non mentionnés dans cette notice d'emballage.

Comme le principe actif est rouge, les urines, la salive, la sueur et les larmes et, donc, les lentilles de contact souples peuvent prendre une coloration rouge (dans le cas des lentilles, cette coloration est indélébile). C'est pourquoi vous ne devez pas porter de lentilles souples pendant le traitement.

Remarques concernant le stockage

Conserver dans l'emballage original, pas au-dessus de 30 °C, à l'abri de l'humidité et hors de la portée des enfants. Ne pas congeler.

Le médicament ne doit être utilisé que jusqu'à la date imprimée sur l'emballage avec la mention «EXP».

Après la fin du traitement, veuillez rapporter le reste du médicament à votre médecin ou à votre pharmacien, qui se chargera de le détruire correctement.

Pour de plus amples renseignements, consultez votre médecin ou votre pharmacien. Ces personnes disposent de l'information détaillée destinée au corps médical.

Principes actifs

Les capsules contiennent 150 mg et 300 mg de rifampicine.

Excipients

Excipients pour la production de capsules.

34279 (Swissmedic)

En pharmacie, seulement sur ordonnance médicale non renouvelable.

Rimactan capsules à 150 mg: emballages de 16 et 80 capsules.

Rimactan capsules à 300 mg: emballages de 8 et 40 capsules.

Sandoz Pharmaceuticals SA, Risch; domicile: Rotkreuz

Cette notice d'emballage a été vérifiée pour la dernière fois en juin 2020 par l'autorité de contrôle des médicaments (Swissmedic).

Rimactan contiene il principio attivo rifampicina, un antibiotico.

Rimactan va usato per la cura di tuberculosi, sempre in combinazione con altri farmaci efficienti contra i germi di tuberculosi ed anche per la cura combinata di lebbra.

La combinazione di diversi farmaci contro la tubercolosi e la lebbra impedisce che i bacilli della tubercolosi e della lebbra sviluppino resistenza a questi prodotti.

Rimactan non deve quindi essere usato da solo nel trattamento della tubercolosi e della lebbra. Per il trattamento della lebbra una triterapia (Multiple Drug Therapy MDT) è necessaria per prevenire lo sviluppo di resistenza alla terapia. Da notare che confezioni MDT in blister calendario sono disponibili gratuitamente dall'OMS (Organizzazione Mondiale della Sanità).

Rimactan viene impiegato anche nel trattamentocontro certe infezioni gravi, oltre al trattamento preventivo di portatori sani dei germi della meningite (ad esempio persone che sono state in contatto stretto con malati).

Rimactan va usato solo dietro prescrizione del medico.

La condizione per il successo della cura è che le indicazioni di dosaggio prescritte dal medico siano seguite esattamente e l'assunzione di Rimactan non venga interrotta.

Questo farmaco le è stato prescritto dal medico per il trattamento della malattia in corso. L'antibiotico contenuto nel Rimactan non è attivo contro tutti germi che causano malattie infettive. L'applicazione di un antibiotico scelto male o incorrettamente dosato può causare delle complicazioni. Non lo usi quindi di sua iniziativa per altre malattie né per altre persone. Anche in caso di successive infezioni Rimactan non può essere usato senza una nuova prescrizione medica.

Avvertenza speciale: Rimactan ha un intenso colore bruno-rossastro. Pelle, lacrime, saliva, sudore e feci potrebbero quindi anch'esse avere un colore rossastro. Inoltre, le lenti a contatto morbide possono assumere una colorazione rossastra permanente.

In caso di ipersensibilità nota al principio attivo rifampicina, ad antibiotici della stessa famiglia e/o ad una delle sostanze ausiliarie secondo la composizione. L'ipersensibilità si manifesta ad es. con asma, disturbi respiratori, disturbi circolatori, tumefazione della cute (ad es. orticaria) e delle mucose o esantemi della cute.

In caso di gravi patologie epatiche, ad esempio itterizia acuta.

Se già una volta lei ha sviluppato una patologia epatica legata a medicamenti.

Se soffre di una grave patologia funzionale renale.

Se soffre di una nevralgia degli arti.

In presenza della malattia metabolica «porfiria» (disturbi ematici).

Se viene trattato in concomitanza con voriconazolo (medicamenti antifungini), determinati medicamenti per il trattamento dell'infezione da HIV (inibitori della proteasi come: lopinavir, atazanavir, darunavir, fosamprenavir, amprenavir, tipranavir, indinavir; inibitori non nucleosidici della trascrittasi inversa (NNRTI) come ad es. rilpivirina o per il trattamento dell'infezione da HCV/epatite C (ad es. daclatasvir) o alotano.

Rimactan non deve essere mai assunto insieme alla combinazione dei principi attivi saquinavir/ritonavir poiché può causare gravi danni alle cellule epatiche.

Neonati e bambini prematuri possono essere curati con Rimactan solo in casi di estrema urgenza poiché il loro sistema enzimatico epatico non è ancora completamente sviluppato.

Reazioni di ipersensibilità

Se compaiono segni di gravi reazioni di ipersensibilità acute come manifestazioni simil-influenzali, gravi disturbi addominali o diarrea, disturbi respiratori, emorragie della cute, disturbi circolatori, tumefazioni della cute (ad es. orticaria) e delle mucose, esantemi della cute, piressia o altri nuovi segni della malattia, informi immediatamente il suo medico (vedere «Quali effetti collaterali può avere Rimactan?»). I pazienti di entrambi i sessi che manifestano tali sintomi non devono mai più essere trattati con Rimactan.

Diarrea

Se sviluppa diarrea grave e persistente durante o dopo il trattamento con Rimactan, contatti immediatamente il medico. Non devono essere assunti medicamenti che inibiscono i movimenti intestinali.

Interruzione/ripresa del trattamento

L'eventuale ripresa del trattamento non deve in alcun caso avvenire senza aver prima consultato il medico poiché potrebbero eventualmente verificarsi gravi effetti collaterali. In tal caso, segua esattamente le istruzioni del suo medico.

La terapia non deve essere interrotta senza consultare il medico per evitare che si verifichino reazioni di difesa ed effetti collaterali (ad es. reazioni cutanee, sintomi influenzali).

Disturbi della funzionalità epatica

Rimactan può causare disturbi alla funzione epatica, infiammazioni del fegato e danni epatici gravi, che in certi casi potrebbero anche risultare fatali.

Il medico sorveglierà quindi accuratamente la funzione del fegato, specialmente in presenza dei seguenti fattori di rischio di danno epatico:

  • Età avanzata
  • Precedente patologia epatica
  • Simultanea assunzione di medicinali dannosi per il fegato
  • Diminuita funzione renale
  • Consumo giornaliero, specie se eccessivo, di alcol
  • Cattivo stato nutrizionale
  • Donne di origine africana o latinoamericana

I primi segni di una patologia epatica sono un senso di stanchezza, debolezza, malessere generale, inappetenza, nausea o vomito. Ulteriori segni possono essere una colorazione giallastra degli occhi (congiuntiva) o della cute, o feci colorate. Alla comparsa di tali sintomi contattare il medico senza tardare. Prima e durante il trattamento la funzione renale, i valori epatici, ed il quadro ematico andranno accuratamente controllati.

Disturbi della funzionalità renale

I pazienti con patologia funzionale renale devono assumere Rimactan solo se sotto stretto controllo medico. Il medico controllerà la sua funzionalità renale, i valori del fegato e l'emocromo all'inizio del trattamento e successivamente a intervalli regolari.

Diabete

I pazienti diabetici devono rendersi conto che il controllo del diabete durante il trattamento con Rimactan è più difficile.

Epilessia

I pazienti con epilessia devono essere attentamente monitorati da un medico durante il trattamento con Rimactan, poiché gli epilettici possono avere un maggior numero di crisi convulsive.

Assunzione di Rimactan con altri medicamenti

Un elevato numero di medicamenti (di cui il medico o il farmacista sono a conoscenza) possono essere meno efficaci o presentare un maggior numero di effetti collaterali se somministrati in concomitanza a Rimactan. Pertanto, informi il suo medico o il suo farmacista di tutti i medicamenti (anche se acquistati di sua iniziativa) che sta assumendo, che ha recentemente assunto o se intende assumere altri medicamenti.

Non usi questo medicamento e informi il medico se assume uno o più dei medicamenti elencati in «Quando non si può assumere Rimactan?».

Informi il medico se sta assumendo un medicamento o una sostanza attiva dei gruppi di medicamenti seguenti:

  • medicamenti per il trattamento delle infezioni fungine (ad es. voriconazolo, fluconazolo, itraconazolo);
  • medicamenti per il trattamento delle infezioni da HIV (ad es. atazanavir, darunavir, fosamprenavir, lopinavir, tipranavir, saquinavir, rilpivirina) o infezioni da HCV (epatite C) (ad es. daclatasvir);
  • determinati antibiotici (ad es. linezolid, cloramfenicolo, claritromicina, doxiciclina);
  • determinati medicamenti per l'epilessia (ad es. fenitoina, carbamazepina, acido valproico, lamotrigina);
  • determinati medicamenti per il trattamento del diabete (ad es. glibenclamide, repaglinide);
  • alcuni medicamenti per il trattamento di patologie cardiache, aritmia cardiaca o ipertensione (ad es. digossina, propranololo, metoprololo, carvedilolo, diltiazem, nifedipina, verapamil, nimodipina, isradipina, propafenone, lidocaina, amiodarone, dronedarone, losartan, valsartan);
  • medicamenti che fluidificano il sangue (ad es. clopidogrel, prasugrel, fenprocumone, acenocumarolo edoxaban, apixaban, rivaroxaban);
  • corticosteroidi (ad es. betametasone, desametasone, prednisolone);
  • medicamenti per la depressione o per disturbi psicotici (ad es. aloperidolo, risperidone, lurasidone, clozapina, sertindolo, aripiprazolo, amitriptilina, nortriptilina);
  • antidolorifici ad azione centrale (ad es. metadone, morfina, buprenorfina, ossicodone);
  • ormoni tiroidei (ad es. levotiroxina, liotironina);
  • medicamenti usati per trattare livelli elevati di lipidi nel sangue (ad es. atorvastatina, fluvastatina, simvastatina);
  • antiasmatici (teofillina);
  • determinati medicamenti per la riduzione delle difese immunitarie (ad es. ciclosporina, azatioprina, tacrolimus);
  • determinati calmanti (diazepam, midazolam, triazolam, zopiclone, zolpidem);
  • i medicamenti per l'acidità di stomaco possono rendere Rimactan meno efficace. Pertanto, Rimactan deve essere assunto almeno 1 ora prima di un preparato per l'acidosi gastrica.

Contraccezione

Si deve usare cautela quando si usano contraccettivi orali (la «pillola»), poiché l'assunzione concomitante di Rimactan può compromettere l'efficacia contraccettiva della pillola; pertanto, devono essere utilizzati anche altri metodi contraccettivi non ormonali.

Alcol

Non dovrebbe consumare alcol durante il trattamento con Rimactan, poiché ciò aumenta la possibilità di effetti collaterali, in particolare disturbi al fegato.

Effetti sulla capacità di condurre veicoli e sull'impiego di macchine

Rimactan può compromettere la capacità di partecipare attivamente alla circolazione stradale e di impiegare macchine a causa di possibili effetti collaterali come ad es. vertigine o disturbi della vista. Ciò vale ancora di più in combinazione con l'alcol.

Esami di laboratorio

Rimactan può alterare i risultati di alcuni test di laboratorio. Pertanto, informi il medico che sta assumendo Rimactan prima di eseguire un test di laboratorio.

Le capsule di Rimactan contengono lattosio. Se soffre di intolleranza verso alcuni zuccheri, contatti il medico prima di assumere Rimactan capsule. Informi il suo medico o il suo farmacista, nel caso in cui soffre di altre malattie, soffre di allergie o assume altri medicamenti (anche se acquistati di sua iniziativa) o li applica esternamente.

Prima di iniziare il trattamento con Rimactan, informi il medico se è incinta, sta pianificando una gravidanza o se sta allattando. Il medico deciderà se i benefici terapeutici di Rimactan giustificano un possibile rischio per il bambino. Se rimane incinta durante il trattamento, informi il medico il prima possibile.

Poiché passa nel latte materno, Rimactan deve essere usato durante l'allattamento solo se il medico lo ritiene inevitabile.

Rimactan deve essere assunto a stomaco vuoto, almeno mezzora prima di un pasto (di solito prima della colazione e/o della cena) con un po' di liquido.

Trattamento della tubercolosi

Adulti e adolescenti oltre i 12 anni

A seconda del peso corporeo, la dose è di 450–600 mg di rifampicina 1 volta al giorno.

In alcune situazioni il medico può inoltre fissare la dose a 450–600 mg di rifampicina tre volte a settimana.

Bambini

Dosaggio: Il medico ordinerà una dose in funzione del peso del bambino.

Il medico stabilirà la durata necessaria del trattamento. Per ottenere una guarigione completa della tubercolosi, è necessario assumere Rimactan per l'intero periodo di trattamento, anche se nota un miglioramento già in precedenza. Se interrompe il trattamento con Rimactan troppo presto, i sintomi potrebbero ripresentarsi.

Trattamento della lebbra

Nella lebbra, Rimactan sarà di regola somministrato secondo le raccomandazioni dell'Organizzazione Mondiale della Sanità, come segue:

Adulti

Rifampicina 600 mg 1x al mese.

Bambini (10-14 anni)

Rifampicina 450 mg 1x al mese.

Bambini sotto i 10 anni

Il medico deciderà quale può essere il dosaggio ottimale.

Per ottenere una guarigione completa dalla lebbra bisognerà continuare a prendere Rimactan per tutto il periodo di trattamento anche se si nota un miglioramento già dopo alcuni mesi. Probabilmente la durata del trattamento con Rimactan sarà di 12 mesi. Se si interrompe il trattamento troppo presto, i sintomi possono di nuovo ripresentarsi.

Trattamento di altre infezioni

Adulti e adolescenti oltre i 12 anni: da 600 a 1200 mg al giorno. La dose è solitamente suddivisa in 2 assunzioni, ossia una al mattino e una alla sera.

Trattamento preventivo della meningite

Adulti e adolescenti oltre i 12 anni: 600 mg mattina e sera per 2 giorni.

Bambini e adolescenti al di sotto dei 12 anni: Il medico prescriverà una dose adeguata al peso del bambino. La durata del trattamento dipende dal tipo di malattia.

Senza precisa direttiva del medico il trattamento non va interrotto in alcun caso. I sintomi della malattia spesso scompaiono prima che l'infezione sia completamente guarita. Continuare ancora il trattamento secondo le direttive del medico anche se non si notano più sintomi della malattia. Una durata d'applicazione insufficiente o un'interruzione troppo precoce del trattamento possono causare un nuovo attacco di malattia.

Non cambiare di propria iniziativa il dosaggio prescritto. Se si pensa che il farmaco agisca troppo o troppo poco, consultare il medico o il farmacista.

Durante un trattamento con Rimactan potrebbero manifestarsi i seguenti effetti collaterali:

Definizione: molto comune (riguarda più di 1 utilizzatore su 10), comune (riguarda da 1 a 10 utilizzatori su 100), non comune (riguarda da 1 a 10 utilizzatori su 1000), raro (riguarda da 1 a 10 su 10'000 utilizzatori), molto raro (riguarda meno di 1 utilizzatore su 10'000).

Reazioni allergiche e altre reazioni d'ipersensibilità

Molto comune: sintomi simil-influenzali come piressia, brividi, cefalea, capogiri e dolore osseo.

Raro: reazioni anafilattiche (reazioni d'ipersensibilità con dispnea e insufficienza circolatoria).

forti reazioni cutanee. Consultare subito il medico alla comparsa di gonfiore della pelle (ad esempio orticaria) e delle mucose, di estese eruzioni cutanee, arrossamento cutaneo, difficoltà respiratorie o disturbi circolatori (vedere anche «Quando è richiesta prudenza nella somministrazione di Rimactan?»).

Reazioni cutanee

Comune: Sensazione di calore, prurito con o senza eruzioni cutanee, orticaria.

Raro: Gravi reazioni di ipersensibilità con reazioni cutanee gravi, potenzialmente pericolose per la vita, che si manifestano come eruzione cutanea, arrossamento, formazione di vescicole estese e desquamazione della pelle e delle mucose. Inoltre, possono manifestarsi sintomi simil-influenzali come febbre e linfonodi ingrossati. Informi il medico se manifesta uno o più di questi sintomi.

Dermatite esfoliativa (desquamazione della cute), emorragie della cute puntiforme.

Disturbi gastrointestinali

Comune: Secchezza della bocca, inappetenza, nausea, sensazione di gonfiore, vomito, diarrea, formazione di gas intestinali.

Raro: Pancreatite, dolori gastrici, disturbi epigastrici. Nel caso di forte e continua diarrea durante o dopo il trattamento consultare subito il medico.

Si sconsiglia l'assunzione di medicinali che inibiscono la peristalsi intestinale (movimento intestinale).

Malattie epatiche

Raro: Disturbi nella funzione epatica, epatite, itterizia e altri danni al fegato, talvolta con esito letale (vedere «Quando la somministrazione di Rimactan richiede prudenza?») Segni di disturbi epatici possono essere: senso di stanchezza e di debolezza, inappetenza, malessere generalizzato, nausea e vomito. Alla comparsa di tali sintomi contattare subito il medico.

Alterazioni ematiche

Raro: Bassa quantità di piastrine (con o senza emorragie cutanee localizzate), diminuzione dei globuli bianchi, anemia. Aumento o riduzione (molto raramente) di determinati sottogruppi di globuli bianchi. Sono stati riportati casi isolati di disturbi della coagulazione dei vasi sanguigni.

Consultare subito il medico se si osservano delle emorragie cutanee localizzate. In caso di emorragie della cute, il trattamento deve essere interrotto dopo aver consultato il medico, altrimenti potrebbero verificarsi emorragie cerebrali fatali.

Malattie psichiatriche e malattie del sistema nervoso

Comune: Senso di stanchezza, sonnolenza, emicrania, stordimento, vertigini.

Raro: Disturbi di coordinazione motoria, confusione, debolezza muscolare, crampi, crisi epilettica, disturbi di memoria e alterazioni della conoscenza, allucinazioni, disturbi d'orientamento, torpore, irritazione, sensazione di eccitazione o debolezza al mani e piedi.

Occhi

Comune: Arrossamento degli occhi.

Raro: Disturbi visi, congiuntivite.

Disturbi respiratori

Raro: Dispnea, respiro ansimante.

Disturbi cardiocircolatori

Raro: Ipotensione, edema, reazioni anafilattiche (reazioni di ipersensibilità con dispnea e insufficienza circolatoria).

Reni e vie urinarie

Non comune: insufficienza renale acuta.

Raro: Disturbi nella minzione, sangue nelle urine.

Disturbi dell'apparato motorio

Raro: Debolezza muscolare, dolori articolari.

Disturbi ormonali e del metabolismo

Raro: Disturbi mestruali (in casi estremi, l'assenza di sanguinamento mestruale normale), innesco di una crisi nei pazienti di Addison.

Molto raro: Innesco o esacerbazione della porfiria.

Colorazione dei liquidi biologici

Colorazione rossastra di liquidi biologici (urina, saliva, lacrime, feci, sudore).

Se osserva effetti collaterali, si rivolga al suo medicoo farmacista, soprattutto se si tratta di effetti collaterali non descritti in questo foglietto illustrativo.

Urina, salvia, sudore e lacrime, ma anche lenti a contatto flessibili (a lunga durata) possono, a causa del colore rosso di principio attivo, prendere un colore rossastro. E'meglio quindi non portare lenti a contatto flessibili durante il trattamento.

Indicazione di stoccaggio

Conservare nella confezione originale, non al di sopra di 30 °C, al riparo dall'umidità e fuori dalla portata dei bambini. Non congelare.

Il medicinale va utilizzato non oltre la data marcata con «EXP» sulla confezione.

Dopo la fine del trattamento, il medicinale che rimane va restituito al medico o al farmacista che se occuperanno della sua eliminazione in modo adeguato.

Il medico o il farmacista sono in possesso di documentazione dettagliata e specializzata e possono fornire ulteriori informazioni.

Principi attivi

Rimactan capsule contengono 150 mg e 300 mg di rifampicina.

Sostanze ausiliarie

Eccipienti per la produzione di capsule.

34279 (Swissmedic)

In farmacia dietro presentazione della prescrizione medica non rinnovabile.

Rimactan capsule da 150 mg: confezioni da 16 e 80 capsule.

Rimactan capsule da 300 mg: confezioni da 8 e 40 capsule.

Sandoz Pharmaceuticals S.A., Risch; domicilio: Rotkreuz

Questo foglietto illustrativo è stato controllato l'ultima volta nel giugno 2020 dall'autorità competente in materia di medicamenti (Swissmedic).

Wirkstoff

Rifampicinum.

Hilfsstoffe

Excipiens pro capsula.

Kapseln zu 150 mg und 300 mg Rifampicin.

Mykobakterielle Infektionen

Tuberkulose: Die Tuberkulose stellt das Hauptanwendungsgebiet für Rimactan dar. Rimactan muss immer mit anderen Tuberkulosemitteln kombiniert werden.

Hinweis: Vor Beginn der Behandlung sollten die in der Schweiz geltenden aktuellen Empfehlungen zur Behandlung der Lungentuberkulose inklusive aktueller Daten zur Resistenzlage beachtet werden.

Diese sind z.B. im Internet abrufbar unter:

http://www.tbinfo.ch (gemeinsame Empfehlung der Lungenliga Schweiz und des Bundesamtes für Gesundheit)

Lepra: In Kombination mit Dapson und Clofazimin zur Behandlung der multibazillären Lepraformen (lepromatöse [LL], borderline-lepromatöse [BL] und borderline-Lepra [BB] [Klassifikation nach Ridley und Jopling]).

Eine «multidrug»-Therapie (MDT) ist notwendig, um das Aufkommen resistenter Stämme von M. leprae zu verhindern.

Quelle: WHO Guidelines for the Diagnosis, Treatment and Prevention of Leprosy

Zu beachten ist, dass die Kalender Blisterpackung zur MDT von der WHO gratis erhältlich ist. In Kombination mit Dapson zur Behandlung der paucibazillären Lepraformen (tuberkuloide [TT], Borderline-tuberkuloide [BT] Lepra).

Nicht-mykobakterielle Infektionen

Gegen nicht-mykobakterielle Infektionen, z.B. Staphylokokken-Infektionen, soll Rimactan nur eingesetzt werden:

  • bei Resistenz der Keime gegenüber den erstrangigen, normalerweise wirksamen Antibiotika;
  • bei nachgewiesener Empfindlichkeit der Keime auf Rifampicin;
  • in Kombination mit anderen Antibiotika/Chemotherapeutika, auf welche die Keime empfindlich sind;
  • nach Ausschluss von Tuberkulose und Lepra.

Brucellose: In Kombination mit einem Tetracyclin, z.B. Doxycyclin.

Meningokokken-Meningitis-Prophylaxe: Prophylaktische Anwendung bei Personen nach engem Kontakt (z.B. im Haushalt, Kinderkrippen, Schulen, Massenunterkünften) mit einem an Meningokokken-Meningitis erkrankten Patienten. Die Reduktion/Eliminierung der Keime (Neisseria meningitidis) aus dem Nasopharynx vermag das bei diesen Kontaktpersonen signifikant erhöhte Infektionsrisiko zu senken.

Angesichts der Möglichkeit einer raschen Resistenzentwicklung der Keime ist auf etwaige erste Zeichen einer manifesten Infektion speziell zu achten.

Rimactan darf nicht zur Behandlung einer manifesten Meningokokken-Meningitis verwendet werden (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Um eine optimale Resorption zu gewährleisten, sollte Rimactan vorzugsweise nüchtern, mindestens ½ h vor einer Mahlzeit eingenommen werden.

Mykobakterielle Infektionen

Tuberkulose

Erwachsene und Jugendliche über 12 Jahre:

10 (8-12) mg/kg pro Tag in einer Einzeldosis, maximale Tagesdosis 600 mg,

oder 10 (8-12) mg/kg dreimal pro Woche, maximale Tagesdosis 600 mg

Kinder und Säuglinge:

15 (10–20) mg/kg pro Tag, maximale Tagesdosis 600 mg.

Die Behandlung von Kindern im Alter von 0-3 Monaten erfordert eine individuelle Anpassung der Dosis.

Maximal zulässige Tagesdosis: 600 mg.

Rimactan muss immer mit anderen Tuberkulosemitteln kombiniert werden. Vor Beginn der Behandlung sollten die in der Schweiz geltenden aktuellen Empfehlungen zur Behandlung der Lungentuberkulose inklusive aktueller Daten zur Resistenzlage beachtet werden.

Lepra

Bei Lepra wird Rifampicin (in Kombination mit Dapson und Clofazimin für die Behandlung multibazillärer Lepraformen bzw. in Kombination mit Dapson für die Behandlung paucibazillärer Lepraformen) wie folgt verschrieben.

Für die Behandlungsdauer und Dosierung der Begleitmedikationen sind die jeweils gültigen Fassungen der WHO-Empfehlungen zu Rate zu ziehen.

Erwachsene

Rifampicin 600 mg 1× pro Monat unter Überwachung.

Kinder (10–14 Jahre)

Rifampicin 450 mg 1× pro Monat unter Überwachung.

Kinder <10 Jahre

Die Dosis sollte nach Bedarf angepasst werden, z.B.:

Rifampicin 10 mg/kg 1× pro Monat unter Überwachung.

Nicht-mykobakterielle Infektionen

Infektionen durch grampositive oder gramnegative Keime, die empfindlich gegenüber Rifampicin sind.

In Kombination mit anderen Antibiotika/Chemotherapeutika:

Erwachsene und Jugendliche über 12 Jahre: 600–1200 mg täglich auf 2 Einzelgaben verteilt.

Kleinkinder und Kinder: 10–20 mg/kg KG pro Tag. Die maximale Tagesdosis beträgt 450 mg während einer chronischen Behandlung.

Brucellose

Erwachsene: 600 - 900 mg Rimactan pro Tag als einmalige morgendliche Gabe auf nüchternen Magen, dazu 200 mg Doxycyclin pro Tag als einmalige Gabe am Abend zusammen mit einer Mahlzeit.

Kinder über 8 Jahre: Rifampicin: 10 – 20 mg/kg pro Tag in 1 oder 2 Einzeldosen, ohne Überschreitung der Erwachsenendosis (900 mg/Tag), dazu Doxycyclin: 4 mg/kg/Tag in 1 Einzeldosis ohne Überschreitung der Erwachsenendosis.

Kinder unter 8 Jahre: Rifampicin: 10 -20 mg/kg pro Tag in 1 oder 2 Einzeldosen, ohne Überschreitung der Erwachsendosis (900 mg/Tag) + Trimethoprin (6-8 mg/kg/Tag + Sulfamethoxazol (30 -40 mg/kg/Tag) oral in 1 oder 2 Einzeldosen.

Behandlungsdauer: 6 Wochen.

Meningokokken-Meningitis-Prophylaxe

Erwachsene und Jugendliche über 12 Jahren mit einem Gewicht von über 60 kg: Zweimal täglich 600 mg in 12-stündigem Abstand während 2 Tagen.

Kleinkinder ab 1 Monat, Kinder bis zu 12 Jahren und Jugendliche über 12 Jahre, aber mit einem Gewicht von unter 60 kg: 10 mg/kg KG: zweimal täglich im Abstand von 12 h während 2 Tagen ohne Überschreitung der Erwachsenendosis.

Säuglinge unter einem Monat: 5 mg/kg, 2 mal täglich, im Abstand von jeweils 12 Stunden, für die Dauer von 2 Tagen.

Nach dem Kontakt mit einer infizierten Person ist mit der prophylaktischen Behandlung so schnell wie möglich zu beginnen.

Spezielle Dosierungsanweisungen

Niereninsuffizienz: Eine Anpassung der Dosierung ist im Allgemeinen nicht erforderlich, sofern die Leberfunktion normal ist. Bei einer schweren Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance <25 ml/min) ist Rimactan kontraindiziert.

Leberinsuffizienz: Im Falle einer leichten Leberinsuffizienz kann die Behandlung vorsichtig fortgesetzt werden, sofern die Dosis von Rimactan reduziert wird. Eine regelmässige Kontrolle der Serumspiegel von Rifampicin und den Leberenzymen muss in Betracht gezogen werden.

  1. Bei einer schweren Leberinsuffizienz ist die Behandlung mit Rimactan kontraindiziert.

Bekannte Überempfindlichkeit gegen Rifamycine (wie z.B. Rifampicin) oder einen der Hilfsstoffe gemäss Zusammensetzung sowie medikamentös bedingte Hepatitis in der Anamnese; akute Leberkrankheiten jeglicher Genese; Zirrhose; periphere Neuritis; Porphyrie.

Bei Patienten mit einer Kreatinin-Clearance <25 ml/min sollte Rimactan nicht verwendet werden.

Die Komedikation von Rimactan ist für eine Reihe von Substraten für Enzyme des Fremdstoffmetabolismus und für eine Reihe von Arzneimitteltransporter kontraindiziert (siehe «Interaktionen»). Bei gleichzeitiger Anwendung von Rimactan besteht durch Verringerung der Plasmaspiegel dieser Arzneimittel ein erhöhtes Risiko für Verlust der Wirksamkeit (siehe auch «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen» und «Interaktionen»). Dies gilt zum Beispiel für:

  • Bestimmte antifungale Wirkstoffe wie Voriconazol
  • bestimmte antivirale Wirkstoffe gegen HCV / Hepatitis C wie z.B. Daclatasvir;
  • Proteaseinhibitoren wie z.B. Lopinavir, Atazanavir, Darunavir, Fosamprenavir, Amprenavir, Tipranavir.
  • NNRTI (Nicht-Nukleosidaler Reverse-Transkriptase-Inhibitor) wie z.B. Rilpivirin
  • Diese Nennungen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

In einer experimentellen Studie hat sich die gleichzeitige Behandlung mit den drei Wirkstoffen Rifampicin, Saquinavir und Ritonavir als besonders lebertoxisch erwiesen. Daher darf auch Rimactan nie zusammen mit Saquinavir/Ritonavir gleichzeitig angewendet werden (siehe «Interaktionen»).

Kombination mit Halothan, aufgrund einer Erhöhung der Lebertoxizität.

Resistenz

Um das Aufkommen resistenter Keime zu verhindern, muss Rifampicin zur Infektionsbehandlung immer mit anderen Antibiotika/Chemotherapeutika kombiniert werden, ausser bei der Vorbeugung von Meningokokken-Erkrankung.

Meningokokken-Meningitis-Prophylaxe

Wegen möglicher Resistenzentwicklung der Keime sind die prophylaktisch behandelten Kontaktpersonen sorgfältig zu überwachen; auf etwaige Zeichen einer manifesten Infektion ist speziell zu achten.

Rimactan darf nicht zur Behandlung einer manifesten Meningokokken-Infektion verwendet werden.

Überempfindlichkeitsreaktionen

Überempfindlichkeitsreaktionen sind möglich, wie beispielsweise Thrombozytopenie, Purpura, hämolytische Anämie, Dyspnoe und Asthma-Anfälle, Schock oder Niereninsuffizienz (unerwünschte Nebenwirkungen, die Rifampicin in Ausnahmefällen verursachen kann). Bei Patienten, bei denen derartige Komplikationen auftreten, muss die Behandlung mit Rimactan sofort abgebrochen werden und sie dürfen nie wieder mit Rifampicin behandelt werden

Bei einer Therapie mit Rifampicin wurden schwere systemische Überempfindlichkeitsreaktionen beobachtet, auch mit tödlichem Verlauf, wie das medikamentös bedingte Überempfindlichkeitssyndrom DRESS (Drug Reaction with Eosinophilia and Systemic Symptoms), AGEP (Acute Generalised Exenthematous Pustulosis) oder SJS/TEN (Stevens Johnson Syndrom/Toxic Epidermal Necrolysis) (siehe «Unerwünschte Wirkungen»).

Wenn Anzeichen oder Symptome von SJS oder TEN auftreten (z.B. progressiv verlaufende Hautausschläge, häufig mit Blasenbildung oder Schleimhautläsionen), muss der Patient angewiesen werden, umgehend den behandelnden Arzt aufzusuchen. Zu beachten ist dabei, dass erste Hinweise auf eine Überempfindlichkeit, wie beispielsweise Fieber, geschwollene Lymphknoten oder positive Laborbefunde (wie eine Eosinophilie oder Anomalien bei den Leberwerten), bereits vorliegen können, selbst wenn sich noch keine Hautreaktion beobachten lässt. Der Patient muss angewiesen werden, umgehend seinen Arzt aufzusuchen, sobald er entsprechende Anzeichen oder Symptome feststellt. Rimactan muss abgesetzt werden, sofern für diese Anzeichen und Symptome keine andere Ursache festgestellt werden kann.

Hepatotoxizität

Der Wirkstoff von Rimactan kann Leberfunktionsstörungen, Leberentzündungen und schwere Leberschäden verursachen, in Einzelfällen mit tödlichem Verlauf. Daher ist bei der Behandlung mit Rimactan Vorsicht geboten und eine strenge medizinische Überwachung erforderlich. Die Leberfunktion (insbesondere AST und ALT) muss bei Behandlungsbeginn und später alle 2 bis 4 Wochen kontrolliert werden. Treten Anzeichen einer Leberzellschädigung auf, muss die Behandlung abgebrochen werden.

Insbesondere sollten Patienten mit bekannten Risikofaktoren sorgfältig überwacht werden. Bisher bekannte Risikofaktoren sind insbesondere:

  • Alter (das Risiko steigt schon ab einem Alter von 35 auf das Vierfache, ab 50 Jahren auf das achtfache gegenüber jüngeren Patienten).
  • Vorbestehende Lebererkrankungen.
  • Gleichzeitige Einnahme leberschädigender Arzneimittel.
  • Beeinträchtigte Nierenfunktion.
  • Chronischer Alkoholkonsum/Alkoholüberkonsum.
  • Schlechter Ernährungszustand.
  • Schwarze oder lateinamerikanische Frauen.

Ein einzelner Bericht von mässig erhöhtem Bilirubin und/oder Transaminasen allein ist kein Grund, die Therapie abzubrechen, da sich diese Werte im Allgemeinen nach einem anfänglichen Anstieg wieder normalisieren. Jedoch müssen die Werte engmaschig kontrolliert werden. Eine Entscheidung sollte daher erst nach wiederholter Bestimmung der Werte gefällt werden. Dabei sollten zeitlicher Verlauf und Schweregrad in Zusammenhang mit dem klinischen Zustand des Patienten berücksichtigt werden. Die Patienten sind in jedem Fall auf frühe Warnzeichen einer Hepatitis – wie Müdigkeit, Schwächegefühl, Unwohlsein, Appetitlosigkeit, Übelkeit oder Erbrechen – sowie spätere Zeichen wie Ikterus und entfärbter Stuhl aufmerksam zu machen und aufzufordern, bei Auftreten solcher Symptome umgehend den Arzt aufzusuchen.

In einzelnen Fällen kann Hyperbilirubinämie durch Kompetition der biliären Exkretion von Bilirubin durch Rifampicin auftreten (siehe auch «Unerwünschte Wirkungen»).

Intermittierende Therapie

Da das hauptsächlich bei intermittierender Therapie auftretende grippeähnliche Flu-Syndrom (siehe «Unerwünschte Wirkungen») vorzeichen schwerwiegender Komplikationen wie Thrombozytopenie, Purpura, hämolytische Anämie, Dyspnoe und asthmaartige Anfälle, Schock und Nierenversagen sein kann, ist bei dessen Auftreten ein Umstellen auf tägliche Therapie zu erwägen. Bei stärker ausgeprägtem «Flu-Syndrom» muss stets auf tägliche Therapie umgestellt werden, und beim Auftreten der genannten schwerwiegenden Symptome ist das Präparat sofort und für immer abzusetzen.

Bei Umstellen von intermittierender auf tägliche Therapie muss einschleichend dosiert werden. Man beginnt mit etwa 75–150 mg am ersten Tag. Die gewünschte therapeutische Dosis sollte innerhalb von 3–4 Tagen erreicht sein. Während dieser Zeit ist die Nierenfunktion des Patienten sorgfältig zu überwachen.

Patienten sollten darauf hingewiesen werden, die Therapie nicht zu unterbrechen, um immunologische Reaktionen oder andere unerwünschten Wirkungen zu vermeiden, welche mit intermittierender Dosierung (weniger als 2–3 Dosen pro Woche) auftreten könnten (siehe «Unerwünschte Wirkungen»).

Therapieunterbruch

Da die Wiederaufnahme der Therapie nach einem Unterbruch oder unregelmässiger Einnahme von Rimactan schwerwiegende unerwünschte Wirkungen auslösen kann, sollte beides möglichst vermieden werden. Ist ein Unterbruch unvermeidlich, so muss Rifampicin unter sorgfältiger Überwachung einschleichend dosiert werden (siehe «Intermittierende Behandlung»). Die gewünschte therapeutische Dosis sollte am 3. – 4. Tag

erreicht sein.

Auftreten von Diarrhö

Auftreten von Diarrhö während oder nach der Behandlung mit Rimactan, besonders wenn diese schwer, anhaltend und/oder blutig verläuft, kann ein Symptom einer Erkrankung durch Clostridium difficile sein. Die schwerste Verlaufsform davon ist die pseudomembranöse Kolitis.

Peristaltikhemmende Arzneimittel sind bei Auftreten von starkem Durchfall kontraindiziert. Urin, Schweiss, Sputum, Tränen und damit auch weiche Kontaktlinsen (letztere dauerhaft) können sich rötlich verfärben.

Laboruntersuchungen

Bei Aufnahme der Behandlung und danach sollten in regelmässigen Abständen Leberenzymwerte, Blutbild, Thrombozytenzahl, Bilirubin und Serumkonzentration von Kreatinin bestimmt werden. Das Auftreten einer Thrombozytopenie (mit oder ohne Purpura) ist reversibel, wenn die Therapie sofort nach Auftreten der Purpura abgesetzt wird. Andernfalls ist mit cerebralen Hämorrhagien mit möglicherweise fatalem Verlauf zu rechnen.

Bei einem Transaminasenanstieg von mehr als 100 U/l in Verbindung mit einem Bilirubinanstieg muss an eine Leberschädigung gedacht werden und die Unterbrechung der Behandlung muss in Betracht gezogen werden.

Rifampicin kann die biliäre Ausscheidung von Röntgen-Kontrastmitteln zur Abbildung der Gallenblase verzögern.

Mikrobiologische Verfahren zur Bestimmung der Plasmakonzentration von Folsäure und Vitamin B12 sind während der Behandlung mit Rifampicin nicht anwendbar.

Da bei Patienten, die mit Rifampicin behandelt werden, von einer Kreuzreaktivität mit falsch positiven Urin-Screeningtestergebnissen für Opiate berichtet wurde, insbesondere bei Verwendung der KIMS-Screeningmethode (kinetische Wechselwirkung von Mikropartikeln in einer Lösung), wird empfohlen, die Ergebnisse durch weitere Untersuchungen wie beispielsweise Gaschromatographie/Massenspektrometrie zu überprüfen.

Die Metabolisierung von endogenen Substraten wie Nebennierenhormonen, Thyroxin und Vitamin D kann sich infolge der enzyminduzierenden Eigenschaften von Rifampicin erhöhen.

Diabetes mellitus

Rimactan ist bei Patienten mit Diabetes mellitus mit Vorsicht anzuwenden, da die richtige Einstellung des Diabetikers schwierig wird.

Porphyrie

Rifampicin darf bei Patienten mit Porphyrie wegen seiner enzyminduzierenden Wirkung nicht verwendet werden, da die Aktivierung der Delta-Aminolaevulinsäure-Synthetase zu akuter Manifestation der Porphyrie führen kann (siehe «Kontraindikationen»).

Koagulopathie

Unter Behandlung mit Rifampicin können eine Vitamin-K abhängige Koagulopathie und schwere Blutungen auftreten. Es wird empfohlen Patienten auf das Auftreten einer Koagulopathie zu überwachen, insbesondere Patienten mit einem Blutungsrisiko. Falls erforderlich sollte eine Supplementierung von Vitamin K in Betracht gezogen werden (Vitamin-K-Mangel, Hypoprothrombinämie).

Alkohol

Patienten, die mit Rimactan behandelt werden, dürfen keinen Alkohol zu sich nehmen.

Früh- und Neugeborene

Eine Behandlung von Früh- und Neugeborenen darf nur in Notfällen und mit äusserster Vorsicht erfolgen, da bei ihnen das Leberenzymsystem noch nicht vollständig ausgebildet ist.

Medikamentöse Wechselwirkungen:

Die Gabe von Rifampicin kann die Wirksamkeit von bestimmten gleichzeitig verabreichten Arzneimitteln verändern und/oder unerwünschte Wirkungen verursachen.

Rifampicin ist ein hochwirksamer Induktor des Cytochrom-P450-Systems und kann die Metabolisierung gleichzeitig verabreichter Arzneimittel erhöhen, was zu subtherapeutischen Plasmakonzentrationen und der Wirkungslosigkeit dieser Arzneimittel führt.

Die Arzneimittel, die über diese Metabolisierung abgebaut werden, dürfen nur dann zusammen mit Rimactan verabreicht werden, wenn die Möglichkeit besteht, ihre Plasmakonzentration bzw. ihre klinischen Reaktionen/unerwünschten Wirkungen zu kontrollieren und die Dosis entsprechend anzupassen (siehe «Interaktionen»).

Ebenso können sich einige Medikamente auf die Metabolisierung von Rifampicin auswirken. Arzneimittel, die in Kombination mit Rifampicin kontraindiziert sind oder deren Anwendung nicht oder nur mit Vorsicht empfohlen wird, sind in den Rubriken «Kontraindikationen» und «Interaktionen» aufgelistet.

Die Patienten sollten darauf hingewiesen werden, dass sie keine anderen Arzneimittel ohne vorherigen ärztlichen Rat einnehmen dürfen.

Warfarin

Bei gleichzeitiger Verabreichung von Warfarin und Rimactan ist der INR-Wert während der Behandlung mit Rimactan und 2-3 Wochen lang danach engmaschig zu kontrollieren. Die Warfarin-Dosis ist entsprechend anzupassen. Nach der Behandlung mit Rimactan besteht ein Risiko für schwere Blutungen, wenn die Warfarin-Dosis nicht entsprechend angepasst wird (siehe «Interaktionen»).

Kontrazeption

Um der Möglichkeit einer Schwangerschaft während der Behandlung mit Rifampicin vorzubeugen, sind zusätzliche nichthormonale empfängnisverhütende Massnahmen anzuwenden (siehe «Interaktionen»).

Rimactan Kapseln enthalten Lactose. Patienten mit der seltenen hereditären Galactoseintoleranz, völligem Lactasemangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten dieses Arzneimittel nicht einnehmen.

Pharmakokinetische Interaktionen:

Rifampicin ist ein selektiver und potenter lnduktor von Arzneistoff-Transportern und Enzymen, die Medikamente metabolisieren. Daten haben gezeigt, dass Rifampicin eine Wirkung auf Enzyme wie Cytochrom (CYP) P450, 1A2, 2B6, 2C8, 2C9, 2C19 und 3A4, UDP-Glucuronosyltransferasen (UGT), Sulfotransferasen und Carboxylesterasen sowie auf Transporter wie P-Glycoprotein (P-gp) und MRP2 (multidrug-Resistence­associated protein 2) hat. Die meisten Medikamente sind Substrate dieser Enzyme oder deren Pharmakokinetik ist abhängig von den genannten Transportern.

Rifampicin kann Enzyme und Transporter gleichzeitig induzieren. Rifampicin kann somit den Metabolismus bestimmter gleichzeitig verabreichter Arzneimittel beschleunigen und deren Wirksamkeit verringern. Es kann auch klinisch wichtige Wechselwirkungen mit vielen Medikamenten und Medikamentenklassen verlängern. Damit für Arzneimittel, welche gleichzeitig mit Rifampicin verabreicht werden, eine optimale therapeutische Konzentration im Blut aufrechterhalten bleibt, sind möglicherweise Dosisanpassungen zu Beginn der Behandlung oder nach dem Absetzen von Rifampicin erforderlich. Aufgrund dieser Eigenschaften weist der Wirkstoff ein erhebliches lnteraktionspotential auf, und es ist nicht möglich, sämtliche potentiellen lnteraktionspartner hier namentlich zu nennen. Bei gleichzeitiger Anwendung anderer Arzneimittel sollte daher grundsätzlich auch deren Fachinformation herangezogen werden, um sich über deren Metabolisierungswege sowie über eventuell erforderliche Dosisanpassungen (oder andere Massnahmen) zu informieren.

Dies gilt insbesondere bei Patienten mit multiplen Komedikationen sowie bei solchen mit gleichzeitiger Einschränkung der Leber- oder Nierenfunktion.

Die in der nachfolgenden Tabelle genannten Empfehlungen sind (so nicht explizit anders angegeben) wie folgt definiert:

  • «kontraindiziert»: Das Arzneimittel darf unter keinen Umständen zusammen mit Rifampicin verabreicht werden.
  • «nicht empfohlen»: Eine Anwendung des Arzneimittels während oder in den ersten 2 Wochen nach Absetzen der Behandlung mit Rifampicin sollte vermieden werden, sofern nicht der Nutzen die potenziell erhöhten Risiken überwiegt. Falls eine gleichzeitige Verabreichung unvermeidbar ist, muss der Patient überwacht und gegebenenfalls die Dosierung des gleichzeitig verabreichten Arzneimittels angepasst werden. Für Wirkstoffe, bei welchen Zielkonzentrationen definiert sind, wird empfohlen, die Plasmakonzentrationen zu überwachen.

Dies gilt für Arzneimittel mit geringer therapeutischer Breite.

  • «mit Vorsicht anwenden»: Wird das Arzneimittel zusammen mit Rifampicin angewendet, so wird eine sorgfältige und engmaschige Überwachung empfohlen. Für Wirkstoffe, bei welchen Zielkonzentrationen definiert sind, wird empfohlen, die Plasmakonzentrationen zu überwachen. Gegebenenfalls muss die Dosierung des gleichzeitig verabreichten Arzneimittels angepasst werden.

Die Resultate mit den Quotienten der Wirkstoffexposition im Vergleich zur Exposition bei kombinierter Abgabe war nicht immer reproduzierbar oder gar widersprüchlich, z.B. bei Lopinavir, Fexofenadin, Glibenclamid oder Pravastatin. Möglicherweise ist das eine Folge der verschiedenen Phänotypen der Patienten.

Infektionen und Befall

Untersuchter
Wirkstoff

Dosierung

Cmax

AUC

Empfehlung

Quotient der Wirkstoff-exposition Kombination/ Monotherapie
[90% Konfidenz-intervall]

Quotient der Wirkstoff-exposition Kombination/ Monotherapie
[90% Konfidenz-intervall]

Daclatasvir

Kombination: 600 mg Rifampicin täglich, 60 mg Daclatasvir
Monotherapie: 60 mg Daclatasvir

0,44 [0,40-0,48]

0,21 [0,19-0,23]

kontraindiziert

Dapson

Kombination: Rifampicin Standardtherapie, 100 mg Dapson (2-mal pro Woche)
Monotherapie: 100 mg Dapson (2-mal pro Woche)

0,59

Dapson ist
indiziert zur kombinierten Abgabe mit Rifampicin

Efavirenz

Kombination: 600 mg Rifampicin täglich, 600 mg Efavirenz
Monotherapie: 600 mg Efavirenz

0,76 [nicht signifikant]

0,78 [nicht signifikant]

mit Vorsicht anwenden; Efavirenz Dosis auf 800 mg erhöhen

Fluconazol

Kombination: 600 mg Rifampicin täglich, 400 mg Fluconazol
Monotherapie: 400 mg Fluconazol

0,83 [P=0,009]

0,77 [P=0,001]

mit Vorsicht
anwenden

Itraconazol

Kombination: 600 mg Rifampicin täglich, 200 mg Itraconazol
Monotherapie: 200 mg Itraconazol

0,04 [Gesunde Probanden]
0,11 [AIDS-Patienten]

0,12 [Gesunde Probanden]
0,36 [AIDS-Patienten]

nicht
empfohlen

Linezolid

Kombination: 600 mg Rifampicin täglich,
1200 mg Linezolid
Monotherapie: 1200 mg Linezolid

0,79 [0,63-0,85]

0,68 [0,63-0,73]

nicht
empfohlen

Lopinavir

Kombination: 600 mg Rifampicin täglich, 800 mg Lopinavir, 200 mg Ritonavir
Monotherapie: 800 mg Lopinavir, 200 mg Ritonavir

0,45 [0,40-0,51]

0,25 [0,21-0,29]

Kontraindiziert

Lopinavir

Kombination: 600 mg Rifampicin täglich, 800 mg Lopinavir, 800 mg Ritonavir
Monotherapie: 800 mg Lopinavir, 800 mg Ritonavir

0,93 [0,81-1,07]

0,98 [0,81-1,17]

kontraindiziert

Moxifloxacin

Kombination: 450 mg Rifampicin/600 mg Isoniazid 3x/Woche; 400 mg Moxifloxacin
Monotherapie: 400 mg Moxifloxacin

0,68 [0,64-0,73]

0,69 [0,65-0,74]

mit Vorsicht
anwenden

Posaconazol

Kombination: 600 mg Rifampicin täglich,
800 mg Posaconazol
Monotherapie: 800 mg Posaconazol

0,20 - 0,42

nicht
empfohlen

Rilpivirin

Kombination: 600 mg Rifampicin täglich,
150 mg Rilpivirin täglich
Monotherapie: 150 mg Rilpivirin

0,31 [0,27-0,36]

0,20 [0,18-0,23]

kontraindiziert

Voriconazol

Kombination: 600 mg Rifampicin täglich,
400 mg Voriconazol
Monotherapie: 400 mg Voriconazol

0,01

0,01

kontraindiziert

Zidovudin

Kombination: 600 mg Rifampicin,
mit 500 mg (2x/Tag), 200 mg (3x/Tag) oder 100 mg (1x/Tag) Zidovudin
Monotherapie: 100 mg, 200 mg oder 300 mg Zidovudin

0,49

0,42

nicht
empfohlen

Zidovudin

Kombination: 600 mg Rifampicin täglich,
mit 200 mg Zidovudin (3x/Tag)
Monotherapie: 200 mg Zidovudin (3x/Tag)

0,57 [0,34-0,96]

0,53 [0,47-0,59]

nicht
empfohlen

Neoplasmen

Tamoxifen

Kombination: 600 mg Rifampicin täglich, 80 mg Tamoxifen oral
Monotherapie: 80 mg Tamoxifen oral

0,44 [P<0,001]

0,14 [P<0,001]

nicht
empfohlen

Toremifen

Kombination: 600 mg Rifampicin täglich, 120 mg Toremifen oral
Monotherapie: 120 mg Toremifen oral

0,45 [P<0,001]

0,13 [P<0,001]

nicht
empfohlen

Vandetanib

Kombination: 600 mg Rifampicin täglich,
300 mg Vandetanib
Monotherapie: 300 mg Vandetanib

1,03 [0,95-1,11]

0,60 [0,58-0,63]

nicht
empfohlen

Blut und Lymphsystem

Apixaban

Kombination: 600 mg Rifampicin täglich,
10 mg Apixaban
Monotherapie: 10 mg Apixaban

0,58 [0,52-0,65]

0,46 [0,42-0,49]

nicht
empfohlen

Clopidogrel

Kombination: 600 mg Rifampicin täglich,
75 mg Clopidogrel
Monotherapie: 75 mg Clopidogrel

3,8 [Aktiver Metabolit;
P<0,0001]

nicht
empfohlen

Dabigatran

Kombination: 600 mg Rifampicin täglich,
150 mg Dabigatran (Etexilat)
Monotherapie: 150 mg Dabigatran

0,35 [0,27-0,44]

0,33 [0,27-0,41]

mit Vorsicht
anwenden

Ticagrelor

Kombination: 600 mg Rifampicin täglich,
180 mg Ticagrelor
Monotherapie: 180 mg Ticagrelor

0,27 [0,23-0,33]

0,14 [0,11-0,17]

nicht
empfohlen

Warfarin

Kombination: 600 mg Rifampicin (intravenöse Einzeldosis),
7,5 mg Warfarin
Monotherapie: 7,5 mg Warfarin

S-Warfarin: 0,91 0,78-1,05]

R_Warfarin: 0.95 (0.82 – 1.12)

S-Warfarin: 0,85 [0,74-0,99]

R-Warfarin:0.75 (0.68 – 0.82)

mit Vorsicht
anwenden

Immunsystem

Ciclosporin

Kombination: 600 mg Rifampicin täglich, 2 mg/kg/Tag Ciclosporin
Monotherapie: 2 mg/kg/Tag Ciclosporin

0,71

0,61

nicht
empfohlen

Ebastin

Kombination: 600 mg Rifampicin täglich,
20 mg Ebastin
Monotherapie: 20 mg Ebastin

0,19 [0,10-1,90]

0,24 [0,09-0,71]

mit Vorsicht
anwenden

Fexofenadin

Kombination: 600 mg Rifampicin täglich, 60 mg Fexofenadin oral
Monotherapie: 60 mg Fexofenadin oral

0,49 - 0,68 [P<0,05]

mit Vorsicht
anwenden

Fexofenadin

Kombination: 600 mg Rifampicin täglich, 60 mg Fexofenadin oral
Monotherapie: 60 mg Fexofenadin oral

S-Fexofenadin: 2,94 [ 2,22-3,66]

R-Fexofenadin: 2.46 (1.74 – 3.18)

S-Fexofenadin: 3,13 [2,13-4,13]

R-Fexofenadin: 2.40 (1.62 – 3.17)

mit Vorsicht
anwenden

Prednisolon

Kombination: 20 mg Prednisolon
8 mg/kg Rifampicin
Monotherapie: 20 mg Prednisolon

0,78

0,49

mit Vorsicht anwenden

Tacrolimus

Kombination: 600 mg Rifampicin täglich, 0,1 mg/kg Tacrolimus (oral) oder 0,025 mg/kg (intravenös)
Monotherapie: 0,1 mg/kg Tacrolimus (oral) oder 0,025 mg/kg (intravenös)

0,32 (oral) [P<0,05]
0,65 (intravenös) [P<0,05]

mit Vorsicht anwenden

Metabolismus und Ernährung

Glibenclamid

Kombination: 600 mg Rifampicin täglich, 1,75 mg Glibenclamid (auch Glyburide) oral
Monotherapie: 1,75 mg Glibenclamid oral

0,78
[P=0,01]

0,61
[P<0,001]

mit Vorsicht
anwenden

Repaglinid

Kombination: 600 mg Rifampicin täglich, 0,5 mg Repaglinid oral
Monotherapie: 0,5 mg Repaglinid oral

0,57 [
[P=0,001]

0,41 [
[P<0,001]

mit Vorsicht
anwenden

Psychiatrische Erkrankungen

Bupropion

Kombination: 600 mg Rifampicin täglich, 150 mg Bupropion
Monotherapie: 150 mg Bupropion

0,38 [0,33-0,43]

0,33 [0,29-0,37]

mit Vorsicht
anwenden

Risperidon

Kombination: 600 mg Rifampicin täglich,
4 mg Risperidon
Monotherapie: 4 mg Risperidon

0,50 [P<0,01]

0,27 [P<0,01]

nicht
empfohlen

Nervensystem

Buprenorphin

Kombination: 600 mg Rifampicin täglich, 16 mg Buprenorphin täglich
Monotherapie: 16 mg Buprenorphin täglich

0,62 [P<0,009]

0,30 [P<0,001]

nicht
empfohlen

Buspiron

Kombination: 600 mg Rifampicin täglich, 30 mg Buspiron
Monotherapie: 30 mg Buspiron

0,16 [P<0,01]

0,10 [P<0,01]

mit Vorsicht
anwenden

Codein

Kombination: 600 mg Rifampicin täglich, 120 mg Codein oral
Monotherapie: 120 mg Codein oral

0,20

nicht
empfohlen

Midazolam

Kombination: 600 mg Rifampicin täglich, 15 mg Midazolam
Monotherapie: 15 mg Midazolam

0,05 [P<0,05]

0,02 [P<0,05]

nicht
empfohlen

Morphin

Kombination: 600 mg Rifampicin, 10 mg Morphin oral
Monotherapie: 10 mg Morphin oral

0,55

0,73

nicht
empfohlen

Oxycodon

Kombination: 600 mg Rifampicin täglich, 0,1 mg/kg (intravenös) oder 15 mg (oral) Oxycodon
Monotherapie: 0,1 mg/kg (intravenös) oder 15 mg (oral) Oxycodon

0,32 (oral Oxycodon)
[P<0,05]

0,45 (intraven. Oxycodon) [P<0,05]
0,14 (oral Oxycodon) [P<0,05]

nicht
empfohlen

Zolpidem

Kombination: 600 mg Rifampicin täglich, 20 mg Zolpidem täglich.
Monotherapie: 20 mg Zolpidem

0,42 [0.28 – 0.55]

0,27 [0.19 – 0.36]

nicht
empfohlen

Herz- und Gefässerkrankungen

Aliskiren

Kombination: 600 mg Rifampicin täglich, 150 mg Aliskiren oral
Monotherapie: 150 mg Aliskiren oral

0,61 [0,41-0,90]

0,44 [0,35-0,56]

mit Vorsicht
anwenden

Atenolol

Kombination: 600 mg Rifampicin täglich, 100 mg Atenolol oral
Monotherapie: 100 mg Atenolol oral

0,85 [nicht signifikant]

0,81 [P<0,05]

mit Vorsicht
anwenden

Atorvastatin

Kombination: 600 mg Rifampicin intravenös, 40 mg Atorvastatin oral
Monotherapie: 40 mg Atorvastatin oral

10,5

7,2

mit Vorsicht

Kommentar: wegen der Rifampicin Einzelgabe sind infolge der OATP1B1und MRP2-Inhibition Atorvastatin Konzentrationen erhöht

Carvedilol

Kombination: 600 mg Rifampicin, 25 mg Carvedilol oral
Monotherapie: 25 mg Carvedilol oral

0,4

mit Vorsicht
anwenden

Digoxin

Kombination: 600 mg Rifampicin täglich, 1 mg Digoxin
Monotherapie: 1 mg Digoxin

0,48 [P<0,01]

0,70 [P<0,05]

nicht
empfohlen

Pravastatin

Kombination: 600 mg Rifampicin (Einzeldosis), 20 mg Pravastatin oral
Monotherapie: 20 mg Pravastatin oral

2,73 [P=0,009]

2,27 [P<0,001]

mit Vorsicht
anwenden

Komentar: wegen der Rifampicin Einzelgabe sind infolge der OATP1B1 und MRP2-Inhibition Pravastatin Konzentrationen erhöht

Pravastatin

Kombination: 600 mg Rifampicin täglich, 40 mg Pravastatin oral
Monotherapie: 40 mg Pravastatin oral

0,79

0,69]

mit Vorsicht
anwenden

Propafenon

Kombination: 600 mg Rifampicin täglich, 140 mg Propafenon (intravenös; unmarkiert) und 300 mg Propafenon (oral; markiert)
Monotherapie: 140 mg Propafenon (intravenös; unmarkiert) und 300 mg Propafenon (oral; markiert)

0,28 (oral, markiertes Propafenon)

nicht
empfohlen

Simvastatin

Kombination: 600 mg Rifampicin täglich, 40 mg Simvastatin
Monotherapie: 40 mg Simvastatin

0,11 [P<0,001]

0,14 [P<0,001]

nicht
empfohlen

Atemwege und Thorax

Bosentan

Kombination: 600 mg Rifampicin täglich, 250 mg Bosentan oral
Monotherapie: 250 mg Bosentan oral

0,47 [P<0,05]

0,42 [P<0,05]

mit Vorsicht
anwenden

Roflumilast

Kombination: 600 mg Rifampicin täglich,
0,5 mg Roflumilast
Monotherapie: 0,5 mg Roflumilast

0,32 [0,26-0,39]

0,21 [0,16-0,27]

nicht empfohlen

Gastrointestinaltrakt

Ondansetron

Kombination: 600 mg Rifampicin, 8 mg Ondansetron oral
Monotherapie: 8 mg Ondansetron oral

0,51 [P<0,001]

0,35 [P<0,001]

nicht
empfohlen

Ondansetron

Kombination: 600 mg Rifampicin, 8 mg Ondansetron intravenös
Monotherapie: 8 mg Ondansetron intravenös

0,52 [P<0,001]

nicht
empfohlen

Muskel, Skelett, Bindegewebe

Tizanidine

Kombination: 600 mg Rifampicin täglich,
4 mg Tizanidin
Monotherapie: 4 mg Tizanidin

0,51 [0,26-1,23;
Konfidenzintervall 95%]

0,46 [0,26-1,21;
Konfidenzintervall 95%]

mit Vorsicht
anwenden

Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett

Ethinylestradiol

Kombination: 600 mg Rifampicin,
35 µg Ethinylestradiol, 1 mg Norethisteron
Monotherapie: 35 µg Ethinylestradiol, 1 mg Norethisteron

0,57

0,34

nicht empfohlen

Norethisteron

Kombination: 600 mg Rifampicin,
35 mg Ethinylestradiol, 1 mg Norethisteron
Monotherapie: 35 mg Ethinylestradiol, 1 mg Norethisteron

1

0,49

nicht
empfohlen

Angeborene, familiäre und genetische Erkrankungen

Deferasirox

Kombination: 600 mg Rifampicin täglich,
30 mg/kg Deferasirox
Monotherapie: 30 mg/kg Deferasirox

0,96

0,55

mit Vorsicht
anwenden

Wirkung anderer Arzneimittel auf Rimactan

Antazida reduzieren die Bioverfügbarkeit von gleichzeitig oral verabreichtem Rifampicin. Um diese Wechselwirkung zu vermeiden, sollte Rimactan mindestens 1 Stunde vor den Antazida eingenommen werden.

Opiate, Anticholinergika und Ketoconazol können die Resorption von Rifampicin vermindern.

Wirkung von Rimactan auf andere Arzneimittel

Rifampicin ist ein hochwirksamer Induktor der Systems Cytochrom P450 und kann den Metabolismus gleichzeitig verabreichter Arzneimittel erhöhen, was zu subtherapeutischen Plasmakonzentrationen und Wirkungslosigkeit führt. Darüber hinaus werden einige Arzneimittel wie z.B. Phenytoin und Theophyllin von Rifampicin entgegengesetzt beeinflusst. Die Nutzwirkung lässt sich nicht vorausberechnen und kann sich im Verlaufe der Zeit ändern.

Arzneimittel, die durch CYP 450 Enzyme metabolisiert werden, dürfen nur zusammen mit Rimactan verwendet werden, wenn die Plasmakonzentrationen und/oder klinischen Reaktionen/unerwünschte Wirkungen kontrolliert werden können und wenn die Dosis entsprechend angepasst werden kann. Die Überwachung ist während der Therapie mit Rimactan häufig und ausserdem 2–3 Wochen lang nach Absetzen der Therapie durchzuführen. Die enzyminduzierenden Wirkungen von Rifampicin klingen im Verlauf von 2 oder mehr Wochen nach Absetzen der Rifampicin-Behandlung allmählich ab. Dies ist ein Faktor, der berücksichtigt werden muss, wenn die Dosis anderer Arzneimittel während der Behandlung mit Rimactan erhöht wird.

Kontraindizierte Kombination

  • Proteaseinhibitoren (Atazanavir, Darunavir, Fosamprenavir, Indinavir, Lopinavir, Tipranavir und Saquinavir): sehr starke Verringerung der Plasmakonzentrationen des Proteaseinhibitors, durch die Verstärkung seiner hepatischen Metabolisierung von Rifampicin.
  • NNRTI (Nicht-Nukleosidaler Reverse-Transkriptase-Inhibitor) wie z.B. Rilpivirin
  • Wirkstoffe gegen HCV / Hepatitis C wie z.B. Daclatasvir
  • Voriconazol: starke Verringerung der Plasmakonzentrationen von Voriconazol mit dem Risiko eines Wirkungsverlusts, da Rifampicin seine hepatische Metabolisierung verstärkt.
  • Kombination mit Halothan, aufgrund einer Erhöhung der Lebertoxizität.

Kombination, von der abgeraten wird

  • Atovaquon: Risiko des Wirkungsverlusts.
  • Antiepileptika (z.B. Phenytoin, Carbamazepin, Valproinsäure, Perampanel, Lamotrigin, Zonisamid)
  • Antiarrhythmika (z.B. Propafenon, Lidocain, Amiodaron, Dronedaron)
  • Oestrogen-Antagonisten (z.B. Tamoxifen, Fulvestrant),
  • Neuroleptika (z.B. Haloperidol, Risperidon, Clozapin, Sertindol),
  • Antithrombotika der Gruppe P2Y12-Antagonisten, Vitamin-K-Antagonisten und Faktor Xa Inhibitoren: (z.B. Clopidogrel, Phenprocoumon, Acenocoumarol, Apixaban,),
  • Antimykotika und Azol-Antimykotika (z.B. Itraconazol, Terbinafin),
  • Betablocker (z.B. Metoprolol, Carvedilol)
  • Kalziumantagonisten (z.B. Diltiazem, Verapamil, Isradipin).
  • Antibiotika (z.B. Linezolid, Chloramphenicol, Clarithromycin, Doxycyclin)
  • Fluorochinolone
  • Kortikosteroide (z.B. Betamethason, Dexamethason, Prednisolon),
  • Herzglykoside (z.B. Digoxin),
  • Sartane (z.B. Losartan, Valsartan),
  • Benzodiazepine (z.B. Diazepam, Midazolam, Triazolam) und Benzodiazepin verwandte Substanzen (z.B Zopiclon, Zolpidem)
  • orale Antidiabetika (z.B. Gliclazid, Glimepirid, Pioglitazon)
  • Thyroidhormone (z.B. Levothyroxin, Liothyronin),
  • Opioide (z.B Morphin, Methadon, Buprenorphin, Oxycodon)
  • COX-2-Hemmer (z.B. Celecoxib, Etoricoxib),
  • systemische hormonale Kontrazeptiva (Pflaster, Implantate, Vaginalring),
  • Östrogene (z.B. Estradiol, Ethinylestradiol),
  • Gestagene (z.B. Levonorgestrel, Desogestrel, Progesteron),
  • Malariamittel (z.B. Chinin, Proguanil, Mefloquin, Artemether),
  • immunsuppressive Substanzen (z.B. Ciclosporin Azathioprin),
  • selektive 5HT3-Rezeptor Antagonisten (z.B. Ondansetron, Tropisetron),
  • durch CYP3D4 metabolisierte Statine (z.B. Simvastatin),
  • Riluzol
  • trizyklische Antidepressiva (z.B. Amitriptylin, Nortriptylin)
  • Virostatika (z.B. Zidovudin, Nevirapin)
  • Zytostatika (z.B. Imatinib, Gefitinib, Irinotecan),
  • Diuretika (z.B. Eplerenon).

Die Dosierung dieser Arzneimittel muss daher möglicherweise angepasst werden, wenn sie gleichzeitig mit Rifampicin verabreicht werden

Andere Interaktionen

Enalapril (reduzierte Plasmakonzentration von Enalaprilat),

Mycophenolate (mögliche Senkung der Plasmakonzentration von Mycophenolsäure)

Rifampicin kann die Wirksamkeit oraler Kontrazeptiva reduzieren.

Patientinnen, die orale Kontrazeptiva verwenden, sollten zusätzliche nichthormonale Verhütungsmethoden anwenden.

Rimactan und Paraaminosalicylsäure (P.A.S.) sollten mit mindestens 4 Stunden Abstand eingenommen werden, da sonst die übliche Rifampicin-Konzentration im Blut nicht erreicht wird.

Antacida, Opiate und Anticholinergica können die Resorption von Rifampicin vermindern. Die Tagesdosen von Rifampicin sollten zumindest 1 Stunde vor der Verabreichung von diesen Arzneimittel eingenommen werden.

Basierend auf der in vitro beobachteten Hemmung des Organischen Anion Transport Proteins (Oatp 1) durch hohe Konzentrationen von Rifampicin erscheint es denkbar, dass Rimactan die biliäre Ausscheidung von manchen Kontrastmitteln (z.B. Gadoxetate) zur Abbildung der Gallenblase verschlechtern kann.

Hepatotoxische Medikamente

In einer experimentellen Studie hat sich die gleichzeitige Behandlung mit den drei Wirkstoffen Rifampicin, Saquinavir und Ritonavir als besonders lebertoxisch erwiesen. Daher darf Rimactan nie zusammen mit Saquinavir/Ritonavir gleichzeitig angewendet werden.

Die gleichzeitige Anwendung von Rifampicin mit leberschädigenden Medikamenten (wie Paracetamol, Isoniazid, Pyrazinamid) muss engmaschig überwacht werden, da Rifampicin die Toxizität dieser Medikamente erhöhen kann, auch bei therapeutischen Dosierungen (siehe «Unerwünschte Wirkungen»).

In hohen Dosen erwies sich Rifampicin in Nagetieren als teratogen. Beim Menschen ist die Wirkung von Rifampicin, alleine oder in Kombination mit anderen Antituberkulostatika, auf den Fötus nicht bekannt. Es gibt keine kontrollierten Studien bei schwangeren Frauen. Bekannt ist jedoch, dass Rifampicin die Plazenta passiert und im Nabelschnurblut nachgewiesen werden kann.

An den Kindern von über 300 Frauen, die während der Schwangerschaft mit Rifampicin behandelt wurden, war keine signifikante Zunahme von Missbildungen zu beobachten.

Bei Verabreichung während der letzten Schwangerschaftswochen kann Rifampicin zu postnatalen Blutungen bei Mutter und Neugeborenem führen, die unter Umständen eine Behandlung mit Vitamin-K-Präparaten erfordern.

Rimactan sollte während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn es ist klar notwendig.

Da Rimactan in der Muttermilch ausgeschieden wird, sollte aufgrund der begrenzten Erfahrung eine Anwendung während der Stillzeit nur bei zwingender Indikation erfolgen.

Rimactan kann aufgrund der möglichen unerwünschten Wirkungen (z.B. Schwindel, Sehstörungen) Auswirkungen auf die Fahrtüchtigkeit oder die Fähigkeit, Maschinen zu bedienen, haben.

Die Häufigkeitskategorien sind wie folgt definiert: Sehr häufig: ≥1/10; häufig: ≥1/100, <1/10; gelegentlich: ≥1/1'000, <1/100; selten: ≥1/10'000, <1/1'000; sehr selten: <1/10'000.

Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen (einschl. Zysten und Polypen)

Es wurde im Zusammenhang mit Rifampicin von einigen Fällen von beschleunigtem Lungen-Karzinom-Wachstum beim Menschen berichtet, aber ein kausaler Zusammenhang mit dem Wirkstoff konnte nicht nachgewiesen werden.

Erkrankungen des Blutes- und des Lymphsystems

Gelegentlich: Leukopenie.

Selten: Thrombocytopenie (mit oder ohne Purpura) häufiger bei intermittierender Behandlung. Sie ist reversibel, wenn die Therapie sofort nach Auftreten der Purpura abgesetzt wird. Andernfalls ist mit cerebralen Hämorrhagien mit möglicherweise fatalem Verlauf zu rechnen.

Fälle von disseminierter intravaskulärer Gerinnung.

Eosinophilie, akute hämolytische Anämie.

Sehr selten: Agranulocytose.

Erkrankungen des Immunsystems

Reaktionen, wahrscheinlich immunologischen Ursprungs, die hauptsächlich bei intermittierender Therapie auftreten können:

Sehr häufig: «Influenzasyndrom» mit Fieberepisoden, Schüttelfrost, Kopfschmerzen, Benommenheit und Knochenschmerzen: tritt meist zwischen dem 3. und 6. Monat auf. Die Häufigkeit dieses Syndroms variiert, kann aber bei einmal wöchentliche Verabreichung von 25mg/kg Rifampicin oder mehr bis zu 50% der Patienten betreffen.

Selten: Anaphylaxie.

Weitere Reaktionen immunologischen Ursprungs, die mit intermittierender Therapie auftreten können: Kurzatmigkeit, Keuchen, Hypotonie, Schock, Ödeme, akute hämolytische Anämie und akutes Nierenversagen, meistens infolge tubulärer oder evtl. kortikaler Nekrose oder akuter interstitieller Nephritis.

Endokrine Erkrankungen

Selten: Menstruationsstörungen (in extremen Fällen Amenorrhoe); Auslösung einer Krise bei Addison-Patienten (siehe «Interaktionen»). Calcium- und Phosphatspiegel können absinken, die Ausschüttung von Parathormon nimmt zu.

Stoffwechsel und Ernährungsstörungen

Häufig: Appetitlosigkeit.

Sehr selten: Induktion oder Verschlimmerung einer Porphyrie.

Psychiatrische Erkrankungen

Selten: geistige Verwirrtheit, Psychose.

Erkrankungen des Nervensystems

Häufig: Müdigkeit, Schläfrigkeit, Kopfschmerzen, Benommenheit, Schwindel.

Selten: Ataxie.

Augenerkrankungen

Häufig: Rötung der Augen.

Selten: exsudative Konjunktivitis, Sehstörungen.

Gefässerkrankungen

Selten: Hypotonie, Schock, Ödeme und Vaskulitis.

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und des Mediastinums

Selten: Kurzatmigkeit, Keuchen, siehe auch «Erkrankungen des Immunsystem».

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Häufig: Anorexie, Übelkeit, Bauchschmerzen, Völlegefühl. Meteorismus, Erbrechen, Diarrhö.

Selten: vereinzelt Auftreten erosiver Gastritis und pseudomembranöser Kolitis, Pankreatitis.

Leber- und Gallenerkrankungen

Sehr häufig: Asymptomatische Erhöhung der Leberenzyme.

Selten: Hepatitis oder Gelbsucht einschliesslich lebensbedrohende hepatische Reaktionen wie z.B. Leberversagen und akute fulminante Hepatitis, in sehr seltenen Fällen (<0,01%) mit tödlichem Ausgang; dabei ist auch die lebertoxische Wirkung von Arzneimitteln zu berücksichtigen, die mit Rifampicin kombiniert werden, z.B. Isoniazid oder Pyrazinamid (siehe auch «Interaktionen»).

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Häufig: Hitzegefühl, Juckreiz mit oder ohne Hautausschlag, Urtikaria.

Selten: Erythema multiforme inkl. Stevens-Johnson-Syndrom und ernsthafte Überempfindlichkeitsreaktionen wie exfoliative Dermatitis, Lyell-Syndrom, DRESS (Drug Reaction with Eosinophilia and Systemic Symptoms) und pemphigoide Reaktionen.

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Selten: Muskelschwäche und Myopathie.

Erkrankungen der Nieren- und Harnwege

Gelegentlich: akutes Nierenversagen, meistens infolge tubulärer oder evtl. kortikaler Nekrose oder akuter interstitieller Nephritis.

Selten: Erhöhter Blut-Harnstoff-Stickstoff (BUN) und erhöhte Serum-Harnsäure-Spiegel, Hämolyse, Hämoglobinurie, Hämaturie.

Schwangerschaft, Wochenbett- und perinatale Erkrankungen

Vereinzelte Fälle: postpartale Blutungen, fetomaternale Blutung.

Untersuchungen

Sehr häufig: asymptomatischer Anstieg der Leberenzyme (bis zu 15%).

Häufig: Erhöhung von Bilirubin, ASAT (Aspartat-Aminotransferase) und ALAT (Alanin-Aminotransferase). Zu Beginn treten vorübergehend erhöhte Bilirubinserumspiegel und erhöhte δ-Aminolaevulinsäure-Synthetase-Aktivität auf.

Vereinzelte Fälle: Blutdruckabfall, Anstieg des Serumkreatinins.

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Häufig: Rötliche Verfärbung der Körperflüssigkeiten und Sekrete wie z.B. Urin, Sputum, Tränenflüssigkeit, Faeces, Speichel und Schweiss. Dies kann eine dauerhafte Verfärbung weicher Kontaktlinsen zur Folge haben.

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung über das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch.

Toxizität: Die Gabe von 100 mg/kg bei Kindern (1–4 Jahre) führte zu typischen Hautsymptomen. Die Gabe von 15 g bei Erwachsenen führte zu letaler Intoxikation und die Gabe von 12 g bei Erwachsenen führte zu mässiger Intoxikation.

Symptome: Magen-Darm-Beschwerden, Bauchschmerzen, Kopfschmerzen, Schweissausbrüche, Dyspnoe, Nierenversagen, Leberstörungen, generalisierte Pruritus, Krampfanfälle, zunehmende Lethargie und Bewusstseinsstörungen; Bewusstlosigkeit kann bei schwerer hepatischer Affektion auftreten. Vorübergehende Zunahme der Leberenzymwerte und von Bilirubin ist möglich.

Orangerote Verfärbung von Haut, Urin, Schweiss, Speichel, Tränen und Faeces.

Gesichts- und periorbitale Ödeme wurden bei Kindern beobachtet. Möglicherweise Lungenödem.

Einige fatale Fälle von Hypotonie, Sinus-Tachykardie, ventrikuläre Arrhythmien, Konvulsionen und Herzstillstand wurden berichtet.

Bei schwerer Überdosierung kann wenige Stunden nach Einnahme Lebervergrösserung, evtl. verbunden mit Druck-Empfindlichkeit, auftreten; sehr schnell kann sich eine Gelbsucht entwickeln.

Vorbestehende Leberschädigung kann den Verlauf aggravieren. Andere Körperfunktionen bleiben im Allgemeinen unverändert.

Bei einer schweren Überdosierung kann sich der Bilirubinspiegel sehr schnell erhöhen. Hepatische Enzymwerte können beeinflusst werden, v.a. bei schon bestehender hepatischer Störung.

Eine direkte Wirkung auf das hämatopoetische System, die Elektrolytkonzentrationen oder den Säure-Basen-Haushalt ist unwahrscheinlich.

Es liegen Berichte von tödlich verlaufenden und nicht tödlich verlaufenden Überdosierungen nach Einnahme von 14–60 g bzw. 9–12 g Rifampicin bei Erwachsenen vor.

Massnahmen

Entleerung des Mageninhaltes, wenn dies zulässig ist (vorausgesetzt, der Patient erfährt keine Krampfanfälle), gefolgt von unterstützenden Massnahmen wie Offenhalten der Atemwege und Behandlung der auftretenden Symptome; wiederholte Gabe von Aktivkohle, Antiemetika, Hämodialyse in hartnäckigen Fällen, wenn nicht verfügbar Peritonealdialyse zusammen mit forcierter Diurese. Symptomatische Behandlung: Bei Nierenversagen kann eine Dialyse erforderlich sein.

ATC-Code

J04AB02

Wirkungsmechanismus

Rifampicin hemmt die DNS-abhängige RNS-Polymerase der empfindlichen Bakterienstämme, ohne das entsprechende Säugerenzym zu beeinflussen.

Rifampicin führt im Einstufenmechanismus relativ rasch zur Entwicklung resistenter Keime, weshalb es zur Behandlung manifester Infektionen nicht als Monotherapie angewendet werden darf. Gegen Rifampicin resistente Keime weisen keine Kreuzresistenz gegen andere Antibiotika auf ausser gegen Rifamycin.

Klinische Wirksamkeit

Rifampicin ist ein Rifamycin-Antibiotikum, das in vitro und in vivo auf Mycobacterium tuberculosis bakterizid wirkt, während es andere, atypische Mycobacterienarten unterschiedlich beeinflusst.

Seine bakterizide Wirkung erstreckt sich auch auf M. leprae sowie auf verschiedene andere grampositive und gramnegative Keime.

Minimale Hemmkonzentrationen (μg/ml) in vitro

Mycobacterium tuberculosis

0,005–0,2

Staphylococcus aureus

0,008–0,015

Neisseria meningitidis

0,015–1,0

Haemophilus influenzae

0,5–64

Legionella pneumophila

0,015–0,03

Mycobacterium leprae (mouse footpad)

0,3

In vivo entfaltet es seine bakterizide Wirkung nicht nur auf extrazellulär, sondern auch auf intrazellulär angesiedelte Keime. Klinisch bedeutsam ist überdies sein sterilisierender Effekt.

Absorption

Der Wirkstoff wird nach oraler Verabreichung rasch und vollständig resorbiert. Er erreicht 2–3 h nach einmaliger Einnahme von 600 mg oralem Rifampicin auf nüchternen Magen maximale Plasmakonzentrationen von ca. 10 μg/ml.

Gleichzeitige Nahrungsaufnahme kann die Resorption von Rifampicin beeinträchtigen.

Mit einer dreistündigen Infusion von 600 mg werden maximale Plasmakonzentrationen von rund 10 μg/ml erreicht.

Distribution

Das apparente Verteilungsvolumen beträgt 1,6 l/kg bei Erwachsenen und 1,1 l/kg bei Kindern. Rifampicin wird zu 84–91% an Serumproteine gebunden.

Rifampicin dringt rasch in verschiedene Körperflüssigkeiten und Gewebe ein, einschliesslich Knochengewebe. Rifampicin durchdringt die Blut-Hirn-Schranke nur, wenn die Meningen entzündet sind, doch die Konzentrationen im Liquor cerebrospinalis können bei kontinuierlicher, oraler Behandlung mit 600 mg pro Tag bis zu 2 Monate lang oberhalb der gegen Mycobacterium tuberculosis wirksamen MHK bleiben.

Rifampicin überwindet beim Menschen die Plazentaschranke und tritt in die Muttermilch über. Ein gestilltes Kind würde aber nicht mehr als 1% der üblichen therapeutischen Dosis von Rifampicin aufnehmen.

Metabolismus

Rifampicin wird in der Leber hauptsächlich zum mikrobiologisch aktiven 25-O-Desacetylrifampicin metabolisiert, das wie unverändertes Rifampicin, einem enterohepatischen Kreislauf unterliegt.

Rifampicin induziert seinen eigenen Metabolismus.

Elimination

Die Halbwertszeit der Elimination aus dem Plasma ist dosisabhängig nach einmaliger Verabreichung von 300 mg bei ca. 2,5 h, von 600 mg bei 3–4 h und von 900 mg bei rund 5 h. Wenige Tage nach wiederholter täglicher Verabreichung vermindert sich die Bioverfügbarkeit, und die Halbwertszeit sinkt nach wiederholter Gabe von 600 mg auf 1–2 h.

Rifampicin induziert Leberenzyme und beschleunigt dadurch seinen eigenen Metabolismus. Dies führt dazu, dass die systemische Clearance, die nach der ersten Dosis etwa 6 l/h beträgt, nach wiederholter Dosierung auf etwa 9 l/h ansteigt.

Das Arzneimittel wird zwar grösstenteils in der Galle und zu 80% in Form des Metaboliten Desacetylrifampicin ausgeschieden, doch Rifampicin wird auch im Urin aufgefunden. Im Dosierungsbereich von 150–900 mg werden dosisabhängig 4–18% einer Dosis in unveränderter Form im Urin ausgeschieden.

Kinetik spezieller Patientengruppen

Leberfunktionsstörungen
Bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion sind die Plasmakonzentrationen erhöht und die Eliminationshalbwertszeiten etwas verlängert. Bei stark eingeschränkter Leberfunktion ist die Dosis eventuell anzupassen.

Nierenfunktionsstörungen
Bei eingeschränkter Nierenfunktion verlängert sich die Eliminationshalbwertszeit erst bei Dosen ab 600 mg. Vorausgesetzt, dass die exkretorische Funktion der Leber normal ist, benötigen Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion keine Dosisreduktion auf weniger als 600 mg pro Tag.

Rifampicin wird unter Peritonealdialyse und Hämodialyse eliminiert. Während der Dialysebehandlung ist keine Anpassung der Dosierung erforderlich.

Ältere Patienten
Ältere Patienten weisen ähnliche Plasmakonzentrationen auf wie jüngere Patienten.

Es liegen begrenzte Hinweise für die karzinogene Wirkung von Rifampicin bei Tieren vor. Bei weiblichen Mäusen, die zu einem für Hepatome empfänglichen Stamm gehören, wurde eine bedeutende Zunahme derartiger Tumoren nach einjähriger Behandlung mit Rifampicin bei Anwendung des 2–10-fachen der maximalen klinischen Dosen beobachtet.

Bei Mäusen eines anderen Stamms, die während einem Jahr behandelt wurden, sowie bei Ratten, die während 2 Jahren behandelt wurden, konnte keine bedeutende Zunahme der Häufigkeit jedweder Tumorart beobachtet werden. Studien mit Säugetiermodellen, ebenso wie mit Bakterien, erbrachten keinen Beweis für eine mutagene Wirkung von Rifampicin.

Bei Tagesdosen von 150–250 mg/kg erwies sich Rifampicin bei Mäusen und Ratten insofern als teratogen, als ein häufigeres Auftreten von Spina bifida und Wolfsrachen beobachtet wurde. Bei Kaninchen wurde keine teratogene Wirkung festgestellt. Bei allen drei Tierarten trat bei Dosen >150 mg/kg eine unspezifische embryotoxische Wirkung ein.

Beeinflussung diagnostischer Methoden

Basierend auf der in vitro beobachteten Hemmung des Organischen Anion Transport Proteins (Oatp 1) durch hohe Konzentrationen von Rifampicin erscheint es denkbar, dass Rimactan die biliäre Ausscheidung von manchen Kontrastmitteln (z.B. Gadoxetate) zur Abbildung der Gallenblase verschlechtern kann.

Mikrobiologische Methoden zur Bestimmung von Folsäure und Vitamin B12 im Serum sind während der Behandlung mit Rimactan nicht anwendbar.

Die Bromsulphthaleinausscheidung wird durch Rifampicin temporär kompetitiv gehemmt. Um falsch positive Resultate des Bromsulphthaleintests zu vermeiden, soll dieser vor der morgendlichen Verabreichung von Rimactan durchgeführt werden.

Kreuzreaktionen und falsch positive Urin Screeningtests für Opiate wurden mit Rifampicin unter Verwendung der KIMS-Methode berichtet.

Haltbarkeit

Besondere Lagerungshinweise

In der Originalverpackung, nicht über 30 °C, vor Feuchtigkeit geschützt und ausser Reichweite von Kindern lagern. Nicht einfrieren.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

34279 (Swissmedic).

Sandoz Pharmaceuticals AG, Risch; Domizil: Rotkreuz.

Juni 2020

Principi attivi

Rifampicinum.

Sostanze ausiliarie

Excipiens pro capsula.

Capsule da 150 mg e 300 mg di rifampicina.

Infezioni da micobatteri

Tubercolosi: La tubercolosi è il principale campo di applicazione di Rimactan. Rimactan deve essere sempre associato ad altri medicamenti antitubercolari.

Nota: prima di iniziare il trattamento, è necessario osservare le attuali raccomandazioni vigenti in Svizzera per il trattamento della tubercolosi polmonare, compresi i dati attuali sui livelli di resistenza.

Questi sono disponibili ad esempio sul sito internet sotto:

http://https://www.tbinfo.ch/it/pagina-di-arrivo.html (raccomandazioni congiunte della Lega polmonare svizzera e dell'Ufficio federale della sanità pubblica)

Lebbra: In associazione a dapsone e clofazimina per il trattamento di forme multibacillari di lebbra (lebbra lepromatosa [LL], lebbra lepromatosa borderline [BL] e lebbra borderline [BB] [classificazione secondo Ridley e Jopling]).

Una terapia «multifarmaco» (multidrug therapy, MDT) è necessaria per prevenire la comparsa di ceppi resistenti di M. leprae. Fonte: WHO Expert Committee on Leprosy, Seventh Report, Technical Report Series No. 874, 1998, ISBN 92 4 120874 0.

Fonte: WHO Guidelines for the Diagnosis, Treatment and Prevention of Leprosy

Si noti che la confezioni MDT in blister calendario sono state rese disponibili gratuitamente dall'OMS. In associazione al dapsone per il trattamento della lebbra paucibacillare (lebbra tuberculoide [TT], lebbra tuberculoide borderline [BT]).

Infezioni non micobatteriche

Rimactan deve essere usato solo contro le infezioni non micobatteriche, per esempio le infezioni da stafilococco:

  • in caso di germi resistenti agli antibiotici di prima linea, normalmente efficaci;
  • in caso di germi con sensibilità dimostrata alla rifampicina;
  • in associazione con altri antibiotici/chemioterapici ai quali i germi sono sensibili;
  • dopo l'esclusione di tubercolosi e lebbra.

Brucellosi: in associazione a una tetraciclina, per esempio doxiciclina.

Profilassi della meningite meningococcica: uso profilattico in persone che abbiano avuto un contatto ravvicinato (ad es. in casa, asili nido, scuole, ostelli) con un paziente affetto da meningite meningococcica. La riduzione/eliminazione dei germi (Neisseria meningitidis) dalla rinofaringe può ridurre il rischio significativamente aumentato di infezione a causa del contatto in queste persone.

In considerazione della possibilità di un rapido sviluppo della resistenza dei germi, occorre prestare particolare attenzione ai primi segni di un'infezione manifesta.

Rimactan non deve essere usato per trattare la meningite meningococcica manifesta (vedere «Avvertenze e misure precauzionali»).

Per garantire un assorbimento ottimale, Rimactan deve essere assunto preferibilmente a stomaco vuoto, almeno ½ ora prima di un pasto.

Infezioni micobatteriche

Tubercolosi

Adulti e adolescenti oltre i 12 anni:

10 (8–12) mg/kg al giorno per dose singola, dose giornaliera massima 600 mg,

oppure 10 (8–12) mg/kg tre volte a settimana, dose giornaliera massima 600 mg.

Bambini e lattanti:

15 (10–20) mg/kg al giorno, dose massima giornaliera 600 mg.

Il trattamento nei bambini di età 0–3 mesi richiede un aggiustamento individuale della dose.

Dose massima giornaliera consentita: 600 mg.

Rimactan deve essere sempre associato ad altri medicamenti antitubercolari. Prima di iniziare il trattamento, è necessario osservare le attuali raccomandazioni vigenti in Svizzera per il trattamento della tubercolosi polmonare, compresi i dati attuali sui livelli di resistenza.

Lebbra

In caso di lebbra, la rifampicina (in combinazione con dapsone e clofazimina per il trattamento di forme multibacillari di lebbra e, rispettivamente, in combinazione con dapsone per il trattamento di forme paucibacillari di lebbra) viene prescritta secondo quanto riportato di seguito.

Per la durata del trattamento e la posologia dei medicamenti concomitanti, occorre consultare le rispettive versioni attualmente vigenti delle raccomandazioni dell'OMS.

Adulti

Rifampicina: 600 mg 1 volta al mese sotto controllo.

Bambini (10–14 anni)

Rifampicina: 450 mg 1 volta al mese sotto controllo.

Bambini <10 anni

La dose può essere aggiustata al bisogno, ad es.:

Rifampicina: 10 mg/kg 1 volta al mese sotto controllo.

Infezioni non micobatteriche

Infezioni dovute a germi Gram-positivi o Gram-negativi sensibili alla rifampicina.

In associazione con altri antibiotici/chemioterapici

Adulti e adolescenti oltre i 12 anni: 600–1200 mg al giorno suddivisi in 2 dosi singole.

Neonati e bambini: 10–20 mg/kg di peso corporeo al giorno. La dose massima giornaliera è 450 mg durante un trattamento cronico.

Brucellosi

Adulti: 600-900 mg di rifampicina al giorno come dose singola al mattino a stomaco vuoto, più 200 mg di doxiciclina al giorno come dose singola alla sera insieme a un pasto.

Bambini di età superiore a 8 anni: rifampicina: 10–20 mg/kg al giorno in 1 o 2 dosi singole, senza superare la dose per gli adulti (900 mg/die), più doxicillina: 4 mg/kg/die in 1 dose singola senza superare la dose per gli adulti.

Bambini di età inferiore agli 8 anni: rifampicina: 10–20 mg/kg al giorno in 1 o 2 dosi singole, senza superare la dose per gli adulti (900 mg/die) + trimetoprim (6–8 mg/kg/die + sulfametossazolo (30–40 mg/kg/die) per via orale in 1 o 2 dosi singole.

Durata del trattamento: 6 settimane-

Profilassi della meningite meningococcica

Adulti e adolescenti di età superiore ai 12 anni con peso superiore a 60 kg: 600 mg due volte al giorno a intervalli di 12 ore per 2 giorni.

Bambini piccoli con età a partire da 1 mese, bambini con età fino a 12 anni e adolescenti di età superiore a 12 anni, ma con peso inferiore a 60 kg: 10 mg/kg di peso corporeo: due volte al giorno ad intervalli di 12 ore per 2 giorni senza superare la dose per gli adulti.

Lattanti di età inferiore a un mese: 5 mg/kg, 2 volte al giorno, a intervalli di 12 ore ciascuno, per la durata di 2 giorni.

In seguito al contatto con una persona infetta, occorre iniziare il trattamento profilattico al più presto possibile.

Istruzioni posologiche speciali

Insufficienza renale: in generale non si raccomanda un aggiustamento della posologia a condizione che la funzionalità epatica sia nella norma. In caso di insufficienza renale grave (clearance della creatinina <25 ml/min), l'uso di Rimactan è controindicato.

Insufficienza epatica: in caso di insufficienza epatica lieve, il trattamento può essere continuato con cautela fino a quando la dose di Rimactan viene ridotta. Si deve prendere in considerazione un monitoraggio regolare dei livelli sierici di rifampicina e degli enzimi epatici.

Il trattamento con Rimactan è controindicato in caso di insufficienza epatica grave.

Ipersensibilità nota alle rifamicine (ad es. rifampicina) o una delle sostanze ausiliarie a seconda della composizione, nonché epatite indotta da farmaci nell'anamnesi; malattie epatiche acute di qualsiasi genesi; cirrosi; neurite periferica; porfiria.

Nei pazienti con clearance della creatinina <25 ml/min, Rimactan non deve essere usato.

La somministrazione concomitante di Rimactan è controindicata per una serie di substrati di enzimi coinvolti nel metabolismo di sostanze estranee e per una serie di trasportatori di medicamenti (vedere «Interazioni»). In caso di somministrazione concomitante di Rimactan, si verifica un aumento del rischio di perdita di efficacia dovuto all'abbassamento dei livelli plasmatici di tali medicamenti (vedere anche «Avvertenze e misure precauzionali» e «Interazioni»). Ciò vale ad esempio per:

  • determinati principi attivi antifungini come il voriconazolo
  • determinati principi attivi antivirali contra HCV / epatite C come ad es. daclatasvir
  • inibitori della proteasi come ad es. lopinavir, atazanavir, darunavir, fosamprenavir, amprenavir, tipranavir
  • NNRTI (inibitori non nucleosidici della trascrittasi inversa) come ad es. rilpivirina
  • Questa enumerazione non va considerata esaustiva.

Secondo uno studio sperimentale il trattamento simultaneo con i principi attivi rifampicina, saquinavir e ritonavir è particolarmente epatossico. Per ciò Rimactan non deve essere mai assunto insieme alla combinazione dei principi attivi saquinavir/ritonavir (vedere «Interazioni»).

Combinazione con alotano, a causa di un aumento della tossicità epatica.

Resistenza

Per prevenire la comparsa di germi resistenti, la rifampicina deve essere sempre associata ad altri antibiotici/chemioterapici per il trattamento delle infezioni, ad eccezione per la prevenzione della malattia meningococcica.

Profilassi della meningite meningococcica

A causa del possibile sviluppo di resistenza dei germi, le persone soggette a contatto trattate con la profilassi devono essere attentamente monitorate; particolare attenzione deve essere prestata a qualsiasi segno di infezione manifesta.

Rimactan non deve essere usato per trattare un'infezione meningococcica manifesta.

Reazioni di ipersensibilità

Sono possibili reazioni di ipersensibilità, come ad esempio trombocitopenia, porpora, anemia emolitica, dispnea e attacchi d'asma, shock o insufficienza renale (si tratta di effetti indesiderati che la rifampicina può causare in casi eccezionali). I pazienti che sviluppano tali complicanze, devono interrompere immediatamente il trattamento con Rimactan e non devono mai essere trattati nuovamente con rifampicina.

Durante la terapia con rifampicina, sono state osservate gravi reazioni di ipersensibilità sistemica, comprese quelle con esito fatale, come la sindrome da ipersensibilità indotta da medicamenti DRESS («Drug Reaction with Eosinophilia and Systemic Symptoms», reazione da medicamento con eosinofilia e sintomi sistemici), AGEP («Acute Generalised Exenthematous Pustulosis», pustolosi esantematosa generalizzata acuta) o SJS/TEN («Stevens Johnson Syndrom/Toxic Epidermal Necrolysis», sindrome di Stevens-Johnson/necrolisi tossica epidermica) (vedere «Effetti indesiderati»).

Se si verificano segni o sintomi di SJS o TEN (ad esempio esantemi della cute progressivi, spesso con formazione di vescicole o lesioni delle mucose), il paziente deve essere istruito a contattare immediatamente il medico curante. Occorre tenere presente che le prime indicazioni di ipersensibilità, come ad es. febbre, linfonodi ingrossati o esami di laboratorio positivi (come eosinofilia o valori epatici anomali), possono già essere presenti, anche se non è ancora possibile osservare alcuna reazione cutanea. Il paziente deve essere istruito a consultare immediatamente il medico se nota qualsiasi segno o sintomo. Rimactan deve essere sospeso a meno che non sia possibile stabilire un'altra causa per questi segni e sintomi.

Epatotossicità

Il principio attivo di Rimactan può causare disturbi della funzionalità epatica, infiammazioni del fegato e gravi danni epatici con esito fatale in singoli casi. Pertanto, durante il trattamento con Rimactan occorre prestare cautela oltre a uno stretto monitoraggio medico. La funzionalità epatica (in particolare le AST e le ALT) deve essere controllata all'inizio del trattamento e in seguito ogni 2–4 settimane. Se compaiono segni di danni alle cellule epatiche, il trattamento deve essere interrotto.

In particolare, i pazienti con fattori di rischio noti devono essere attentamente monitorati. I fattori di rischio finora noti sono in particolare:

  • L'età (il rischio aumenta di quattro volte già a partire dall'età di 35 anni e di otto volte all'età di 50 anni rispetto ai pazienti più giovani).
  • Malattia epatiche preesistenti.
  • Assunzione concomitante di medicamenti epatotossici.
  • Funzionalità renale compromessa.
  • Consumo cronico di alcool/abuso di alcolici.
  • Stato nutrizionale deteriorato.
  • Donne nere o latinoamericane.

Un singolo episodio di bilirubina e/o transaminasi moderatamente elevate da solo non rappresenta un motivo per interrompere la terapia, in quanto questi livelli generalmente ritornano alla normalità dopo un aumento iniziale. Tuttavia, i valori devono essere attentamente monitorati e una decisione va quindi presa solo dopo ripetute determinazioni dei valori. Il decorso temporale e la gravità devono essere considerati in relazione alle condizioni cliniche del paziente. I pazienti devono essere sempre informati dei primi segnali di allarme dell'epatite - come stanchezza, debolezza, malessere, perdita di appetito, nausea o vomito - e dei segni successivi come itterizia e feci scolorite, e deve essere consigliato di rivolgersi immediatamente a un medico se tali sintomi si verificano.

In singoli casi, può verificarsi iperbilirubinemia a causa della concomitante escrezione biliare di bilirubina causata dalla rifampicina (vedere anche «Effetti indesiderati»).

Terapia intermittente

Poiché il manifestarsi di una sindrome simil-influenzale, principalmente durante la terapia intermittente (vedere «Effetti indesiderati»), può essere un segno di gravi complicanze come trombocitopenia, porpora, anemia emolitica, dispnea e attacchi asmatici, shock e insufficienza nella funzione renale, la sua comparsa deve comportare una modifica della terapia giornaliera. In caso di sindrome influenzale più grave, si deve sempre prendere in considerazione una modifica della terapia giornaliera e la somministrazione del preparato deve essere interrotta immediatamente e in modo permanente qualora si verifichino i gravi sintomi citati in precedenza.

Quando si passa dalla terapia intermittente a quella giornaliera, il dosaggio deve essere graduale. Si inizia con circa 75–150 mg il primo giorno e la dose terapeutica desiderata deve essere raggiunta entro 3–4 giorni. Durante questo periodo di tempo la funzionalità renale del paziente deve essere attentamente monitorata.

Si sconsiglia l'interruzione della terapia per evitare reazioni immunologiche o altri effetti indesiderati che possono verificarsi con dosaggi intermittenti (meno di 2–3 dosi alla settimana) (vedere «Effetti indesiderati»).

Interruzione della terapia

La ripresa della terapia dopo un'interruzione o un'assunzione irregolare di Rimactan deve essere evitata, se possibile, poiché può causare gravi effetti indesiderati. Se un'interruzione è inevitabile, la rifampicina deve essere somministrata in dosi graduali sotto attento monitoraggio (vedere «Trattamento intermittente»). La dose terapeutica desiderata deve essere raggiunta al 3°– 4° giorno.

Comparsa di diarrea

Eventi di diarrea durante o dopo il trattamento con Rimactan, soprattutto se grave, persistente e/o con presenza di sangue, possono essere un sintomo della malattia da Clostridium difficile. La forma più grave di questa malattia è la colite pseudomembranosa.

In caso di comparsa di diarrea intensa, i medicamenti che inibiscono la peristalsi sono controindicati. L'urina, il sudore, l'espettorato, le lacrime e quindi anche le lenti a contatto morbide (permanenti) possono diventare di colore rossastro.

Esami di laboratorio

All'inizio del trattamento e, successivamente, a intervalli regolari, si devono determinare i valori degli enzimi epatici, l'emocromo, la conta delle piastrine, la bilirubina e la concentrazione di creatinina nel siero. L'insorgenza della trombocitopenia (con o senza porpora) è reversibile se la terapia viene interrotta immediatamente dopo la comparsa della porpora. Diversamente, si prevedono emorragie cerebrali con un decorso potenzialmente fatale.

In caso di aumento delle transaminasi superiore a 100 U/l associato a un aumento della bilirubina, occorre considerare la possibilità di danno epatico e optare per l'interruzione del trattamento.

La rifampicina può ritardare l'escrezione biliare dei mezzi di contrasto a raggi X usati per l'imaging della cistifellea.

I metodi microbiologici per la determinazione della concentrazione plasmatica dell'acido folico e della vitamina B12 non sono applicabili durante il trattamento con la rifampicina.

Poiché è stata riportata reattività incrociata con falsi positivi nei test di screening delle urine per gli oppiacei in pazienti trattati con rifampicina, in particolare con l'utilizzo del metodo di screening KIMS (interazione medicamentosa cinetica delle microparticelle in una soluzione), si raccomanda di verificare i risultati con ulteriori esami diagnostici come ad esempio la gascromatografia/spettrometria di massa.

Il metabolismo dei substrati endogeni come ormoni surrenalici, tirossina e vitamina D, può aumentare a causa delle proprietà enzimatiche della rifampicina.

Diabete mellito

Rimactan deve essere usato con cautela nei pazienti affetti da diabete mellito, poiché la corretta regolazione del diabete diventa difficile.

Porfiria:

La rifampicina non deve essere utilizzata nei pazienti affetti da porfiria a causa della sua attività enzimatica, poiché l'attivazione della sintetasi dell'acido delta-amminolevulinico può portare a manifestazioni acute di porfiria (vedere «Controindicazioni»).

Coagulopatia

Durante il trattamento con rifampicina possono verificarsi coagulopatia dipendente dalla vitamina K ed emorragie gravi. Si raccomanda di monitorare i pazienti per la coagulopatia, specialmente quelli con rischio emorragico. Se necessario, dovrebbe essere considerata l'integrazione di vitamina K (carenza di vitamina K, ipoprotrombinemia).

Alcol:

I pazienti trattati con Rimactan devono evitare l'assunzione di alcol.

Neonati prematuri e neonati a termine:

I neonati prematuri e i neonati a termine devono essere trattati solo in caso di emergenza e con estrema cautela, poiché il sistema enzimatico del fegato non è ancora completamente sviluppato.

Interazioni farmacologiche:

La somministrazione di rifampicina può alterare l'efficacia di determinati medicinali somministrati simultaneamente e/o provocare effetti indesiderati.

La rifampicina è un induttore molto potente del sistema del citocromo P450 e può aumentare il metabolismo dei medicamenti somministrati in concomitanza, portando a concentrazioni plasmatiche subterapeutiche e all'inefficacia.

I medicamenti eliminati attraverso il metabolismo possono essere somministrati insieme a Rimactan solo se vi è la possibilità di controllarne la concentrazione plasmatica o le reazioni cliniche/effetti indesiderati e di regolarne la dose di conseguenza (vedere «Interazioni»).

Alcuni medicamenti possono inoltre influenzare il metabolismo della rifampicina. I medicamenti controindicati in combinazione con rifampicina o il cui uso non è raccomandato o è raccomandato solo con cautela, sono elencati nelle sezioni «Controindicazioni» e «Interazioni».

I pazienti devono essere incoraggiati a non assumere altri medicamenti senza previo parere medico.

Warfarin:

In caso di somministrazione concomitante di warfarin e Rimactan, il valore INR deve essere attentamente monitorato durante il trattamento con Rimactan e per 2–3 settimane successive. La dose di warfarin deve essere regolata di conseguenza. Dopo il trattamento con Rimactan sussiste il rischio di gravi emorragie qualora la dose di warfarin non venga regolata opportunamente (vedere «Interazioni»).

Contraccezione:

Per prevenire la possibilità di una gravidanza durante il trattamento con rifampicina, è necessario utilizzare ulteriori misure contraccettive non ormonali (vedere «Interazioni»).

Rimactan capsule contengono lattosio. Pazienti affetti da rari problemi ereditari di intolleranza al galattosio, da deficit totale di lattasi, o da malassorbimento di glucosio-galattosio, non devono assumere questo medicamento.

Interazioni farmacocinetiche:

La rifampicina è un induttore potente e selettivo di trasportatori di sostanze attive ed enzimi che metabolizzano i medicamenti. I dati hanno mostrato che la rifampicina ha un effetto sugli enzimi come il citocromo (CYP) P450, 1A2, 2B6, 2C8, 2C9, 2C19 e 3A4, UDP-glucuronosiltransferasi (UGT), sulfotransferasi e carbossilesterasi così come sui trasportatori come la P‑glicoproteina (P-gp) e MRP2 («Multidrug-Resistence­associated Protein 2», proteina associata alla resistenza multifarmaco 2). La maggior parte dei medicamenti sono substrati di tali enzimi o la cui farmacocinetica dipende dai trasportatori indicati.

La rifampicina può avere un effetto induttivo contemporaneamente su enzimi e trasportatori. La rifampicina può quindi accelerare il metabolismo di alcuni medicamenti somministrati contemporaneamente e ridurne l'efficacia. Tale sostanza può inoltre causare un'estensione di interazioni clinicamente importanti con molti medicamenti e classi di medicamenti. Al fine di mantenere una concentrazione terapeutica ottimale nel sangue dei medicamenti somministrati in concomitanza con rifampicina, possono essere necessari aggiustamenti della dose all'inizio del trattamento o in seguito alla sospensione della rifampicina. A causa di tali proprietà, il principio attivo presenta un notevole potenziale di interazione e non è possibile elencare tutti i potenziali partner di interazione. Se vengono utilizzati altri medicamenti in concomitanza, consultare sempre le informazioni professionali corrispondenti per informarsi sulle relative vie metaboliche e sugli aggiustamenti della dose (o altre misure) eventualmente necessari.

Ciò vale in particolare per i pazienti che assumono più medicamenti concomitanti e per quelli con concomitante compromissione della funzionalità epatica o renale.

Le raccomandazioni riportate nella tabella seguente (salvo diversa indicazione esplicita) sono definite come segue:

  • «Controindicato»: il medicamento non deve essere somministrato in alcun caso in concomitanza con rifampicina.
  • «Non raccomandato»: l'uso del medicamento durante o per le prime 2 settimane dall'interruzione del trattamento con rifampicina deve essere evitato a meno che i benefici non superino i rischi potenzialmente aumentati. Se la somministrazione concomitante è inevitabile, il paziente deve essere monitorato e, se necessario, la posologia del medicamento somministrato in concomitanza deve essere aggiustata. Per le sostanze attive per le quali vengono definite le concentrazioni target, si raccomanda di monitorare le concentrazioni plasmatiche.

Ciò vale per i medicamenti con un indice terapeutico ristretto.

  • «Usare con cautela»: se il medicamento viene usato in concomitanza con rifampicina, si raccomanda un attento e stretto monitoraggio. Per le sostanze attive per le quali vengono definite le concentrazioni target, si raccomanda di monitorare le concentrazioni plasmatiche. Potrebbe essere necessario aggiustare la posologia del medicamento somministrato in concomitanza.

I risultati con i rapporti di esposizione alla sostanza attiva rispetto all'esposizione con somministrazione combinata non sono stati sempre riproducibili o sono stati addirittura contraddittori, ad esempio con lopinavir, fexofenadina, glibenclamide o pravastatina. Probabilmente si tratta di una conseguenza dei diversi fenotipi dei pazienti.

Infezioni e infestazioni

Sostanza attiva studiata

Posologia

Cmax

AUC

Raccomandazione

Rapporto di esposizione alla sostanza attiva della terapia combinata/monoterapia
[intervallo di confidenza 90%]

Rapporto di esposizione alla sostanza attiva della terapia combinata/monoterapia
[intervallo di confidenza 90%]

Daclatasvir

Terapia combinata: 600 mg di rifampicina al giorno, 60 mg di daclatasvir
Monoterapia: 60 mg di daclatasvir

0.44 [0.40–0.48]

0.21 [0,19–0,23]

Controindicato

Dapsone

Terapia combinata: rifampicina terapia standard, 100 mg di dapsone (2 volte a settimana)
Monoterapia: 100 mg di dapsone (2 volte a settimana)

0.59

Il dapsone è
indicato per la somministrazione combinata con rifampicina

Efavirenz

Terapia combinata: 600 mg di rifampicina al giorno, 600 mg di efavirenz
Monoterapia: 600 mg di efavirenz

0.76 [non rilevante]

0.78 [non rilevante]

Usare con cautela; aumentare la dose di efavirenz a 800 mg

Fluconazolo

Terapia combinata: 600 mg di rifampicina al giorno, 400 mg di fluconazolo
Monoterapia: 400 mg di fluconazolo

0.83 [P=0.009]

0.77 [P=0.001]

Usare con
cautela

Itraconazolo

Terapia combinata: 600 mg di rifampicina al giorno, 200 mg di itraconazolo
Monoterapia: 200 mg di itraconazolo

0.04 [soggetti sani]
0.11 [pazienti con AIDS]

0.12 [soggetti sani]
0.36 [pazienti con AIDS]

Non
raccomandato

Linezolid

Terapia combinata: 600 mg di rifampicina al giorno,
1200 mg di linezolid
Monoterapia: 1200 mg di linezolid

0.79 [0.63–0.85]

0.68 [0.63–0.73]

Non
raccomandato

Lopinavir

Terapia combinata: 600 mg di rifampicina al giorno, 800 mg di lopinavir,
200 mg di ritonavir
Monoterapia: 800 mg di lopinavir, 200 mg di ritonavir

0.45 [0.40–0.51]

0.25 [0.21–0.29]

Controindicato

Lopinavir

Terapia combinata: 600 mg di rifampicina al giorno, 800 mg di lopinavir,
800 mg di ritonavir
Monoterapia: 800 mg di lopinavir, 800 mg di ritonavir

0.93 [0.81–1.07]

0.98 [0.81–1.17]

Controindicato

Moxifloxacina

Terapia combinata: 450 mg di rifampicina/600 mg di isoniazide 3 volte/settimana; 400 mg di moxifloxacina
Monoterapia: 400 mg di moxifloxacina

0.68 [0.64–0.73]

0.69 [0.65–0.74]

Usare con
cautela

Posaconazolo

Terapia combinata: 600 mg di rifampicina al giorno,
800 mg di posaconazolo
Monoterapia: 800 mg di posaconazolo

0.20–0.42

Non
raccomandato

Rilpivirina

Terapia combinata: 600 mg di rifampicina al giorno,
150 mg di rilpivirina al giorno
Monoterapia: 150 mg di rilpivirina

0.31 [0.27–0.36]

0.20 [0.18–0.23]

Controindicato

Voriconazolo

Terapia combinata: 600 mg di rifampicina al giorno,
400 mg di voriconazolo
Monoterapia: 400 mg di voriconazolo

0.01

0.01

Controindicato

Zidovudina

Terapia combinata: 600 mg di rifampicina, con 500 mg (2 volte/die), 200 mg (3 volte/die) o 100 mg (1 volte/die) di zidovudina
Monoterapia: 100 mg, 200 mg o 300 mg di zidovudina

0.49

0.42

Non
raccomandato

Zidovudina

Terapia combinata: 600 mg di rifampicina al giorno,
con 200 mg di zidovudina (3 volte/die)
Monoterapia: 200 mg di zidovudina (3 volte/die)

0.57 [0.34–0.96]

0.53 [0.47–0.59]

Non
raccomandato

Neoplasmi

Tamoxifene

Terapia combinata: 600 mg di rifampicina al giorno, 80 mg di tamoxifene per via orale
Monoterapia: 80 mg di tamoxifene per via orale

0.44 [P<0.001]

0.14 [P<0.001]

Non
raccomandato

Toremifene

Terapia combinata: 600 mg di rifampicina al giorno, 120 mg di toremifene per via orale
Monoterapia: 120 mg di toremifene per via orale

0.45 [P<0.001]

0.13 [P<0.001]

Non
raccomandato

Vandetanib

Terapia combinata: 600 mg di rifampicina al giorno,
300 mg di vandetanib
Monoterapia: 300 mg di vandetanib

1.03 [0.95–1.11]

0.60 [0.58–0.63]

Non
raccomandato

Sistema emolinfopoietico

Apixaban

Terapia combinata: 600 mg di rifampicina al giorno,
10 mg di apixaban
Monoterapia: 10 mg di apixaban

0.58 [0.52–0.65]

0.46 [0.42–0.49]

Non
raccomandato

Clopidogrel

Terapia combinata: 600 mg di rifampicina al giorno,
75 mg di clopidogrel
Monoterapia: 75 mg di clopidogrel

3.8 [metabolita attivo; P<0.0001]

Non
raccomandato

Dabigatran

Terapia combinata: 600 mg di rifampicina al giorno,
150 mg di dabigatran (etexilato)
Monoterapia: 150 mg di dabigatran

0.35 [0.27–0.44]

0.33 [0.27–0.41]

Usare con
cautela

Ticagrelor

Terapia combinata: 600 mg di rifampicina al giorno,
180 mg di ticagrelor
Monoterapia: 180 mg di ticagrelor

0.27 [0.23–0.33]

0.14 [0.11–0.17]

Non
raccomandato

Warfarin

Terapia combinata: 600 mg di rifampicina (dose singola per via endovenosa),
7.5 mg di warfarin
Monoterapia: 7.5 mg di warfarin

S-warfarin: 0.91 [0.78–1.05]

R-warfarin: 0.95 (0.82–1.12)

S-warfarin: 0.85 [0.74-0.99]

R-warfarin: 0.75 (0.68–0.82)

Usare con
cautela

Sistema immunitario

Ciclosporina

Terapia combinata: 600 mg di rifampicina al giorno, 2 mg/kg/die di ciclosporina
Monoterapia: 2 mg/kg/die di ciclosporina

0.71

0.61

Non
raccomandato

Ebastina

Terapia combinata: 600 mg di rifampicina al giorno,
20 mg di ebastina
Monoterapia: 20 mg di ebastina

0.19 [0.10–1.90]

0.24 [0.09–0.71]

Usare con
cautela

Fexofenadina

Terapia combinata: 600 mg di rifampicina al giorno, 60 mg di fexofenadina per via orale
Monoterapia: 60 mg di fexofenadina per via orale

0.49–0.68 [P<0.05]

Usare con
cautela

Fexofenadina

Terapia combinata: 600 mg di rifampicina al giorno, 60 mg di fexofenadina per via orale
Monoterapia: 60 mg di fexofenadina per via orale

S-fexofenadina: 2.94 [2.22–3.66]

R-fexofenadina: 2.46 (1.74–3.18)

S-fexofenadina: 3.13 [2.13–4.13]

R-fexofenadina: 2.40 (1.62–3.17)

Usare con
cautela

Prednisolone

Terapia combinata: 20 mg di prednisolone
8 mg/kg di rifampicina
Monoterapia: 20 mg di prednisolone

0.78

0.49

Usare con cautela

Tacrolimus

Terapia combinata: 600 mg di rifampicina al giorno, 0.1 mg/kg di tacrolimus (per via orale) o 0.025 mg/kg (per via endovenosa)
Monoterapia: 0.1 mg/kg di tacrolimus (per via orale) o 0.025 mg/kg (per via endovenosa)

0.32 (per via orale) [P<0.05]
0.65 (per via endovenosa) [P<0.05]

Usare con cautela

Metabolismo e nutrizione

Glibenclamide

Terapia combinata: 600 mg di rifampicina al giorno, 1.75 mg di glibenclamide (nota anche come gliburide) per via orale
Monoterapia: 1.75 mg di glibenclamide per via orale

0.78
[P=0.01]

0.61
[P<0.001]

Usare con
cautela

Repaglinide

Terapia combinata: 600 mg di rifampicina al giorno, 0.5 mg di repaglinide per via orale
Monoterapia: 0.5 mg di repaglinide per via orale

0.57
[P=0.001]

0.41
[P<0.001]

Usare con
cautela

Disturbi psichiatrici

Bupropione

Terapia combinata: 600 mg di rifampicina al giorno, 150 mg di bupropione
Monoterapia: 150 mg di bupropione

0.38 [0.33–0.43]

0.33 [0.29–0.37]

Usare con
cautela

Risperidone

Terapia combinata: 600 mg di rifampicina al giorno,
4 mg di risperidone
Monoterapia: 4 mg di risperidone

0.50 [P<0.01]

0.27 [P<0.01]

Non
raccomandato

Sistema nervoso

Buprenorfina

Terapia combinata: 600 mg di rifampicina al giorno, 16 mg di buprenorfina al giorno
Monoterapia: 16 mg di buprenorfina al giorno

0.62 [P<0.009]

0.30 [P<0.001]

Non
raccomandato

Buspirone

Terapia combinata: 600 mg di rifampicina al giorno, 30 mg di buspirone
Monoterapia: 30 mg di buspirone

0.16 [P<0.01]

0.10 [P<0.01]

Usare con
cautela

Codeina

Terapia combinata: 600 mg di rifampicina al giorno, 120 mg di codeina per via orale
Monoterapia: 120 mg di codeina per via orale

0.20

Non
raccomandato

Midazolam

Terapia combinata: 600 mg di rifampicina al giorno, 15 mg di midazolam
Monoterapia: 15 mg di midazolam

0.05 [P<0.05]

0.02 [P<0.05]

Non
raccomandato

Morfina

Terapia combinata: 600 mg di rifampicina, 10 mg di morfina per via orale
Monoterapia: 10 mg di morfina per via orale

0.55

0.73

Non
raccomandato

Ossicodone

Terapia combinata: 600 mg di rifampicina al giorno, 0.1 mg/kg (per via endovenosa) o 15 mg (per via orale) di ossicodone
Monoterapia: 0.1 mg/kg (per via endovenosa) o 15 mg (per via orale) di ossicodone

0.32 (ossicodone per via orale)
[P<0.05]

0.45 (ossicodone per via endovenosa) [P<0.05]
0,14 (ossicodone per via orale) [P<0.05]

Non
raccomandato

Zolpidem

Terapia combinata: 600 mg di rifampicina al giorno, 20 mg di zolpidem al giorno.
Monoterapia: 20 mg di zolpidem

0.42 [0.28–0.55]

0.27 [0.19–0.36]

Non
raccomandato

Patologie cardiovascolari

Aliskiren

Terapia combinata: 600 mg di rifampicina al giorno, 150 mg di aliskiren per via orale
Monoterapia: 150 mg di aliskiren per via orale

0.61 [0.41–0.90]

0.44 [0.35–0.56]

Usare con
cautela

Atenololo

Terapia combinata: 600 mg di rifampicina al giorno, 100 mg di atenololo per via orale
Monoterapia: 100 mg di atenololo per via orale

0.85 [non rilevante]

0.81 [P<0.05]

Usare con
cautela

Atorvastatina

Terapia combinata: 600 mg di rifampicina per via endovenosa, 40 mg di atorvastatina per via orale
Monoterapia: 40 mg di atorvastatina per via orale

10.5

7.2

Con cautela

Commento: a causa della singola dose di rifampicina, le concentrazioni di atorvastatina sono aumentate come conseguenza dell'inibizione di OATP1B1 e MRP2

Carvedilolo

Terapia combinata: 600 mg di rifampicina, 25 mg di carvedilolo per via orale
Monoterapia: 25 mg di carvedilolo per via orale

0.4

Usare con
cautela

Digossina

Terapia combinata: 600 mg di rifampicina al giorno, 1 mg di digossina
Monoterapia: 1 mg di digossina

0.48 [P<0.01]

0.70 [P<0.05]

Non
raccomandato

Pravastatina

Terapia combinata: 600 mg di rifampicina (dose singola), 20 mg di pravastatina per via orale
Monoterapia: 20 mg di pravastatina per via orale

2.73 [P=0.009]

2.27 [P<0.001]

Usare con
cautela

Commento: a causa della singola dose di rifampicina, le concentrazioni di pravastatina sono aumentate come conseguenza dell'inibizione di OATP1B1 e MRP2

Pravastatina

Terapia combinata: 600 mg di rifampicina al giorno, 40 mg di pravastatina per via orale
Monoterapia: 40 mg di pravastatina per via orale

0.79

0.69

Usare con
cautela

Propafenone

Terapia combinata: 600 mg di rifampicina al giorno, 140 mg di propafenone (per via endovenosa; non marcato) e 300 mg di propafenone (per via orale; marcato)
Monoterapia: 140 mg di propafenone (per via endovenosa; non marcato) e 300 mg di propafenone (per via orale; marcato)

0.28 (per via orale, propafenone marcato)

Non
raccomandato

Simvastatina

Terapia combinata: 600 mg di rifampicina al giorno, 40 mg di simvastatina
Monoterapia: 40 mg di simvastatina

0.11 [P<0.001]

0.14 [P<0.001]

Non
raccomandato

Vie aeree e torace

Bosentan

Terapia combinata: 600 mg di rifampicina al giorno, 250 mg di bosentan per via orale
Monoterapia: 250 mg di bosentan per via orale

0.47 [P<0.05]

0.42 [P<0.05]

Usare con
cautela

Roflumilast

Terapia combinata: 600 mg di rifampicina al giorno,
0.5 mg di roflumilast
Monoterapia: 0.5 mg di roflumilast

0.32 [0.26–0.39]

0.21 [0.16–0.27]

Non raccomandato

Tratto gastrointestinale

Ondansetrone

Terapia combinata: 600 mg di rifampicina, 8 mg di ondansetrone per via orale
Monoterapia: 8 mg di ondansetrone per via orale

0.51 [P<0.001]

0.35 [P<0.001]

Non
raccomandato

Ondansetrone

Terapia combinata: 600 mg di rifampicina, 8 mg di ondansetrone per via endovenosa
Monoterapia: 8 mg di ondansetrone per via endovenosa

0.52 [P<0.001]

Non
raccomandato

Sistema muscoloscheletrico e tessuto connettivo

Tizanidina

Terapia combinata: 600 mg di rifampicina al giorno,
4 mg di tizanidina
Monoterapia: 4 mg di tizanidina

0.51 [0.26–1.23;
intervallo di confidenza 95%]

0.46 [0.26–1.21;
intervallo di confidenza 95%]

Usare con
cautela

Gravidanza, parto e puerperio

Etinilestradiolo

Terapia combinata: 600 mg di rifampicina,
35 µg di etinilestradiolo, 1 mg di noretisterone
Monoterapia: 35 µg di etinilestradiolo, 1 mg noretisterone

0.57

0.34

Non raccomandato

Noretisterone

Terapia combinata: 600 mg di rifampicina,
35 mg di etinilestradiolo, 1 mg di noretisterone
Monoterapia: 35 mg di etinilestradiolo, 1 mg noretisterone

1

0.49

Non
raccomandato

Malattie congenite, familiari e genetiche

Deferasirox

Terapia combinata: 600 mg di rifampicina al giorno,
30 mg/kg di deferasirox
Monoterapia: 30 mg/kg di deferasirox

0.96

0.55

Usare con
cautela

Effetti di altri medicamenti su Rimactan

Gli antiacidi riducono la biodisponibilità della rifampicina somministrata in concomitanza per via orale. Per evitare questa interazione, Rimactan deve essere assunto almeno 1 ora prima degli antiacidi.

Gli oppiacei, gli anticolinergici e il ketoconazolo possono ridurre l'assorbimento della rifampicina.

Effetti di Rimactan su altri medicamenti

La rifampicina è un induttore molto potente del sistema del citocromo P450 e può aumentare il metabolismo dei medicamenti somministrati in concomitanza, portando a concentrazioni plasmatiche subterapeutiche e all'inefficacia. Inoltre, alcuni medicamenti, come la fenitoina e la teofillina, vengono contrastati dalla rifampicina. L'effetto benefico non è prevedibile e può variare nel tempo.

I medicamenti metabolizzati dagli enzimi CYP450 possono essere somministrati insieme a Rimactan solo se vi è la possibilità di controllarne la concentrazione plasmatica o le reazioni cliniche/gli effetti indesiderati e di regolarne la dose di conseguenza. Il monitoraggio deve essere frequente durante la terapia con Rimactan e anche per 2–3 settimane dopo l'interruzione della terapia. Gli effetti enzimatici della rifampicina si attenuano gradualmente nell'arco di 2 settimane o più dopo l'interruzione del trattamento con rifampicina. Questo è un fattore che deve essere preso in considerazione quando si aumenta la dose di altri medicamenti durante il trattamento con Rimactan.

Terapia combinata controindicata

  • Inibitori della proteasi (atazanavir, darunavir, fosamprenavir, indinavir, lopinavir, tipranavir e saquinavir): riduzione molto marcata delle concentrazioni plasmatiche dell'inibitore della proteasi, dovuta all'aumento del proprio metabolismo epatico della rifampicina.
  • NNRTI (inibitori non nucleosidici della trascrittasi inversa) come ad es. rilpivirina
  • Principi attivi contro HCV/epatite C come ad es. daclatasvir.
  • Voriconazolo: riduzione molto marcata delle concentrazioni plasmatiche del voriconazolo con rischio di perdita di efficacia, poiché la rifampicina aumenta il proprio metabolismo epatico.
  • Terapia combinata con alotano, a causa di un aumento della tossicità epatica.

Terapia combinata sconsigliata

  • Atovaquone: rischio di perdita di efficacia.
  • Antiepilettici (ad es. fenitoina, carbamazepina, acido valproico, perampanel, lamotrigina, zonisamide).
  • Antiaritmici (ad es. propafenone, lidocaina, amiodarone, dronedarone).
  • Antagonisti degli estrogeni (ad es. tamoxifene, fulvestrant).
  • Neurolettici (ad es. aloperidolo, risperidone, clozapina, sertindolo).
  • Antitrombotici della classe di antagonisti del P2Y12, antagonisti della vitamina K e inibitori del fattore Xa (ad es. clopidogrel, fenprocumone, acenocumarolo, apixaban).
  • Antimicotici e antimicotici azolici (ad es. itraconazolo, terbinafina).
  • Betabloccanti (ad es. metoprololo, carvedilolo).
  • Calcio antagonisti (ad es. diltiazem, verapamil, isradipina).
  • Antibiotici (ad es. linezolid, cloramfenicolo, claritromicina, doxiciclina).
  • Fluorochinolone.
  • Corticosteroidi (ad es. betametasone, desametasone, prednisolone).
  • Glicosidi cardiaci (ad es. digossina).
  • Sartani (ad es. losartan, valsartan).
  • Benzodiazepine (ad es. diazepam, midazolam, triazolam) e sostanze correlate alle benzodiazepine (ad es. zopiclon, zolpidem).
  • Antidiabetici orali (ad es. gliclazide, glimepiride, pioglitazone).
  • Ormoni tiroidei (ad es. levotiroxina, liotironina).
  • Oppioidi (ad es. morfina, metadone, buprenorfina, ossicodone).
  • Inibitori della COX-2 (ad es. celecoxib, etoricoxib).
  • Contraccettivi ormonali sistemici (cerotto, impianto, anello vaginale).
  • Estrogeni (ad es. estradiolo, etinilestradiolo).
  • Progestinici (ad es. levonorgestrel, desogestrel, progesterone).
  • Agenti antimalarici (ad es. chinino, proguanil, meflochina, artemetere).
  • Sostanze immunosoppressive (ad es. ciclosporina, azatioprina).
  • Antagonisti selettivi dei recettori 5HT3 (ad es. ondansetrone, tropisetron).
  • Statine metabolizzate dal CYP3D4 (ad es. simvastatina).
  • Riluzolo.
  • Antidepressivi triciclici (ad es. amitriptilina, nortriptilina).
  • Virostatici (ad es. zidovudina, nevirapina).
  • Agenti citotossici (ad es. imatinib, gefitinib, irinotecano).
  • Diuretici (ad es. eplerenone).

Altre interazioni:

Enalapril (ridotta concentrazione plasmatica di enalaprilato),

Micofenolati (possibile riduzione della concentrazione plasmatica di acido micofenolico).

La rifampicina può ridurre l'efficacia dei contraccettivi somministrati per via orale.

Le pazienti che usano contraccettivi orali devono utilizzare ulteriori metodi contraccettivi non ormonali.

Rimactan e l'acido paraminosalicilico (P.A.S.) devono essere presi a distanza di almeno 4 ore l'uno dall'altro; diversamente, le normali concentrazioni di rifampicina nel sangue non saranno raggiunte.

Gli antiacidi, gli oppiacei e gli anticolinergici possono ridurre l'assorbimento della rifampicina. Le dosi giornaliere di rifampicina devono essere assunte almeno 1 ora prima della somministrazione di questi medicamenti.

Sulla base dell'inibizione osservata in vitro del polipeptide trasportatore di anioni organici (OATP 1) da alte concentrazioni di rifampicina, sembra plausibile che la Rimactan possa peggiorare l'escrezione biliare di alcuni mezzi di contrasto (per esempio gadotexato) utilizzati per l'imaging della cistifellea.

Medicamenti epatotossici

In uno studio sperimentale, è stato dimostrato che il trattamento concomitante con le tre sostanze attive rifampicina, saquinavir e ritonavir è particolarmente epatotossico. Pertanto, Rimactan non deve mai essere usato insieme a saquinavir/ritonavir.

L'uso concomitante della rifampicina con medicamenti dannosi per il fegato (come paracetamolo, isoniazide, pirazinamide) deve essere attentamente monitorato, poiché la rifampicina può aumentare la tossicità di questi medicamenti anche a dosi terapeutiche (vedere «Effetti indesiderati»).

Ad alte dosi, la rifampicina si è dimostrata teratogena nei roditori. Nell'uomo, non è noto l'effetto sul feto della rifampicina, da sola o in associazione con altri antituberculostatici. Non vi sono studi in donne in gravidanza. Tuttavia, è noto che la rifampicina attraversi la barriera placentare e può essere rilevata nel sangue del cordone ombelicale.

Nessun aumento significativo delle malformazioni è stato osservato nei bambini nati da oltre 300 donne trattate con rifampicina durante la gravidanza.

Se somministrata durante le ultime settimane di gravidanza, la rifampicina può causare emorragie post-natali nella madre e nel neonato, che possono richiedere un trattamento con integratori di vitamina K.

Pertanto Rimactan non deve essere somministrato durante la gravidanza se non in caso di assoluta necessità.

Poiché Rimactan viene escreto nel latte materno, a causa della limitata esperienza, l'uso durante l'allattamento dovrebbe essere consentito solo se in presenza di un'indicazione convincente.

Rimactan può influire sulla capacità di guidare veicoli o sulla capacità di utilizzare macchine a causa di possibili effetti indesiderati (ad es. vertigine, disturbi della vista).

Le categorie di frequenza hanno la definizione seguente: molto comune: ≥1/10; comune: ≥1/100, <1/10; non comune: ≥1/1'000, <1/100; raro: ≥1/10'000, <1/1'000; molto raro: <1/10'000.

Tumori benigni, maligni e aspecifici (inclusi cisti e polipi)

Diversi casi di crescita accelerata del cancro ai polmoni nell'uomo sono stati segnalati in relazione alla rifampicina, ma non è stato possibile dimostrare una relazione causale con la sostanza.

Patologie del sistema emolinfopoietico

Non comune: leucopenia.

Raro: trombocitopenia (con o senza porpora) più comune con il trattamento intermittente. L'effetto è reversibile se la terapia viene interrotta immediatamente dopo la comparsa della porpora. Diversamente, si prevedono emorragie cerebrali con un decorso potenzialmente fatale.

Casi di coagulazione intravascolare disseminata.

Eosinofilia, anemia emolitica acuta.

Molto raro: agranulocitosi.

Disturbi del sistema immunitario

Reazioni, probabilmente di origine immunologica, che possono verificarsi principalmente con la terapia intermittente:

Molto comune: «sindrome influenzale» con episodi di piressia, brividi, cefalea, stordimento e dolore osseo: di solito si verifica tra il 3° e il 6° mese. La frequenza di questa sindrome varia, ma può colpire fino al 50% dei pazienti con somministrazioni di 25 mg/kg o più di rifampicina una volta alla settimana.

Raro: anafilassi.

Ulteriori reazioni di origine immunologica che possono verificarsi con la terapia intermittente: dispnea, respiro affannoso, ipotensione, shock, edema, anemia emolitica acuta e insufficienza nella funzione renale acuta, di solito dovuta a necrosi tubulare o eventualmente corticale o a nefrite interstiziale acuta.

Patologie endocrine

Raro: disturbi mestruali (in casi estremi amenorrea); innesco di una crisi nei pazienti di Addison (vedere «Interazioni»). Possibile diminuzione dei livelli di calcio e fosfato, il rilascio dell'ormone paratiroideo aumenta.

Disturbi del metabolismo e della nutrizione

Comune: perdita dell'appetito.

Molto raro: induzione o esacerbazione della porfiria.

Patologie psichiatriche

Raro: confusione mentale, psicosi.

Patologie del sistema nervoso

Comune: stanchezza, sonnolenza, cefalea, stordimento, vertigine.

Raro: atassia.

Patologie dell'occhio

Comune: arrossamento degli occhi.

Raro: congiuntivite essudativa, disturbi della vista.

Patologie vascolari

Raro: ipotensione, shock, edema e vasculite.

Patologie respiratorie, toraciche e mediastiniche

Raro: dispnea, respiro affannoso, vedere anche «Disturbi del sistema immunitario».

Patologie gastrointestinali

Molto comune: anoressia, nausea, mal di pancia, senso di sazietà, meteorismo, vomito, diarrea.

Raro: comparsa isolata di gastrite erosiva e colite pseudomembranosa, pancreatite.

Patologie epatobiliari

Molto comune: aumento asintomatico degli enzimi epatici.

Raro: epatite o itterizia, comprese reazioni epatiche potenzialmente letali come ad es. insufficienza epatica ed epatite fulminante acuta, in casi molto rari (<0.01%) con esito fatale; occorre inoltre considerare la tossicità epatica dei medicamenti combinati con la rifampicina, ad es. isoniazide o pirazinamide (vedere anche «Interazioni»).

Patologie della cute e del tessuto sottocutaneo

Comune: rossore, prurito con o senza esantema della cute, orticaria.

Raro: eritema multiforme incl. sindrome di Stevens-Johnson e gravi reazioni di ipersensibilità come dermatite esfoliativa, sindrome di Lyell, DRESS («Drug Reaction with Eosinophilia and Systemic Symptoms», reazione da medicamento con eosinofilia e sintomi sistemici) e reazioni pemfigoidi.

Patologie del sistema muscoloscheletrico e del tessuto connettivo

Raro: debolezza muscolare e miopatie.

Patologie renali e urinarie

Non comune: insufficienza nella funzione renale acuta, di solito dovuta a necrosi tubulare o eventualmente corticale o a nefrite interstiziale acuta.

Raro: livelli elevati di azoto ureico nel sangue (BUN) ed elevati livelli di acido urico nel siero, emolisi, emoglobinuria, ematuria.

Condizioni di gravidanza, puerperio e perinatali

Casi isolati: emorragie post-partum, emorragia materno-fetale.

Esami diagnostici

Molto comune: innalzamento asintomatico degli enzimi epatici (fino al 15%).

Comune: aumento della bilirubina, delle AST (aspartato aminotransferasi) e delle ALT (alanina aminotransferasi). Inizialmente si verificano livelli sierici temporaneamente elevati di bilirubina e un aumento dell'attività della sintetasi dell'acido δ-amminolevulinico.

Casi isolati: calo della pressione sanguigna, aumento della creatinina sierica.

Patologie generali e condizioni relative alla sede di somministrazione

Comune: colorazione rossastra dei fluidi corporei e delle secrezioni come urina, espettorato, liquido lacrimale, feci, saliva e sudore. Ciò può causare la colorazione permanente di lenti a contatto morbide.

La notifica di effetti collaterali sospetti dopo l'omologazione del medicamento è molto importante. Consente una sorveglianza continua del rapporto rischio-benefico del medicamento. Chi esercita una professione sanitaria è invitato a segnalare qualsiasi nuovo o grave effetto collaterale sospetto attraverso il portale online ElViS (Electronic Vigilance System). Maggiori informazioni sul sito www.swissmedicinfo.ch.

Tossicità: la somministrazione di 100 mg/kg nei bambini (1–4 anni) ha portato alla manifestazione di tipici sintomi cutanei. La somministrazione di 15 g negli adulti ha provocato un'intossicazione letale, mentre la somministrazione di 12 g negli adulti ha provocato un'intossicazione moderata.

Sintomi: disturbi gastrointestinali, dolori addominali, cefalea, sudorazione, dispnea, insufficienza nella funzione renale, disturbi epatici, prurito generalizzato, crisi convulsive, letargia crescente e disturbi dello stato di coscienza; in caso di grave affezione epatica si può verificare perdita di coscienza. È possibile un aumento temporaneo degli enzimi epatici e della bilirubina.

Colorazione rosso-arancio di pelle, urina, sudore, saliva, lacrime e feci.

Nei bambini è stato osservato un edema facciale e periorbitale. Possibile edema polmonare.

Sono stati segnalati alcuni casi mortali di ipotensione, tachicardia sinusale, aritmie ventricolari, convulsioni e arresto cardiaco.

Un grave sovradosaggio può causare un ingrossamento del fegato poche ore dopo l'assunzione, eventualmente associato a sensibilità alla pressione; l'itterizia può svilupparsi molto rapidamente.

Il decorso può essere aggravato da un danno epatico preesistente. Le altre funzioni corporee rimangono generalmente invariate.

In caso di grave sovradosaggio, i livelli di bilirubina possono aumentare molto rapidamente. I livelli degli enzimi epatici possono essere influenzati, soprattutto in presenza di un pregresso disturbo epatico.

Un effetto diretto sul sistema ematopoietico, sulle concentrazioni di elettroliti o sull'equilibrio acido-base è improbabile.

Sono stati riportati casi di sovradosaggio fatali e non fatali dopo l'ingestione di 14–60 g e di 9–12 g, rispettivamente, di rifampicina negli adulti.

Misure

Svuotare quanto prima il contenuto gastrico, se possibile (a condizione che il paziente non abbia crisi convulsive); seguono misure di sostegno come il mantenimento della pervietà delle vie aeree e il trattamento dei sintomi; la somministrazione ripetuta di carbone attivo, di antiemetici, l'emodialisi in casi persistenti, se non disponibile, dialisi peritoneale insieme a diuresi forzata. Trattamento sintomatico: in caso di insufficienza nella funzione renale può essere necessario ricorrere alla dialisi.

Codice ATC

J04AB02

Meccanismo d'azione

La rifampicina inibisce l'RNA polimerasi DNA-dipendente dei ceppi batterici sensibili senza influenzare il corrispondente enzima dei mammiferi.

Nel meccanismo di classificazione, la rifampicina porta in modo relativamente rapido allo sviluppo di germi resistenti, per questo motivo non deve essere usata come monoterapia per il trattamento delle infezioni manifeste. I germi resistenti alla rifampicina non mostrano resistenza incrociata ad altri antibiotici, ad eccezione della rifamicina.

Farmacodinamica

La rifampicina è un antibiotico appartenente alla categoria delle rifamicine con effetto battericida sul Mycobacterium tuberculosis in vitro e in vivo, mentre colpisce altre specie di micobatteri atipici in modi diversi.

Il suo effetto battericida si estende anche al M. leprae e a vari altri batteri Gram-positivi e Gram-negativi.

Concentrazione minima inibente (µg/ml) in vitro

Mycobacterium tuberculosis

0,005–0,2

Staphylococcus aureus

0,008–0,015

Neisseria meningitidis

0,015–1,0

Haemophilus influenzae

0,5–64

Legionella pneumophila

0,015–0,03

Mycobacterium leprae (mouse footpad)

0,3

In vivo, sviluppa il suo effetto battericida non solo sui germi extracellulari ma anche su quelli colonizzati intracellulari. Clinicamente significativo è anche il suo effetto sterilizzante.

Efficacia clinica

Non sono disponibili dati in merito.

Assorbimento

Il principio attivo viene assorbito rapidamente e completamente dopo la somministrazione orale. Raggiunge concentrazioni plasmatiche massime di circa 10 µg/ml 2–3 h dopo una singola assunzione di 600 mg di Rimactan a stomaco vuoto.

L'ingestione concomitante di cibo può influenzare l'assorbimento della rifampicina.

Con una perfusione durante 3 ore di 600 mg si raggiunge concentrazioni plasmatiche massime di circa 10 µg/ml.

Distribuzione

Il volume di distribuzione apparente è di 1,6 l/kg per gli adulti e di 1,1 l/kg per i bambini. La rifampicina si lega alle proteine del siero per l'84–91%.

La rifampicina penetra rapidamente in vari fluidi e tessuti corporei, compreso il tessuto osseo. La rifampicina penetra nella barriera emato-encefalica solo quando le meningi sono infiammate, ma le concentrazioni nel liquido cerebrospinale possono rimanere al di sopra della MIC (concentrazione minima inibitoria) efficace contro il Mycobacterium tuberculosis per un massimo di 2 mesi con un trattamento orale continuo di 600 mg al giorno.

Nell'uomo, la rifampicina attraversa la barriera placentare e passa nel latte materno. Tuttavia, un bambino allattato al seno non assume più dell'1% della dose terapeutica abituale di rifampicina.

Metabolismo

La rifampicina viene metabolizzata principalmente a livello epatico fino al suo metabolita 25-O-deacetil-rifampicina, microbiologicamente attivo, che, come la rifampicina non modificata, è soggetto a un circolo enteroepatico.

La rifampicina induce il proprio metabolismo.

Eliminazione

L'emivita di eliminazione plasmatica è dose-dipendente, dopo una singola somministrazione di 300 mg è di circa 2,5 h, dopo 600 mg è 3–4 h e dopo 900 mg è circa 5 h. Pochi giorni dopo ripetute somministrazioni giornaliere, la biodisponibilità diminuisce e l'emivita diminuisce a 1-2 ore dopo somministrazioni ripetute da 600 mg.

La rifampicina induce enzimi epatici e quindi accelera il proprio metabolismo. Di conseguenza, la clearance sistemica, che è di circa 6 l/h dopo la prima dose, aumenta a circa 9 l/h dopo dosi ripetute.

Sebbene la maggior parte del medicamento venga escreto nella bile e l'80% sia sotto forma del metabolita deacetil-rifampicina, la rifampicina si trova anche nelle urine. Nell'intervallo di dosaggio 150–900 mg, il 4–18% di una dose viene escreto in forma invariata nelle urine, a seconda della dose.

Cinetica di gruppi di pazienti speciali

Disturbi della funzionalità epatica

Nei pazienti con funzionalità epatica compromessa, le concentrazioni plasmatiche aumentano e l'emivita di eliminazione è un po' più lunga. In caso di compromissione della funzionalità epatica, la dose deve essere aggiustata.

Disturbi della funzionalità renale

In caso di compromissione della funzionalità renale, l'emivita di eliminazione viene prolungata a dosi superiori a 600 mg. A condizione che la funzione escretoria del fegato sia normale, i pazienti con funzionalità renale compromessa non richiedono una riduzione della dose a meno di 600 mg al giorno.

La rifampicina viene eliminata tramite dialisi peritoneale ed emodialisi. Non è necessario alcun aggiustamento della dose durante il trattamento dialitico.

Pazienti anziani

Nei pazienti più anziani si osservano concentrazioni plasmatiche simili a quelle dei pazienti più giovani.

Sono disponibili evidenze limitate sull'effetto cancerogeno della rifampicina negli animali. Nelle femmine di topo appartenenti a un ceppo suscettibile all'epatoma, è stato osservato un aumento significativo di tali tumori dopo un anno di trattamento con rifampicina a dosi 2–10 volte le dosi cliniche massime.

Nessun aumento significativo dell'incidenza di qualsiasi tipo di tumore è stato osservato nei topi di un altro ceppo trattato per un anno e nei ratti trattati per 2 anni. Gli studi su modelli di mammiferi, così come sui batteri, non hanno fornito evidenze di un effetto mutageno della rifampicina.

A dosi giornaliere di 150–250 mg/kg, la rifampicina ha dimostrato di essere teratogeno nei topi e nei ratti in quanto è stata osservata una maggiore incidenza di spina bifida e palatoschisi. Non è stato osservato alcun effetto teratogeno nei conigli. In tutte e tre le specie animali è stato osservato un effetto embriotossico non specifico a dosi >150 mg/kg.

Influenza su metodi diagnostici

Sulla base dell'inibizione osservata in vitro del polipeptide trasportatore di anioni organici (OATP 1) da alte concentrazioni di rifampicina, sembra plausibile che la Rimactan possa peggiorare l'escrezione biliare di alcuni mezzi di contrasto (per esempio gadotexato) utilizzati per l'imaging della cistifellea.

I metodi microbiologici per la determinazione dell'acido folico e della vitamina B12 nel siero non sono applicabili durante il trattamento con Rimactan.

L'escrezione di bromo-solfato è temporaneamente e competitivamente inibita dalla rifampicina. Per evitare risultati falsi positivi, il test della bromosulfaleina deve essere eseguito prima della somministrazione mattutina di Rimactan.

Reazioni incrociate e falsi positivi ai test di screening delle urine per gli oppiacei sono stati riportati con la rifampicina utilizzando il metodo KIMS.

Stabilità

Indicazioni particolari concernenti l'immagazzinamento

Conservare nella confezione originale, a temperatura non superiore a 30oC, al riparo dall'umidità e fuori dalla portata dei bambini. Non congelare.

Il medicamento non deve essere utilizzato oltre la data indicata con «EXP» sulla confezione. Conservare fuori dalla portata dei bambini.

34279 (Swissmedic)

Sandoz Pharmaceuticals S.A., Risch; domicilio: Rotkreuz

Giugno 2020

Principes actifs

Rifampicinum.

Excipients

Excip. pro capsula.

Capsules à 150 mg et 300 mg de rifampicine.

Infections mycobactériennes

Tuberculose: La tuberculose est la principale indication de Rimactan. Rimactan doit toujours être associé à d'autres antituberculeux.

Remarque: avant le traitement, prendre en considération les recommandations actuelles, applicables en Suisse, relatives au traitement de la tuberculose pulmonaire, y compris les données actuelles concernant l'état de la résistance.

Elles sont disponibles sur Internet, par ex. sur:

http://www.tbinfo.ch (recommandation commune de la ligue pulmonaire suisse et de l'Office fédéral de la santé publique)

Lèpre: En association à la dapsone et clofazimine dans le traitement des formes multibacillaires de lèpre (lépromateuse [LL], borderline lépromateuse [BL] et borderline [BB] [Classification de Ridley et Jopling]).

Une polychimiothérapie (PCT) est nécessaire pour éviter l'émergence de souches résistantes de M. leprae.

Source: WHO Guidelines for the Diagnosis, Treatment and Prevention of Leprosy

Noter que les plaquettes calendrier de PCT sont fournies gratuitement par l'OMS. En association à la dapsone pour le traitement des formes paucibacillaires de lèpre (tuberculoïde [TT], borderline tuberculoïde [BT]).

Infections non mycobactériennes

Pour le traitement des infections non mycobactériennes, par exemple les infections staphylococciques, Rimactan sera utilisé uniquement:

  • si les germes sont résistants aux antibiotiques de premier choix, qui sont normalement efficaces;
  • si la sensibilité des germes à la rifampicine est démontrée;
  • en association à d'autres antibiotiques/anti-infectieux auxquels les germes sont sensibles;
  • après avoir exclu le diagnostic de tuberculose et de lèpre.

Brucellose: En association à une tétracycline, par exemple la doxycycline.

Prévention de la méningite à méningocoques: Utilisation prophylactique chez les personnes qui ont été en contact étroit (par exemple au domicile, dans les crèches, les écoles, les logements collectifs) avec un patient atteint de méningite méningococcique. La réduction/éradication des germes (Neisseria meningitidis) du nasopharynx permet de diminuer le risque d'infection qui est très élevé chez les personnes en contact avec des malades.

Etant donné la possibilité de développement rapide d'une résistance des germes, les éventuels premiers signes d'une infection manifeste feront l'objet d'une attention particulière.

Rimactan ne doit pas être utilisé pour traiter une méningite méningococcique manifeste (voir «Mises en garde et précautions»).

Pour garantir une résorption optimale, prendre Rimactan de préférence à jeun, au moins ½ heure avant un repas.

Infections mycobactériennes

Tuberculose

Adultes et adolescents plus de 12 ans

10 (8-12) mg/kg par jour en une seule dose, dose journalière maximale de 600 mg,

ou 10 (8-12) mg/kg trois fois par semaine, dose journalière maximale de 600 mg.

Enfants et nourrissons:

15 (10-20) mg/kg par jour, dose journalière maximale de 600 mg.

Le traitement des enfants âgés de 0 à 3 mois requiert un ajustement individuel de la dose.

Dose journalière maximale autorisée: 600 mg.

Rimactan doit toujours être associé à d'autres antituberculeux. Avant le traitement, prendre en considération les recommandations actuelles, applicables en Suisse, relatives au traitement de la tuberculose pulmonaire, y compris les données actuelles concernant l'état de la résistance.

Lèpre

En cas de lèpre, la rifampicine (en association avec la dapsone et la clofazimine pour le traitement des formes multibacillaires de lèpre ou en association avec la dapsone pour le traitement des formes paucibacillaires de lèpre) est prescrite comme suit.

Pour la durée de traitement et la posologie des traitements concomitants, les versions respectives en vigueur des lignes directrices de l'OMS doivent être consultées.

Adultes

Rifampicine: 600 mg 1 fois par mois sous surveillance.

Enfants (10-14 ans)

Rifampicine : 450 mg 1 fois par mois sous surveillance.

Enfants de moins de 10 ans

La dose sera adaptée selon les besoins, par exemple:

Rifampicine: 10/mg/kg 1 fois par mois sous surveillance.

Infections non mycobactériennes

Infections par germes Gram positif ou Gram négatif qui sont sensibles à la rifampicine.

En association à d'autres antibiotiques/anti-infectieux:

Adultes et adolescents plus de 12 ans: 600-1200 mg par jour, répartis en deux prises uniques.

Petits enfants et enfants: 10-20 mg/kg par jour. La dose journalière maximale est de 450 mg pendant un traitement chronique.

Brucellose

Adultes: 600 - 900 mg de rifampicine par jour en une seule prise le matin à jeun, avec 200 mg de doxycycline par jour en une seule prise le soir avec un repas.

Enfants de plus de 8 ans: rifampicine: 10-20 mg/kg par jour en 1 ou 2 doses, sans dépassement de la dose adulte (900 mg/jour), plus doxycycline: 4 mg/kg/jour en une seule dose sans dépassement de la dose adulte.

Enfants de moins de 8 ans: rifampicine: 10-20 mg/kg par jour en 1 ou 2 doses, sans dépassement de la dose adulte (900 mg/jour) + triméthoprine (6-8 mg/kg/jour + sulfaméthoxazole (30‑40 mg/kg/jour) par voie orale en 1 ou 2 doses.

Durée du traitement: 6 semaines.

Prévention de la méningite à méningocoques

Adultes et adolescents de plus de 12 ans avec un poids supérieur à 60 kg: 600 mg 2 fois par jour, à 12 heures d'intervalle pendant 2 jours.

Enfants en bas âge dès 1 mois, enfants jusqu'à 12 ans et adolescents de plus de 12 ans, mais avec un poids inférieur à 60 kg: 10 mg/kg PC: deux fois par jour à intervalles de 12 h pendant 2 jours sans dépassement de la dose adulte.

Nourrissons de moins d'un mois: 5 mg/kg, 2 fois par jour, à 12 heures d'intervalle respectivement pendant 2 jours.

Après un contact avec une personne infectée, le traitement prophylactique doit être commencé aussi rapidement que possible.

Instructions posologiques particulières

Insuffisance rénale: Un ajustement posologique n'est généralement pas nécessaire, du moment que la fonction hépatique est normale. Rimactan est contre-indiqué en cas d'insuffisance rénale grave (clairance de la créatinine <25 ml/min).

Insuffisance hépatique: En cas d'insuffisance hépatique légère, le traitement peut être poursuivi avec prudence, du moment que la dose de Rimactan est réduite. Un contrôle régulier des taux sériques de rifampicine et des enzymes hépatiques doit être envisagé.

En cas d'insuffisance hépatique grave, le traitement par Rimactan est contre-indiqué.

Hypersensibilité connue aux rifamycines et/ou à l'un des excipients conformément à la composition ainsi qu'antécédents d'hépatite d'origine médicamenteuse; pathologies hépatiques aiguës de toute étiologie; cirrhose; névrite périphérique; porphyrie.

Rimactan ne doit pas être utilisé chez les patients présentant une clairance de la créatinine <25 ml/min.

Le traitement concomitant par Rimactan est contre-indiqué pour une série de substrats d'enzymes intervenant dans le métabolisme de composés exogènes et pour une série de transporteurs de médicaments (voir «Interactions»). En cas d'utilisation concomitante de Rimactan, il existe un risque accru de perte d'efficacité dû à la diminution des taux plasmatiques de ces médicaments (voir également «Mises en garde et précautions» et «Interactions»). Ceci est par exemple valable pour:

  • certaines substances antifongiques comme le voriconazole
  • certaines substances antivirales contre le virus de l'hépatite C (VHC) / l'hépatite C comme p.ex. le daclatasvir
  • inhibiteurs de protéases comme p.ex. le lopinavir, l'atazanavir, le darunavir, le fosamprénavir, l'amprénavir, le tipranavir.
  • inhibiteurs non-nucléosidiques de la transcriptase inverse (NNRTIs), comme p.ex. la rilpivirine
  • Ces énumérations ne sont pas exhaustives.

Une étude expérimentale a mis en évidence une toxicité hépatique notable du traitement simultané par les 3 principes actifs rifampicine, saquinavir et ritonavir. En conséquence, Rimactan ne doit jamais être administré en même temps que le saquinavir/ritonavir (voir les «Interactions»).

L'association avec l'halothane, en raison d'une augmentation de la toxicité hépatique.

Résistance

Pour éviter l'émergence de germes résistants, la rifampicine doit toujours être associée à d'autres antibiotiques/agents chimiothérapeutiques pour le traitement des infections, sauf pour la prévention des maladies à méningocoques.

Prévention de la méningite à méningocoques

En raison du développement possible d'une résistance des germes, les personnes en contact traitées préventivement doivent faire l'objet d'une surveillance étroite; les éventuels signes d'une infection manifeste doivent faire l'objet d'une attention particulière.

Rimactan ne doit pas être utilisé pour traiter une infection manifeste à méningocoques.

Réactions d'hypersensibilité

Des réactions d'hypersensibilité peuvent se manifester, comme une thrombopénie, un purpura, une anémie hémolytique, une dyspnée et des crises d'asthme, un choc ou une insuffisance rénale (effets indésirables que la rifampicine peut provoquer dans des cas exceptionnels). Chez les patients présentant ce type de complications, le traitement par Rimactan doit immédiatement être arrêté et ils ne doivent plus jamais être traités par la rifampicine.

Des réactions d'hypersensibilité systémiques sévères, également avec issue mortelle, ont été observées lors d'un traitement par la rifampicine, comme le syndrome d'hypersensibilité lié aux médicaments (Drug Reaction with Eosinophilia and Systemic Symptoms, DRESS), la pustulose exanthématique aiguë généralisée (PEAG) ou le syndrome de Stevens-Johnson (SJS)/la nécrolyse épidermique toxique (NET) (voir «Effets indésirables»).

Si des signes ou des symptômes de SJS ou de NET apparaissent (p.ex. des rashs cutanés évolutifs, souvent avec vésication ou lésions des muqueuses), le patient doit être informé qu'il doit immédiatement consulter le médecin traitant. Il est à noter que les premiers signes d'une hypersensibilité, tels que la fièvre, des ganglions lymphatiques gonflés ou des résultats d'analyses positifs (comme une éosinophilie ou des anomalies des valeurs hépatiques), peuvent déjà être présentes, même si aucune réaction cutanée n'a encore été observée. Le patient doit être informé qu'il doit immédiatement consulter son médecin dès qu'il constate les signes ou symptômes susmentionnés. Rimactan doit être arrêté tant qu'aucune autre cause pour ces signes et symptômes n'a pu être déterminée.

Hépatotoxicité

Le principe actif de Rimactan peut provoquer des troubles hépatiques, des inflammations hépatiques ainsi que de graves lésions hépatiques d'évolution fatale dans des cas isolés. La prudence est donc de mise lors du traitement par Rimactan et une surveillance médicale stricte est nécessaire. La fonction hépatique (ASAT et ALAT notamment) doit être contrôlée en début de traitement et, par la suite, toutes les 2 à 4 semaines. Si des signes de lésions des cellules hépatiques apparaissent, le traitement doit être arrêté.

En particulier, on doit surveiller soigneusement les patients avec les facteurs de risque déjà connus. Les facteurs de risque déjà connus sont notamment:

  • l'âge (le risque est déjà multiplié par 4 à partir de 35 ans et par 8 à partir de 50 ans par rapport aux patients plus jeunes).
  • des pathologies hépatiques préexistantes.
  • la prise simultanée de médicaments hépatotoxiques.
  • l'altération de la fonction rénale.
  • la consommation chronique/consommation excessive d'alcool.
  • un mauvais état nutritionnel.
  • le fait d'être une femme noire ou latino-américaine.

Un compte-rendu unique d'augmentation modérée de la bilirubine et/ou des transaminases ne peut à lui seul justifier l'interruption du traitement; en effet, ces valeurs reviennent à la normale suite à une augmentation initiale. Cependant, ces valeurs doivent faire l'objet d'un contrôle rigoureux. Il faudra les mesurer plusieurs fois avant de prendre toute décision concernant le traitement. Dans ce cadre, il faut tenir compte de leur évolution dans le temps et de leur sévérité en relation avec l'état clinique du patient. Dans tous les cas de figure, il convient de demander aux patients de surveiller l'apparition de signes avant-coureurs d'une hépatite, tels que la fatigue, une sensation de faiblesse, des malaises, une perte d'appétit, des nausées ou des vomissements, ainsi que de signes plus tardifs tels un ictère et une décoloration des selles et de consulter immédiatement un médecin en cas d'apparition de ce type de symptômes.

Dans des cas isolés, une hyperbilirubinémie peut se manifester suite à une compétition de l'excrétion biliaire de bilirubine provoquée par la rifampicine (voir également les «Effets indésirables»).

Traitement intermittent

Parce que le «syndrome de type grippal» qui survient essentiellement en cas de traitement intermittent (voir «Effets indésirables») peut annoncer des complications graves telles que thrombopénie, purpura, anémie hémolytique, dyspnée et crises de type asthmatique, choc et défaillance rénale, le passage à un traitement quotidien doit être envisagé si ce syndrome de type grippal apparaît. Le passage au traitement quotidien sera toujours mis en œuvre en cas de syndrome de type grippal très intense, et le traitement sera immédiatement et définitivement interrompu en cas de survenue des symptômes graves susmentionnés.

La posologie sera progressive lors du passage du traitement intermittent au traitement quotidien. Débuter par 75 à 150 mg environ le premier jour. La dose thérapeutique souhaitée doit être atteinte en l'espace de 3 à 4 jours. Pendant cet intervalle, la fonction rénale du patient sera soigneusement surveillée.

Les patients doivent recevoir la consigne de ne pas interrompre le traitement afin d'éviter des réactions immunologiques ou tout autre effet secondaire pouvant se manifester par une posologie intermittente (moins de 2 à 3 doses par semaine) (voir «Effets indésirables»).

Interruption du traitement

La reprise du traitement après une interruption ou une prise irrégulière de Rimactan peut entraîner de graves effets indésirables; il convient donc d'éviter, dans la mesure du possible, ces deux cas de figure. Si l'arrêt du traitement s'impose, il convient d'augmenter progressivement la prise de rifampicine sous stricte surveillance (voir «Traitement intermittent»). La dose thérapeutique souhaitée doit être atteinte au 3e ou au 4e jour.

Survenue de diarrhées

La survenue d'une diarrhée pendant ou après le traitement par Rimactan, notamment si celle-ci est sévère, persistante et/ou accompagnée de saignements peut indiquer une infection à Clostridium difficile. La forme évolutive la plus sévère de cette infection est la colite pseudo-membraneuse.

Les médicaments inhibant le péristaltisme intestinal sont contre-indiqués en cas de survenue de fortes diarrhées. L'urine, la sueur, les expectorations, les larmes et même les lentilles de contact souples (durablement pour ces dernières) peuvent prendre une teinte rougeâtre.

Examens de laboratoire

Le taux d'enzymes hépatiques, l'hémogramme, le nombre de thrombocytes, la bilirubine ainsi que la concentration sérique de créatinine doivent être déterminés au début du traitement, puis à intervalles réguliers. La survenue d'une thrombocytopénie (avec ou sans purpura) est réversible si le traitement est immédiatement interrompu suite à l'apparition du purpura. Dans le cas contraire, le patient risque d'être sujet à des hémorragies cérébrales pouvant avoir une issue fatale.

Une augmentation des transaminases supérieure à 100 U/l associée à une augmentation de la bilirubine doit faire penser à une atteinte hépatique et une interruption du traitement doit être envisagée.

La rifampicine peut retarder l'excrétion biliaire de certains produits de contraste utilisés pour visualiser la vésicule biliaire.

Pendant le traitement par la rifampicine, les méthodes microbiologiques de dosage de l'acide folique et de la vitamine B12 dans le sérum ne sont pas utilisables.

Des réactions croisées et des résultats faux positifs aux tests de criblage urinaire des opiacés ont été rapportés chez des patients traités par la rifampicine, notamment lors de l'utilisation de la méthode d'interaction cinétique des microparticules en solution (Kinetic Interaction of Microparticles in Solution, KIMS). Par conséquent, il est recommandé de vérifier les résultats par des examens supplémentaires comme, par exemple, la chromatographie en phase gazeuse ou la spectrométrie de masse.

Le métabolisme des substrats endogènes comme les hormones surrénales, les thyroxines et la vitamine D peut augmenter en raison des propriétés d'induction enzymatique de la rifampicine.

Diabète

Rimactan doit être utilisé avec prudence chez les patients diabétiques, car l'équilibration correcte du diabète est difficile.

Porphyrie

La rifampicine ne doit pas être utilisée chez les patients souffrant de porphyrie en raison de son action inductrice enzymatique; en effet, l'activation de l'acide delta amino-lévulinique synthétase peut entraîner des manifestations aiguës de la porphyrie (voir les «Contre-indications»).

Coagulopathie

Sous traitement par la rifampicine, une coagulopathie dépendante de la vitamine K et de graves hémorragies peuvent survenir. Il est recommandé de surveiller les patients quant à la survenue d'une coagulopathie, notamment les patients présentant un risque d'hémorragies. Si nécessaire, un apport complémentaire en vitamine K doit être envisagé (carence en vitamine K, hypoprothrombinémie).

Alcool:

Les patients traités par Rimactan doivent s'abstenir de consommer de l'alcool.

Prématurés et nouveau-nés

Le traitement du prématuré et du nouveau-né aura lieu uniquement en cas d'urgence et avec une extrême prudence, car le système enzymatique hépatique n'est pas encore totalement développé chez ces enfants.

Interactions médicamenteuses:

L'administration concomitante de la rifampicine avec certains autres médicaments peut altérer l'éfficacité de ceux-ci et/ou provoquer des effets indésirables.

La rifampicine est un puissant inducteur du système du cytochrome P450 pouvant augmenter le métabolisme des médicaments administrés conjointement, entraînant des concentrations plasmatiques sous-thérapeutiques et une inefficacité de ceux-ci.

Les médicaments éliminés par ce métabolisme ne doivent être pris en association avec Rimactan que s'il est possible de contrôler leur concentration plasmatique ou leurs réactions cliniques/effets indésirables et d'ajuster le dosage en conséquence (voir les «Interactions»).

Il se peut également que certains médicaments aient un effet sur le métabolisme de la rifampicine. Les médicaments dont l'utilisation en association avec la rifampicine est contre-indiquée ou dont l'utilisation n'est pas recommandée ou bien pour lesquels il est recommandé d'être prudent lors de leur utilisation sont répertoriés dans les rubriques «Contre-indications» et «Interactions».

Il convient d'informer les patients qu'ils ne doivent prendre aucun autre médicament sans avoir préalablement demandé l'avis d'un médecin.

Warfarine

Il convient de contrôler rigoureusement l'INR au cours du traitement par Rimactan puis pendant 2 à 3 semaines après le traitement en cas de prise concomitante de warfarine et de Rimactan. Le dosage de warfarine doit être ajusté en conséquence. Il existe un risque d'hémorragies sévères suite au traitement par Rimactan si le dosage de warfarine n'a pas été adapté en conséquence (voir les «Interactions»).

Contraception

Pour prévenir l'éventualité d'une grossesse pendant le traitement par rifampicine, des méthodes contraceptives non hormonales doivent être utilisées (voir «Interactions»).

Les capsules Rimactan contiennent de lactose. Les patients présentant une intolérance au galactose, un déficit total en lactase ou un syndrome de malabsorption du glucose et du galactose (maladies héréditaires rares) ne doivent pas prendre ce médicament.

Interactions pharmacocinétiques:

La rifampicine est un puissant inducteur sélectif de transporteurs de substances médicamenteuses et d'enzymes qui métabolisent les médicaments. Des données ont révélé que la rifampicine a un effet sur les enzymes tels que les cytochromes (CYP) P450, 1A2, 2B6, 2C8, 2C9, 2C19 et 3A4, les UDP-glucuronosyltransférases (UGT), les sulfotransférases et les carboxylestérases, ainsi que sur les transporteurs tels que la glycoprotéine P (P-gp) et la protéine 2 associée à la multirésistance aux médicaments (multidrug-Resistence­associated protein 2, MRP2). La plupart des médicaments sont des substrats de ces enzymes ou leur pharmacocinétique est dépendante des transporteurs cités.

La rifampicine peut induire simultanément des enzymes et des transporteurs. La rifampicine peut ainsi accélérer le métabolisme de certains médicaments administrés simultanément et réduire leur efficacité. Elle peut également prolonger des interactions cliniquement significatives avec de nombreux médicaments et classes de médicaments. Afin qu'une concentration thérapeutique optimale dans le sang soit maintenue pour les médicaments qui sont administrés simultanément à la rifampicine, il est éventuellement nécessaire d'ajuster la posologie au début du traitement ou après l'arrêt de la rifampicine. En raison de ces propriétés, le principe actif présente un potentiel d'interaction important et il n'est pas possible de nommer ici chacun des partenaires potentiels d'interaction. En cas d'utilisation concomitante d'autres médicaments, il faut donc, en principe, consulter leur information professionnelle afin de connaître leurs voies métaboliques ainsi que les éventuels ajustements posologiques (ou autres mesures) nécessaires.

Ceci est notamment valable pour les patients avec des co-médications multiples ainsi que pour ceux présentant en même temps une insuffisance hépatique ou rénale.

Les recommandations citées dans le tableau suivant sont (non explicitement indiqués autrement) définies de la manière suivante:

  • «contre-indiqué»: le médicament ne doit en aucun cas être administré en même temps que la rifampicine.
  • «non recommandé»: il convient d'éviter une utilisation du médicament pendant le traitement par la rifampicine ou lors des 2 premières semaines suivant l'arrêt du traitement, dans la mesure où le bénéfice ne l'emporte pas sur les risques potentiellement accrus. Si une administration concomitante s'impose, le patient doit faire l'objet d'une surveillance et, le cas échéant, la posologie du médicament administré simultanément doit être ajustée. Dans le cas des principes actifs pour lesquels des concentrations cibles sont définies, il est recommandé de surveiller les concentrations plasmatiques.

Ceci est valable pour les médicaments qui ont une marge thérapeutique étroite.

  • «utiliser avec prudence»: si le médicament est utilisé en association avec la rifampicine, une surveillance étroite et rigoureuse est recommandée. Dans le cas des principes actifs pour lesquels des concentrations cibles sont définies, il est recommandé de surveiller les concentrations plasmatiques. Le cas échéant, la posologie du médicament administré simultanément doit être ajustée.

Les résultats avec les quotients de l'exposition au principe actif en comparaison avec l'exposition dans le cas de l'administration associée n'ont pas toujours été reproductibles, ils ont même été contradictoires. C'est le cas par exemple du lopinavir, de la fexofénadine, du glibenclamide ou de la pravastatine. Ceci pourrait être dû à la différence de phénotype des patients.

Infections et infestations

Principe actif
étudié

Posologie

Cmax

ASC

Recommandation

Quotient de l'exposition au principe actif Association/ Monothérapie
[intervalle de confiance à 90%]

Quotient de l'exposition au principe actif Association/ Monothérapie
[intervalle de confiance à 90%]

Daclatasvir

Association: 600 mg de rifampicine par jour, 60 mg de daclatasvir
Monothérapie: 60 mg de daclatasvir

0,44 [0,40-0,48]

0,21 [0,19-0,23]

contre-indiqué

Dapsone

Association: rifampicine en traitement standard, 100 mg de dapsone (2 fois par semaine)
Monothérapie: 100 mg de dapsone (2 fois par semaine)

0,59

La dapsone est
indiquée pour l'administration en association avec la rifampicine

Éfavirenz

Association: 600 mg de rifampicine par jour, 600 mg d'éfavirenz
Monothérapie: 600 mg d'éfavirenz

0,76 [non significatif]

0,78 [non significatif]

utiliser avec prudence; augmenter la dose d'éfavirenz à 800 mg

Fluconazole

Association: 600 mg de rifampicine par jour, 400 mg de fluconazole
Monothérapie: 400 mg de fluconazole

0,83 [p = 0,009]

0,77 [p = 0,001]

utiliser
avec prudence

Itraconazole

Association: 600 mg de rifampicine par jour, 200 mg d'itraconazole
Monothérapie: 200 mg d'itraconazole

0,04 [sujets sains]
0,11 [patients atteints du SIDA]

0,12 [sujets sains]
0,36 [patients atteints du SIDA]

non
recommandé

Linézolide

Association: 600 mg de rifampicine par jour,
1200 mg de linézolide
Monothérapie: 1200 mg de linézolide

0,79 [0,63-0,85]

0,68 [0,63-0,73]

non
recommandé

Lopinavir

Association: 600 mg de rifampicine par jour, 800 mg de lopinavir, 200 mg de ritonavir
Monothérapie: 800 mg de lopinavir, 200 mg de ritonavir

0,45 [0,40-0,51]

0,25 [0,21-0,29]

contre-indiqué

Lopinavir

Association: 600 mg de rifampicine par jour, 800 mg de lopinavir, 800 mg de ritonavir
Monothérapie: 800 mg de lopinavir, 800 mg de ritonavir

0,93 [0,81-1,07]

0,98 [0,81-1,17]

contre-indiqué

Moxifloxacine

Association: 450 mg de rifampicine/600 mg d'isoniazide 3 x/semaine; 400 mg de moxifloxacine
Monothérapie: 400 mg de moxifloxacine

0,68 [0,64-0,73]

0,69 [0,65-0,74]

utiliser
avec prudence

Posaconazole

Association: 600 mg de rifampicine par jour,
800 mg de posaconazole
Monothérapie: 800 mg de posaconazole

0,20 - 0,42

non
recommandé

Rilpivirine

Association: 600 mg de rifampicine par jour,
150 mg de rilpivirine par jour
Monothérapie: 150 mg de rilpivirine

0,31 [0,27-0,36]

0,20 [0,18-0,23]

contre-indiqué

Voriconazole

Association: 600 mg de rifampicine par jour,
400 mg de voriconazole
Monothérapie: 400 mg de voriconazole

0,01

0,01

contre-indiqué

Zidovudine

Association: 600 mg de rifampicine,
avec 500 mg (2 x/jour), 200 mg (3 x/jour) ou 100 mg (1 x/jour) de zidovudine
Monothérapie: 100 mg, 200 mg ou 300 mg de zidovudine

0,49

0,42

non
recommandé

Zidovudine

Association: 600 mg de rifampicine par jour,
avec 200 mg de zidovudine (3 x/jour)
Monothérapie: 200 mg de zidovudine (3 x/jour)

0,57 [0,34-0,96]

0,53 [0,47-0,59]

non
recommandé

Néoplasmes

Tamoxifène

Association: 600 mg de rifampicine par jour, 80 mg de tamoxifène par voie orale
Monothérapie: 80 mg de tamoxifène par voie orale

0,44 [P <0,001]

0,14 [P <0,001]

non
recommandé

Torémifène

Association: 600 mg de rifampicine par jour, 120 mg de torémifène par voie orale
Monothérapie: 120 mg de torémifène par voie orale

0,45 [P <0,001]

0,13 [P <0,001]

non
recommandé

Vandétanib

Association: 600 mg de rifampicine par jour,
300 mg de vandétanib
Monothérapie: 300 mg de vandétanib

1,03 [0,95-1,11]

0,60 [0,58-0,63]

non
recommandé

Affections hématologiques et du système lymphatique

Apixaban

Association: 600 mg de rifampicine par jour,
10 mg d'apixaban
Monothérapie: 10 mg d'apixaban

0,58 [0,52-0,65]

0,46 [0,42-0,49]

non
recommandé

Clopidogrel

Association: 600 mg de rifampicine par jour,
75 mg de clopidogrel
Monothérapie: 75 mg de clopidogrel

3,8 [métabolite actif;
p <0,0001]

non
recommandé

Dabigatran

Association: 600 mg de rifampicine par jour,
150 mg de dabigatran (étexilate)
Monothérapie: 150 mg de dabigatran

0,35 [0,27-0,44]

0,33 [0,27-0,41]

utiliser
avec prudence

Ticagrélor

Association: 600 mg de rifampicine par jour,
180 mg de ticagrélor
Monothérapie: 180 mg de ticagrélor

0,27 [0,23-0,33]

0,14 [0,11-0,17]

non
recommandé

Warfarine

Association: 600 mg de rifampicine (dose unique par voie intraveineuse),
7,5 mg de warfarine
Monothérapie: 7,5 mg de warfarine

Warfarine S: 0,91 [0,78-1,05]

Warfarine R: 0,95 [0,82–1,12]

Warfarine S: 0,85 [0,74-0,99]

Warfarine R:0,75 (0,68‑0,82)

utiliser
avec prudence

Affections du système immunitaire

Ciclosporine

Association: 600 mg de rifampicine par jour, 2 mg/kg/jour de ciclosporine
Monothérapie: 2 mg/kg/jour de ciclosporine

0,71

0,61

non
recommandé

Ébastine

Association: 600 mg de rifampicine par jour,
20 mg d'ébastine
Monothérapie: 20 mg d'ébastine

0,19 [0,10-1,90]

0,24 [0,09-0,71]

utiliser
avec prudence

Fexofénadine

Association: 600 mg de rifampicine par jour, 60 mg de fexofénadine par voie orale
Monothérapie: 60 mg de fexofénadine par voie orale

0,49-0,68 [p <0,05]

utiliser
avec prudence

Fexofénadine

Association: 600 mg de rifampicine par jour, 60 mg de fexofénadine par voie orale
Monothérapie: 60 mg de fexofénadine par voie orale

Fexofénadine S: 2,94 [2,22-3,66]

Fexofénadine R: 2,46 [1,74-3,18]

Fexofénadine S: 3,13 [2,13-4,13]

Fexofénadine R: 2,40 [1,62-3,17]

utiliser
avec prudence

Prednisolone

Association: 20 mg de prednisolone
8 mg/kg de rifampicine
Monothérapie: 20 mg de prednisolone

0,78

0,49

utiliser avec prudence

Tacrolimus

Association: 600 mg de rifampicine par jour, 0,1 mg/kg de tacrolimus (par voie orale) ou 0,025 mg/kg (par voie intraveineuse)
Monothérapie: 0,1 mg/kg de tacrolimus (par voie orale) ou 0,025 mg/kg (par voie intraveineuse)

0,32 (par voie orale) [p <0,05]
0,65 (par voie intraveineuse) [p <0,05]

utiliser avec prudence

Métabolisme et nutrition

Glibenclamide

Association: 600 mg de rifampicine par jour, 1,75 mg de glibenclamide (également glyburide) par voie orale
Monothérapie: 1,75 mg de glibenclamide par voie orale

0,78
[p = 0,01]

0,61
[p <0,001]

utiliser
avec prudence

Répaglinide

Association: 600 mg de rifampicine par jour, 0,5 mg de répaglinide par voie orale
Monothérapie: 0,5 mg de répaglinide par voie orale

0,57 [
[p = 0,001]

0,41 [
[p <0,001]

utiliser
avec prudence

Affections psychiatriques

Bupropion

Association: 600 mg de rifampicine par jour, 150 mg de bupropion
Monothérapie: 150 mg de bupropion

0,38 [0,33-0,43]

0,33 [0,29-0,37]

utiliser
avec prudence

Rispéridone

Association: 600 mg de rifampicine par jour,
4 mg de rispéridone
Monothérapie: 4 mg de rispéridone

0,50 [p <0,01]

0,27 [p <0,01]

non
recommandé

Affections du système nerveux

Buprénorphine

Association: 600 mg de rifampicine par jour, 16 mg de buprénorphine par jour
Monothérapie: 16 mg de buprénorphine par jour

0,62 [p <0,009]

0,30 [p <0,001]

non
recommandé

Buspirone

Association: 600 mg de rifampicine par jour, 30 mg de buspirone
Monothérapie: 30 mg de buspirone

0,16 [p <0,01]

0,10 [p <0,01]

utiliser
avec prudence

Codéine

Association: 600 mg de rifampicine par jour, 120 mg de codéine par voie orale
Monothérapie: 120 mg de codéine par voie orale

0,20

non
recommandé

Midazolam

Association: 600 mg de rifampicine par jour, 15 mg de midazolam
Monothérapie: 15 mg de midazolam

0,05 [p <0,05]

0,02 [p <0,05]

non
recommandé

Morphine

Association: 600 mg de rifampicine, 10 mg de morphine par voie orale
Monothérapie: 10 mg de morphine par voie orale

0,55

0,73

non
recommandé

Oxycodone

Association: 600 mg de rifampicine par jour, 0,1 mg/kg (par voie intraveineuse) ou 15 mg (par voie orale) d'oxycodone
Monothérapie: 0,1 mg/kg (par voie intraveineuse) ou 15 mg (par voie orale) d'oxycodone

0,32 (oxycodone par voie orale)
[p <0,05]

0,45 (oxycodone par voie veineuse) [p <0,05]
0,14 (oxycodone par voie orale) [p <0,05]

non
recommandé

Zolpidem

Association: 600 mg de rifampicine par jour, 20 mg de zolpidem par jour.
Monothérapie: 20 mg de zolpidem

0,42 [0,28-0,55]

0,27 [0,19-0,36]

non
recommandé

Affections cardiovasculaires

Aliskirène

Association: 600 mg de rifampicine par jour, 150 mg d'aliskirène par voie orale
Monothérapie: 150 mg d'aliskirène par voie orale

0,61 [0,41-0,90]

0,44 [0,35-0,56]

utiliser
avec prudence

Aténolol

Association: 600 mg de rifampicine par jour, 150 mg d'aténolol par voie orale
Monothérapie: 100 mg d'aténolol par voie orale

0,85 [non significatif]

0,81 [p <0,05]

utiliser
avec prudence

Atorvastatine

Association: 600 mg de rifampicine par voie intraveineuse, 40 mg d'atorvastatine par voie orale
Monothérapie: 40 mg d'atorvastatine par voie orale

10,5

7,2

avec prudence

Commentaire: en raison de l'administration unique de rifampicine, les concentrations d'atorvastatine sont accrues suite à l'inhibition d'OATP1B1 et de MRP2

Carvédilol

Association: 600 mg de rifampicine, 25 mg de carvédilol par voie orale
Monothérapie: 25 mg de carvédilol par voie orale

0,4

utiliser
avec prudence

Digoxine

Association: 600 mg de rifampicine par jour, 1 mg de digoxine
Monothérapie: 1 mg de digoxine

0,48 [p <0,01]

0,70 [p <0,05]

non
recommandé

Pravastatine

Association: 600 mg de rifampicine (dose unique), 20 mg de pravastatine par voie orale
Monothérapie: 20 mg de pravastatine par voie orale

2,73 [p = 0,009]

2,27 [p <0,001]

utiliser
avec prudence

Commentaire: en raison de l'administration unique de rifampicine, les concentrations de pravastatine sont accrues suite à l'inhibition d'OATP1B1 et de MRP2

Pravastatine

Association: 600 mg de rifampicine par jour, 40 mg de pravastatine par voie orale
Monothérapie: 40 mg de pravastatine par voie orale

0,79

0,69]

utiliser
avec prudence

Propafénone

Association: 600 mg de rifampicine par jour, 140 mg de propafénone (par voie intraveineuse; non marquée) et 300 mg de propafénone (par voie orale; marquée)
Monothérapie: 140 mg de propafénone (par voie intraveineuse; non marquée) et 300 mg de propafénone (par voie orale; marquée)

0,28 (propafénone marquée, par voie orale)

non
recommandé

Simvastatine

Association: 600 mg de rifampicine par jour, 40 mg de simvastatine
Monothérapie: 40 mg de simvastatine

0,11 [p <0,001]

0,14 [p <0,001]

non
recommandé

Affections respiratoires, thoraciques et médiastinales

Bosentan

Association: 600 mg de rifampicine par jour, 250 mg de bosentan par voie orale
Monothérapie: 250 mg de bosentan par voie orale

0,47 [p <0,05]

0,42 [p <0,05]

utiliser
avec prudence

Roflumilast

Association: 600 mg de rifampicine par jour,
0,5 mg de roflumilast
Monothérapie: 0,5 mg de roflumilast

0,32 [0,26-0,39]

0,21 [0,16-0,27]

non recommandé

Affections gastro-intestinales

Ondansétron

Association: 600 mg de rifampicine, 8 mg d'ondansétron par voie orale
Monothérapie: 8 mg d'ondansétron par voie orale

0,51 [p <0,001]

0,35 [p <0,001]

non
recommandé

Ondansétron

Association: 600 mg de rifampicine, 8 mg d'ondansétron par voie intraveineuse
Monothérapie: 8 mg d'ondansétron par voie intraveineuse

0,52 [p <0,001]

non
recommandé

Affections musculo-squelettiques et systémiques

Tizanidine

Association: 600 mg de rifampicine par jour,
4 mg de tizanidine
Monothérapie: 4 mg de tizanidine

0,51 [0,26-1,23;
intervalle de confiance à 95%]

0,46 [0,26-1,21;
intervalle de confiance à 95%]

utiliser
avec prudence

Affections gravidiques, puerpérales et périnatales

Éthinylestradiol

Association: 600 mg de rifampicine,
35 µg d'éthinylœstradiol, 1 mg de noréthistérone
Monothérapie: 35 µg d'éthinylœstradiol, 1 mg de noréthistérone

0,57

0,34

non recommandé

Noréthistérone

Association: 600 mg de rifampicine,
35 mg d'éthinylœstradiol, 1 mg de noréthistérone
Monothérapie: 35 mg d'éthinylestradiol, 1 mg de noréthistérone

1

0,49

non
recommandé

Affections congénitales, familiales et génétiques

Déférasirox

Association: 600 mg de rifampicine par jour,
30 mg/kg de déférasirox
Monothérapie: 30 mg/kg de déférasirox

0,96

0,55

utiliser
avec prudence

Effets d'autres médicaments sur Rimactan

Les antiacides diminuent la biodisponibilité de la rifampicine administrée simultanément par voie orale. Pour éviter cette interaction, administrer la rifampicine une heure au minimum avant l'administration de ces produits.

Les opiacés, les anticholinergiques et le kétoconazole diminuent peuvent diminuer la résorption du rifampicine.

Effet de Rimactan sur d'autres médicaments

La rifampicine est un puissant inducteur du système du cytochrome P450 pouvant augmenter le métabolisme des médicaments administrés conjointement, entraînant des concentrations plasmatiques sous-thérapeutiques et une inefficacité de ceux-ci. En outre, elle antagonise certains médicaments comme la phénytoïne, la warfarine et la théophylline. L'effet utile ne peut être établi à l'avance et peut évoluer au fil du temps.

Les médicaments métabolisés par les enzymes du CYP 450 ne peuvent être utilisés simultanément avec Rimactan que s'il est possible de contrôler leurs concentrations plasmatiques et/ou leurs réactions cliniques/effets indésirables et d'ajuster la dose en conséquence. La surveillance devra être fréquente au cours du traitement par Rimactan et être poursuivie pendant 2 à 3 semaines après l'arrêt de celui-ci. A l'arrêt du traitement par la rifampicine, les effets inducteurs enzymatiques de la rifampicine s'atténuent progressivement en 2 semaines ou plus. Il s'agit d'un facteur à prendre en compte pour augmenter la dose d'autres médicaments pendant le traitement par Rimactan.

Association contre-indiquée

  • Inhibiteurs des protéases (atazanavir, darunavir, fosamprénavir, indinavir, lopinavir, tipranavir et saquinavir): très forte diminution des concentrations plasmatiques de l'inhibiteur de protéases due à l'amplification de son métabolisme hépatique de la rifampicine.
  • Inhibiteurs non-nucléosidiques de la transcriptase inverse (NNRTI) tel que le rilpivirine
  • Principes actifs contre le VHC / hépatite C tel que le daclatasvir
  • Voriconazole: forte diminution des concentrations plasmatiques du voriconazole avec le risque d'une perte d'efficacité, la rifampicine amplifiant son métabolisme hépatique
  • Association avec l'halothane, en raison d'une augmentation de la toxicité hépatique

Association déconseillée

  • Atovaquone: risque de perte d'efficacité
  • Antiépileptiques (p. ex phénytoïne, carbamazépine, acide valproïque, pérampanel, lamotrigine, zonisamide)
  • Antiarythmiques (p.ex. propafénone, lidocaïne, amiodarone, dronédarone)
  • Antagonistes des œstrogènes (p.ex. tamoxifène, fulvestrant)
  • Neuroleptiques (p.ex. halopéridol, rispéridone, clozapine, sertindol)
  • antithrombotiques du groupe des antagonistes de P2Y12, antagonistes de la vitamine K et inhibiteurs du facteur Xa (p.ex. clopidogrel, phénprocoumone, acénocoumarol, apixaban)
  • Antifongiques et antifongiques azolés (p.ex. itraconazole, terbinafine)
  • Bêtabloquants (p.ex. métoprolol, carvédilol)
  • Antagonistes du calcium (p.ex. diltiazem, vérapamil, isradipine)
  • Antibiotiques (p.ex. linézolide, chloramphénicol, clarithromycine, doxycycline)
  • Fluoroquinolones
  • Corticostéroïdes (p.ex. bétaméthasone, dexaméthasone, prednisolone)
  • Glucosides cardiotoniques (p.ex. digoxine)
  • Sartans (p.ex. losartan, valsartan)
  • Benzodiazépines (p.ex. diazépam, midazolam, triazolam) et substances apparentées aux benzodiazépines (p.ex. zopiclone, zolpidem)
  • Antidiabétiques oraux (p.ex. gliclazide, glimépiride, pioglitazone)
  • Hormones thyroïdiennes (p.ex. lévothyroxine, liothyronine)
  • Opioïdes (p.ex. morphine, méthadone, buprénorphine, oxycodone)
  • Inhibiteurs de la COX-2 (p.ex. célécoxib, étoricoxib)
  • Contraceptifs hormonaux systémiques (timbres, implants, anneau vaginal)
  • Œstrogènes (p.ex. œstradiol, éthinylœstradiol)
  • Gestagènes (p.ex. lévonorgestrel, désogestrel, progestérone)
  • Antipaludéens (p.ex. quinine, proguanil, méfloquine, artéméther)
  • Substances immunosuppressives (p.ex. ciclosporine, azathioprine)
  • Antagonistes sélectifs des récepteurs 5-HT3 (p.ex. ondansétron, tropisétron)
  • Statines métabolisées par le CYP3D4 (p.ex. simvastatine)
  • Riluzole
  • Antidépresseurs tricycliques (p.ex. amitriptyline, nortriptyline)
  • Antiviraux (p.ex. zidovudine, névirapine)
  • Cytostatiques (p.ex. imatinib, géfitinib, irinotécan)
  • Diurétiques (p.ex. éplérénone)

Par conséquent, le dosage de ces médicaments doit probablement être adapté, s'ils sont administrés simultanément avec la rifampicine.

Autres interactions

Énalapril (réduction des concentrations plasmatiques de l'énalaprilate),

mycophénolates (diminution possible de la concentration plasmatique de l'acide mycophénolique).

La rifampicine peut diminuer l'efficacité des contraceptifs oraux.

Les patientes qui prennent des contraceptifs oraux doivent utiliser des méthodes contraceptives supplémentaires non hormonales.

Rimactan et l'acide paraaminosalicylique (P.A.S.) doivent être pris à au moins 4 heures d'intervalle; dans le cas contraire, les concentrations sanguines habituelles de rifampicine ne seront pas atteintes.

Les antiacides, les opiacés et les anticholinergiques peuvent diminuer l'absorption de la rifampicine. Les doses journalières de rifampicine doivent être prises au moins 1 heure avant l'administration de ces médicaments.

Parce que les concentrations élevées de rifampicine inhibent in vitro la protéine de transport des anions organiques (Oatp 1), il est possible que Rimactan diminue l'excrétion biliaire de certains produits de contraste (par ex. le gadoxetate) utilisés pour visualiser la vésicule biliaire.

Médicaments hépatotoxiques

Une étude expérimentale a montré qu'un traitement simultané avec les trois principes actifs rifampicine, saquinavir et ritonivar présente un effet hépatotoxique particulièrement important. Pour cette raison, il ne faut jamais administrer Rimactan conjointement avec le saquinavir/ritonavir.

L'utilisation concomitante de la rifampicine avec des médicaments hépatotoxiques (tels que le paracétamol, l'isoniazide, le pyrazinamide) doit faire l'objet d'une étroite surveillance, car la rifampicine peut augmenter la toxicité de ces médicaments, également à des dosages thérapeutiques (voir «Effets indésirables»).

La rifampicine à fortes doses s'est avérée tératogène chez le rongeur. L'effet de la rifampicine en monothérapie ou en association à d'autres antituberculeux sur le foetus humain est inconnu. Il n'existe pas d'études contrôlées menées chez des femmes enceintes. On sait cependant que la rifampicine traverse la barrière placentaire et peut être mise en évidence dans le sang du cordon ombilical.

Chez les enfants de plus de 300 femmes qui avaient été traitées par la rifampicine pendant la grossesse, aucune augmentation significative de la fréquence des malformations n'a été observée.

En cas d'administration pendant les dernières semaines de la grossesse, la rifampicine peut provoquer, chez la mère et le nouveau-né, des hémorragies post-natales qui exigent parfois un traitement par des préparations de vitamine K.

Rimactan ne doit pas être administré pendant la grossesse, sauf en cas de nécessité absolue.

Comme Rimactan est excrété dans le lait maternel et que l'expérience acquise pendant l'allaitement est limitée, une utilisation du médicament pendant l'allaitement aura lieu uniquement en cas d'indication impérieuse.

Rimactan peut avoir des effets indésirables sur l'aptitude à la conduite ou à l'utilisation de machines en raison des effets indésirables possibles (vertiges, troubles visuels, par ex.).

Les catégories de fréquence sont définies comme suit: Très fréquent: ≥1/10, fréquent: ≥1/100, <1/10, occasionnel: ≥1/1'000, <1/100, rare: ≥1/10'000, <1/1'000, très rare: <1/10'000.

Tumeurs bénignes, malignes et non précisées (incl kystes et polypes)

Quelques cas de croissance accélérée de cancer du poumon associé à la rifampicine ont été rapportés chez l'homme, mais un lien de causalié avec le principe actif n'a pas pu être établi.

Affections hématologiques et du système lymphatique

Occasionnels: leucopénie.

Rares: thrombopénie (avec ou sans purpura) plus fréquente dans le cas d'un traitement intermittent. Elle est réversible si le traitement est immédiatement arrêté suite à la survenue d'un purpura. Dans le cas contraire, le patient risque d'être sujet à des hémorragies cérébrales pouvant avoir une issue fatale.

Cas de coagulation intravasculaire disséminée.

Éosinophilie, anémie hémolytique aiguë.

Très rares: agranulocytose.

Affections du système immunitaire

Réactions, certainement d'origine immunologique, qui peuvent essentiellement survenir dans le cas d'un traitement intermittent:

Très fréquents: «syndrome de type grippal» avec épisodes de fièvre, frissons, céphalées, sensation de vertiges et douleurs osseuses: survient généralement entre le 3e et le 6e mois. La fréquence de ce syndrome varie, mais elle peut affecter jusqu'à 50% des patients dans le cas d'une administration de 25 mg/kg de rifampicine une fois par semaine.

Rares: anaphylaxie.

Autres réactions d'origine immunologique pouvant survenir avec un traitement intermittent: essoufflement, halètement, hypotension, choc, œdème, anémie hémolytique aiguë et insuffisance rénale aiguë, généralement suite à une nécrose tubulaire ou éventuellement corticale ou à une néphrite interstitielle aiguë.

Affections endocriniennes

Rares: troubles menstruels (dans des cas extrêmes, aménorrhée); induction d'une crise en cas de maladie d'Addison (voir «Interactions»). Les taux de calcium et de phosphate peuvent baisser et la sécrétion de parathormone augmenter.

Troubles du métabolisme et de la nutrition

Fréquents: perte d'appétit.

Très rares: induction ou aggravation d'une porphyrie.

Affections psychiatriques

Rares: confusion mentale, psychose.

Affections du système nerveux

Fréquents: fatigue, somnolence, céphalées, sensation de vertiges, vertige.

Rares: ataxie.

Affections oculaires

Fréquents: rougeur oculaire

Rares: conjonctivite exsudative, troubles visuels.

Affections vasculaires

Rares: hypotension, choc, œdème et vasculite.

Affections respiratoires, thoraciques et médiastinales

Rares: essoufflement, halètement, voir également «Affections du système immunitaire».

Affections gastro-intestinales

Fréquents: anorexie, nausées, douleurs abdominales, sensation de satiété météorisme, vomissement, diarrhées.

Rares: troubles sporadiques de gastrite érosive et de colite pseudomenbraneuse, pancréatite.

Affections hépatobiliaires

Très fréquents: augmentation asymptomatique des enzymes hépatiques.

Rares: hépatite ou ictère, y compris réactions hépatiques potentiellement fatales, p.ex. insuffisance hépatique et hépatite fulminante aiguë, avec issue mortelle dans de très rares cas (<0,01%); l'effet hépatotoxique des médicaments associés à la rifampicine, p.ex. l'isoniazide ou le pyrazinamide, doit aussi être pris en compte (voir également «Interactions»).

Affections de la peau et du tissu sous-cutané

Fréquents: bouffée congestive, prurit avec ou sans rash cutané, urticaire.

Rares: érythème polymorphe y compris syndrome de Stevens-Johnson et réactions sérieuses d'hypersensibilité telles que dermite exfoliative, syndrome de Lyell, DRESS (Drug Reaction with Eosinophilia and Systemic Symptoms) et réactions pemphigoïdes.

Affections musculo-squelettiques et du tissu conjonctif

Rares: faiblesse musculaire et myopathie.

Affections du rein et des voies urinaires

Occasionnels: insuffisance rénale aiguë, généralement suite à une nécrose tubulaire ou éventuellement corticale, ou à une néphrite interstitielle aiguë.

Rares: azote uréique sanguin augmenté (BUN) et taux sérique d'acide urique augmenté, hémolyse, hémoglobinurie, hématurie.

Affections gravidiques, puerpérales et périnatales

Cas isolés: hémorragies post-partum, hémorragie fœto-maternelle.

Investigations

Très fréquents: augmentation asymptomatique des enzymes hépatiques (jusqu'à 15%).

Fréquents: augmentation de la bilirubine, des ASAT (aspartate aminotransférases) et des ALAT (alanine aminotransférases). Au début, des taux sériques accrus de bilirubine élevés et une activité accrue de l'acide delta aminolévulinique synthétase surviennent temporairement.

Cas isolés: chute de la pression artérielle, augmentation de la créatinine sérique.

Troubles généraux et anomalies au site d'administration

Fréquents: teinte rougeâtre des liquides et sécrétions de l'organisme tels que les urines, le crachat, les larmes, les selles, la salive et la sueur. Les lentilles de contact souples peuvent garder définitivement une couleur rougeâtre.

L'annonce d'effets secondaires présumés après l'autorisation est d'une grande importance. Elle permet un suivi continu du rapport bénéfice-risque du médicament. Les professionnels de santé sont tenus de déclarer toute suspicion d'effet secondaire nouveau ou grave via le portail d'annonce en ligne ElViS (Electronic Vigilance System). Vous trouverez des informations à ce sujet sur www.swissmedic.ch.

Toxicité: l'administration de 100 mg/kg chez l'enfant (1-4 ans) a entraîné des symptômes cutanés typiques. L'administration de 15 g chez l'adulte a entraîné une intoxication létale et l'administration de 12 g chez l'adulte a provoqué une intoxication modérée.

Symptômes: Troubles gastro-intestinaux, douleurs abdominales, céphalées, transpiration profuse, dyspnée, insuffisance rénale, troubles hépatiques, prurit généralisé, crampes, léthargie et troubles de la conscience croissants; une perte de connaissance peut survenir en cas d'affection hépatique sévère. Il est possible d'observer une augmentation provisoire des enzymes hépatiques et de la bilirubine.

Coloration rouge orangée de la peau, de l'urine, de la sueur, de la salive, des larmes et des fèces.

Des œdèmes faciaux et périorbitaires ont été observés chez l'enfant. Œdème pulmonaire possible.

Quelques cas mortels d'hypotonie, de tachycardie sinusale, d'arythmies ventriculaires, de convulsions et d'arrêt cardiaque ont été rapportés.

En cas de surdosage sévère, une augmentation du volume du foie éventuellement associée à une sensibilité à la pression peut survenir quelques heures après l'administration; un ictère peut alors se développer très rapidement.

Une atteinte hépatique préexistante peut aggraver l'évolution. Les autres fonctions corporelles ne sont, en général, pas affectées.

Le taux de bilirubine peut augmenter très rapidement en cas de surdosage sévère. Les enzymes hépatiques peuvent être perturbées, notamment en cas de trouble hépatique préexistant.

Une action directe sur le système hématopoïétique, les concentrations d'électrolytes ou l'équilibre acido-basique est improbable.

Des surdosages mortels et non mortels ont été rapportés suite à la prise de 14 à 60 g ou de 9 à 12 g de rifampicine chez l'adulte.

Mesures

Évacuation du contenu gastrique, si cela est permis (à condition que le patient ne présente pas de convulsions), suivie de mesures de soutien telles que le maintien de l'ouverture des voies aériennes et un traitement symptomatique; administration répétée de charbon actif, d'antiémétiques, hémodialyse dans les cas difficiles, et, si non disponible, dialyse péritonéale associée à une diurèse forcée. Traitement symptomatique: une dialyse peut être nécessaire en cas d'insuffisance rénale.

Code ATC

J04AB02

Mécanisme d'action

La rifampicine inhibe l'ARN polymérase ADN-dépendante des souches bactériennes sensibles, sans affecter l'enzyme correspondante chez les mammifères.

La rifampicine induit relativement rapidement le développement de germes résistants, en une seule étape; c'est pourquoi elle ne doit pas être utilisée en monothérapie pour le traitement d'infections manifestes. Les germes résistants à la rifampicine ne présentent pas de résistance croisée à d'autres antibiotiques, sauf la rifamycine.

Pharmacodynamique

Efficacité clinique

La rifampicine est un antibiotique dérivé de la rifamycine qui exerce un effet bactéricide sur Mycobacterium tuberculosis in vitro et in vivo, alors que son activité envers d'autres espèces atypiques de Mycobacterium est variable.

Son spectre d'action bactéricide inclut également M. leprae et divers autres germes Gram (+) et Gram (-).

Concentrations minimales inhibitrices (µg/ml) in vitro

Mycobacterium tuberculosis

0,005–0,2

Staphylococcus aureus

0,008–0,015

Neisseria meningitidis

0,015–1,0

Haemophilus influenzae

0,5–64

Legionella pneumophila

0,015–0,03

Mycobacterium leprae (mouse footpad)

0,3

In vivo, elle exerce son effet bactéricide non seulement sur les germes présents dans le milieu extracellulaire, mais également sur les germes localisés dans la cellule. En outre, son effet stérilisant est important sur le plan clinique.

Absorption

Après administration par voie orale le principe actif est rapidement et totalement résorbé. Des concentrations plasmatiques maximales d'environ 10 µg/ml sont atteintes 2 à 3 heures après l'administration d'une dose unique de 600 mg de Rimactan à jeun.

La prise concomitante d'aliments peut réduire la résorption de la rifampicine.

Avec une perfusion pendant 3 heures de 600 mg on atteint des concentrations plasmatiques maximales d'environ 10 µg/ml.

Distribution

Le volume de distribution apparent est de 1,6 l/kg chez l'adulte et de 1,1 l/kg chez l'enfant. Le taux de liaison de la rifampicine aux protéines sériques est de 84–91%.

La rifampicine pénètre rapidement dans divers liquides biologiques et tissus, y compris le tissu osseux. La rifampicine traverse la barrière hémato-encéphalique uniquement lorsque les méninges sont enflammées, mais les concentrations dans le liquide céphalo-rachidien peuvent rester pendant jusqu'à 2 mois à un niveau supérieur à la CMI de Mycobacterium tuberculosis en cas de traitement oral continu par 600 mg par jour.

Chez l'être humain, la rifampicine franchit la barrière placentaire et passe dans le lait maternel. Toutefois, un enfant allaité au sein n'absorberait pas plus de 1% de la dose thérapeutique usuelle de rifampicine.

Métabolisme

La rifampicine est métabolisée dans le foie essentiellement en 25-O-désacétylrifampicine, substance microbiologiquement active et qui est soumise à un cycle entéro-hépatique, tout comme la rifampicine inchangée.

La rifampicine induit son propre métabolisme.

Élimination

La demi-vie d'élimination plasmatique est dose-dépendante: elle est d'environ 2,5 heures après l'administration d'une dose unique de 300 mg, de 3–4 heures avec une dose de 600 mg et d'environ 5 heures avec une dose de 900 mg. Après administration quotidienne répétée pendant quelques jours, la biodisponibilité diminue et la demi-vie diminue à 1–2 heures après administration répétée de 600 mg.

La rifampicine induit les enzymes hépatiques, accélérant par là son propre métabolisme. En conséquence, la clairance systémique, qui est d'environ 6 l/h après l'administration de la première dose, augmente à environ 9 l/h après administration répétée.

Bien que le médicament soit en majeure partie excrété dans la bile et à hauteur de 80% sous la forme du métabolite désacétylrifampicine, on retrouve la rifampicine également dans les urines. Dans la fourchette posologique entre 150 et 900 mg, la proportion de la dose excrétée sous forme inchangée dans les urines est dose-dépendante et se situe entre 4 et 18%.

Cinétique pour certains groupes de patients

Troubles de la fonction hépatique

En cas d'altération de la fonction hépatique, les concentrations plasmatiques sont augmentées et les demi-vies d'élimination un peu plus longues. Une adaptation posologique est éventuellement nécessaire en cas de perturbation grave de la fonction hépatique.

Troubles de la fonction rénale

En cas d'altération de la fonction rénale, la demi-vie d'élimination augmente uniquement à partir de doses dépassant 600 mg. A condition que la fonction excrétrice du foie soit normale, il est inutile de réduire la dose à moins de 600 mg par jour chez les patients dont la fonction rénale est diminuée.

La rifampicine est éliminée par dialyse péritonéale et hémodialyse. Aucun ajustement posologique n'est nécessaire chez le dialysé.

Patients âgés

Chez les patients âgés, les concentrations plasmatiques sont similaires à celles obtenues chez les patients plus jeunes.

Les indices parlant pour un effet cancérogène de la rifampicine chez l'animal sont limités. Chez la souris femelle appartenant à une souche prédisposée aux hépatomes, une nette augmentation de la fréquence de ces tumeurs a été observée après un an de traitement par la rifampicine à une dose 2 à 10 fois supérieure à la dose maximale utilisée en clinique.

Chez la souris d'une autre souche traitée pendant un an, de même que chez le rat traité pendant 2 ans, aucune augmentation notable de la fréquence des tumeurs d'un type quelconque n'a été observée. Les études menées sur des modèles animaux mammifères et sur des bactéries n'ont apporté aucune preuve d'un effet mutagène de la rifampicine.

A des doses journalières de 150–250 mg/kg, la rifampicine s'est avérée tératogène chez la souris et le rat; elle a provoqué une augmentation de la fréquence du spina bifida et du bec-de-lièvre. Aucun effet tératogène n'a été observé chez le lapin. Dans les trois espèces animales, un effet embryotoxique non spécifique a été observé aux doses dépassant 150 mg/kg.

Influence sur les méthodes de diagnostic

Parce que les concentrations élevées de rifampicine inhibent in vitro la protéine de transport des anions organiques (Oatp 1), il est possible que Rimactan diminue l'excrétion biliaire de certains produits de contraste (par ex. le gadoxetate) utilisés pour visualiser la vésicule biliaire.

Pendant un traitement par Rimactan, les méthodes microbiologiques de dosage de l'acide folique et de la vitamine B12 dans le sérum ne sont pas utilisables.

La rifampicine induit une inhibition compétitive temporaire de l'excrétion de la bromesulfonephtaléine. Pour éviter des résultats faussement positifs du test à la bromesulfonephtaléine, cet examen sera effectué avant l'administration matinale de Rimactan.

Des réactions croisées et des résultats faux positifs aux tests de criblage urinaire des opiacés par la méthode KIM ont été rapportés lors du traitement par la rifampicine.

Stabilité

Remarques particulières concernant le stockage

Conserver dans l'emballage original, pas au-dessus de 30 °C, à l'abri de l'humidité et hors de la portée des enfants. Ne pas congeler.

Le médicament ne doit pas être utilisé au-delà de la date figurant après la mention «EXP» sur le récipient.

34279 (Swissmedic)

Sandoz Pharmaceuticals SA, Risch; domicile: Rotkreuz

Juin 2020

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